Hallo lieber Förderverein.
Ich als ehemaliger Billerbecker bin positiv überrascht, dass es so schnell mit der neuen Orgel geklappt hat und hoffe, dass der Rest auch noch realisiert wird. Klingen tut sie ja schon mal wesentlich besser als die alte Orgel. Hab’ so manches Konzert damals miterlebt und muss sagen, dass mir die neue doch vom Klang her wesentlich besser gefällt (soweit man das jetzt nach dem kurzen Hörbeispiel sagen kann). Bin gespannt, wie die neue Orgel erstmal klingt, wenn das Rückpositiv auch komplett fertig ist.
Lieber Förderverein,
über den Sinn und Unsinn von französisch-symphonischen Dispositionen möchte ich nichts hinzufügen. Klanglich wäre auch aus meiner Sicht ein deutsch-romantisches Konzept sinnvoller gewesen. Eine andere Frage die sich mir aufdrängt ist vielmehr: Wie kann man einen historischen und denkmalgeschützten Orgelprospekt mit einem derart scheußlichen Rückpositiv verunstalten? Was sagt die Denkmalbehörde dazu, oder wurde diese mal wieder mundtot gemacht? Zusätzlich kann man auch hier wieder die Frage nach dem Sinn einer schwellbaren Rückpositivlösung stellen, die klanglich mit Sicherheit hinter den Erwartungen zurück bleiben wird und dem Ziel klanglich erhöhter Raumpräsenz eigentlich auch entgegen steht. Bei solchen Lösungen kann man heute schon die Spekulation wagen, wann es den ersten Umbau, bzw. einen Rückbau geben wird. Das sind Orgellösungen nach dem Leitspruch Meister Röhrichs: “”Arbeit zieht immer Arbeit nach sich!”"
Beste Grüße.
Matthias Wirth
(Anmerk. d. Red.: Die Kritik an der optischen Gestaltung des Rückpositivs bezieht sich auf eine von uns seinerzeit veröffentlichte Fotomontage, auf der ein optisch sicherlich nicht ansprechendes und passendes Rückpositiv dargestellt war, vor dem Hintergrund, dem Laien die Positionierung eines Rückpositiv an der Orgelbrüstung grundsätzlich darzustellen.)
Nicht schon wieder Trompetten, Clairons und Flutes hamoniques…möchte ich ausrufen, angesichts der Neubaupläne im Billerbecker Dom! Auch ich habe nichts gegen französische Orgeln, aber mittlerweile tönen die hier bald in jeder Dorfkirche, mal mehr, mal weniger gelungen. Auch ich würde einer deutsch-romantischen Disposition den Vorzug geben, und verweise gern auf die große Marien-Orgel in der Basilika zu Kevelaer. Dort läßt sich neben deutscher Romantik auch vorzüglich französisches wiedergeben. Also, meine lieben Damen und Herren, nicht jeder Modeerscheinung nachgeben, vor allen Dingen nicht im Orgelbau. Die Geister, die man ruft, wird man bekanntlich nicht schnell wieder los.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gutes Gelingen für den Bau einer angemessenen Orgel!
Meinen Vorgängern im Gästebuch möchte ich mich folgendermaßen anschließen:
Sie besitzen doch eine Fleiter-Orgel, und die Fa. Fleiter ist ganz in Ihrer Nähe. Alles spricht doch dafür, erst einnmal mit Fleiter zu sprechen, was man aus und mit dem vorhandenen Instrument machen kann. Offenbar WILL jemand der Verantwortlichen das nicht, jemand HAT schon beschlossen wie die Zukunft der Billerbecker Domorgel auszusehen hat. Ist das verantwortungsvoll ? Nein.
Soeben wurde die Eggert-Orgel von 1899 der Herz-Jesu Kirche in Berlin restauriert; eine CD eines Live-Mitschnitts mit Wolfgang Seifen können Sie bei der Gemeinde erhalten. Und dann urteilen Sie selbst, ob der fulminante KLang eines gekonnt restaurierten deutsch-romantischen Instruments nicht ideal in den großen neugotschen Billerbecker Dom paßt.
Übrigens: Die Restaurierung dieser Orgel ist Scheffler, der als erster daran gearbeitet hat, nach Meinung der Herz-Jesu-Gemeinde mißlungen. Das gewünschte (und wirklich überzeugende) Ergebnis erzielte dann Friedhelm Fleiter … von der Orgelbauwerkstatt Friedr. Fleiter bei Ihnen nebenan in Nienberge !!
bei allem Verständnis für den Reiz, der von den französisch-symphonischen Klangwelten ausgeht – sehen Sie nicht nur, was Sie evtl. haben wollen; richten Sie doch bitte Ihre Aufmerksamkeit auf das, was Sie bereits haben:
Stilkopien von Cavaillé-Coll-Orgeln und ähnlichem gibt es hierzulande bereits einige; das ist mittlerweile schon zu einer Modeerscheinung geworden – wobei ich gegen dieses Klangkonzept nichts habe, ganz im Gegenteil.
Deutsch-romantische Orgeln – vor allem in der Größe wie das Ihrige Instrument – sind absolute Raritäten und aus meiner Sicht unbedingt erhaltenswert. In der Regel sind diese Instrumente ausgesprochen farbig disponiert und dabei kräftig intoniert und können was Dynamik wie Klang- vielfalt betrifft ohne weiteres mit ihren französischen Zeitgenossen mit- halten.
Auch und gerade das französisch-symphonische Repertoire kann auf so einer Orgel sehr reizvoll klingen, wenn man entsprechend zu registrieren versteht.
Der Zustand der Orgel, wie er von Ihnen beschrieben wird, ist typisch für Instrumente dieser Art und dieses Alters, besonders wenn die Klimaverhältnisse in der Kirche problematisch sind (Heizung, Luftfeuchtigkeit) und das Instrument in den über 100 Jahren seines Bestehens wenig bis gar nicht gewartet wurde. Auch eine neue Orgel wäre nach 100 Jahren unter diesen Bedingungen in ähnlichem Zustand. Aus diesem Grunde die jetzige zu verschrotten wäre ebenso schade wie überflüssig.
Orgelbaufirmen wie z.B. Christian Scheffler in Frankfurt/Oder haben sich auf die Restaurierung solcher Orgelschätze wie dem Ihren spezialisiert und dabei schon mehrfach überwältigende Ergebnisse erzielt – und das bei Instrumenten in schlechterem Zustand als dem Ihren!
Daß der Aufwand in keinem Verhältnis zum Ergebnis steht, kann man so nicht sagen – im Gegen-teil: bei vielfach geringeren Kosten als für einen Neubau erforderlich bekommen Sie ein nach modernen Ansprüchen gut funktionierendes Instrument (Spezialisten vermögen mittlerweile, pneumatische Trakturen dauerhaft zu restaurieren), das obendrein außergewöhnlich gut klingt und ausgesprochen selten ist; nicht zuletzt weil diese Instrumente zu hunderten der neobarocken Modeerscheinung der sogenannten Orgelbewegung zum Opfer – und damit der Kreissäge anheimfielen.
Daher bitte ich Sie, nicht den gleichen Fehler zu machen und Ihr Instrument der aktuellen Modeerscheinung der französisch-symphonischen Strömung zu opfern. Mehrfach schon habe ich beobachtet wie wertvolle Instrumente vernichtet wurden, weil profilierungsbestrebte Organisten Hand-in-Hand mit profitorientierten Orgelbauern der Gemeinde eine neue Orgel schmackhaft machten mit dem Argument: “Dann haben wir unsere französische Orgel, das wird die Atraktion…” und der gleichzeitigen Behauptung:” Die alte Orgel ist sowieso nicht mehr zu retten.”
Stimmt oft beides nicht: die Atraktion endet mit dem ersten Konzertzyklus,
französisch-symphonisch orientierte Orgeln gibt es wie gesagt bereits
reichlich – leider gleichen diese Kopien oft einander wie ein Ei dem anderen und sind dabei wenig individuell – und ob Ihre Orgel wirklich nicht zu retten ist – was ich nicht glaube – kann sicher am besten ein auf Restaurierung solcher Instrumente spezialisierter Betrieb beurteilen, den Sie nach meinem Dafürhalten unbedingt zu Rate ziehen sollten.
In anderen Gemeinden denkt man bereits darüber nach, Instrumente wie das Ihre – nach gleichem Muster verlorengegangen – wieder nachzubauen; (zu) späte Reue…
Suchen Sie nicht nach dem besonderen Instrument für Ihre sicher besondere Gemeinde und lassen Sie sich keines verkaufen, denn das haben Sie bereits!
Lieber Förderverein,
Ihre Absicht in alen Ehren, aber prüfen Sie bitte genau, ob eine Orgel im Sinne der französischen Romantik – bei aller allem begründeten Reiz – das Instrument ist, was Sie für den Billerbecker Dom wünschen.
Sie besitzen eine deutsch-romantische Orgel in einem erbärmlichen Zustand.
Wäre – bei allen verständlichen Versuchungen – nicht eine Fortsetzung dieses Dispositions- und Mensurationsbildes konsequent, zum Kirchenraum stilistisch und akustisch passend und auch zeitgemäß? Ich schreibe Ihnen das, weil ich schon einige Kirchengemeinden erlebt habe, die das “französische Konzept”, nach kurzer erfrischender Zeit, bedauert haben; es war zu weit vom Gewohnten entfernt und entsprang letztlich der mitreißenden Idee des amtierenden Organisten.
Ich empfehle Ihnen gerade für Ihr beeindruckendes Gotteshaus dringend: Denken Sie in engem Schulterschluss mit einem Orgelbauer, der sich daurauf versteht, den Gedanken Ihrer vorhandenen Orgel konsequent in diesem Raum zu Ende. Sie werden mit einem beeindruckenden Instrument belohnt, das weit und breit von sich reden machen wird.
Herzlich Willkommen auf der Website des Förderverein Domorgel Billerbeck e.V.
Wir freuen uns auf Ihren Eintrag in unser Gästebuch.
Anregungen und Verbesserungsvorschläge nehmen wir gerne entgegen.
Sie können uns auch direkt über das Kontaktformular erreichen.
Viel Spaß weiterhin beim surfen auf unserer Website.
27.07.2010 um 11:21:56
Hallo lieber Förderverein.
Ich als ehemaliger Billerbecker bin positiv überrascht, dass es so schnell mit der neuen Orgel geklappt hat und hoffe, dass der Rest auch noch realisiert wird. Klingen tut sie ja schon mal wesentlich besser als die alte Orgel. Hab’ so manches Konzert damals miterlebt und muss sagen, dass mir die neue doch vom Klang her wesentlich besser gefällt (soweit man das jetzt nach dem kurzen Hörbeispiel sagen kann). Bin gespannt, wie die neue Orgel erstmal klingt, wenn das Rückpositiv auch komplett fertig ist.
Freundliche Grüße aus dem hohen Norden
Stephan Wenkers
18.08.2008 um 18:08:14
Lieber Förderverein,
über den Sinn und Unsinn von französisch-symphonischen Dispositionen möchte ich nichts hinzufügen. Klanglich wäre auch aus meiner Sicht ein deutsch-romantisches Konzept sinnvoller gewesen. Eine andere Frage die sich mir aufdrängt ist vielmehr: Wie kann man einen historischen und denkmalgeschützten Orgelprospekt mit einem derart scheußlichen Rückpositiv verunstalten? Was sagt die Denkmalbehörde dazu, oder wurde diese mal wieder mundtot gemacht? Zusätzlich kann man auch hier wieder die Frage nach dem Sinn einer schwellbaren Rückpositivlösung stellen, die klanglich mit Sicherheit hinter den Erwartungen zurück bleiben wird und dem Ziel klanglich erhöhter Raumpräsenz eigentlich auch entgegen steht. Bei solchen Lösungen kann man heute schon die Spekulation wagen, wann es den ersten Umbau, bzw. einen Rückbau geben wird. Das sind Orgellösungen nach dem Leitspruch Meister Röhrichs: “”Arbeit zieht immer Arbeit nach sich!”"
Beste Grüße.
Matthias Wirth
(Anmerk. d. Red.: Die Kritik an der optischen Gestaltung des Rückpositivs bezieht sich auf eine von uns seinerzeit veröffentlichte Fotomontage, auf der ein optisch sicherlich nicht ansprechendes und passendes Rückpositiv dargestellt war, vor dem Hintergrund, dem Laien die Positionierung eines Rückpositiv an der Orgelbrüstung grundsätzlich darzustellen.)
17.06.2005 um 19:39:18
orgeln in dem deutschlands den billerbecker dom orgel ist super schoen!
und wieviel kost die groesste pfeife?
05.05.2005 um 17:51:10
Nicht schon wieder Trompetten, Clairons und Flutes hamoniques…möchte ich ausrufen, angesichts der Neubaupläne im Billerbecker Dom! Auch ich habe nichts gegen französische Orgeln, aber mittlerweile tönen die hier bald in jeder Dorfkirche, mal mehr, mal weniger gelungen. Auch ich würde einer deutsch-romantischen Disposition den Vorzug geben, und verweise gern auf die große Marien-Orgel in der Basilika zu Kevelaer. Dort läßt sich neben deutscher Romantik auch vorzüglich französisches wiedergeben. Also, meine lieben Damen und Herren, nicht jeder Modeerscheinung nachgeben, vor allen Dingen nicht im Orgelbau. Die Geister, die man ruft, wird man bekanntlich nicht schnell wieder los.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gutes Gelingen für den Bau einer angemessenen Orgel!
21.04.2005 um 10:59:50
Guten Tag,
Meinen Vorgängern im Gästebuch möchte ich mich folgendermaßen anschließen:
Sie besitzen doch eine Fleiter-Orgel, und die Fa. Fleiter ist ganz in Ihrer Nähe. Alles spricht doch dafür, erst einnmal mit Fleiter zu sprechen, was man aus und mit dem vorhandenen Instrument machen kann. Offenbar WILL jemand der Verantwortlichen das nicht, jemand HAT schon beschlossen wie die Zukunft der Billerbecker Domorgel auszusehen hat. Ist das verantwortungsvoll ? Nein.
17.03.2005 um 09:44:59
Dann muß auch ich noch einmal kurz heran:
Soeben wurde die Eggert-Orgel von 1899 der Herz-Jesu Kirche in Berlin restauriert; eine CD eines Live-Mitschnitts mit Wolfgang Seifen können Sie bei der Gemeinde erhalten. Und dann urteilen Sie selbst, ob der fulminante KLang eines gekonnt restaurierten deutsch-romantischen Instruments nicht ideal in den großen neugotschen Billerbecker Dom paßt.
Übrigens: Die Restaurierung dieser Orgel ist Scheffler, der als erster daran gearbeitet hat, nach Meinung der Herz-Jesu-Gemeinde mißlungen. Das gewünschte (und wirklich überzeugende) Ergebnis erzielte dann Friedhelm Fleiter … von der Orgelbauwerkstatt Friedr. Fleiter bei Ihnen nebenan in Nienberge !!
23.11.2004 um 19:53:49
Sehr geehrter Förderverein,
bei allem Verständnis für den Reiz, der von den französisch-symphonischen Klangwelten ausgeht – sehen Sie nicht nur, was Sie evtl. haben wollen; richten Sie doch bitte Ihre Aufmerksamkeit auf das, was Sie bereits haben:
Stilkopien von Cavaillé-Coll-Orgeln und ähnlichem gibt es hierzulande bereits einige; das ist mittlerweile schon zu einer Modeerscheinung geworden – wobei ich gegen dieses Klangkonzept nichts habe, ganz im Gegenteil.
Deutsch-romantische Orgeln – vor allem in der Größe wie das Ihrige Instrument – sind absolute Raritäten und aus meiner Sicht unbedingt erhaltenswert. In der Regel sind diese Instrumente ausgesprochen farbig disponiert und dabei kräftig intoniert und können was Dynamik wie Klang- vielfalt betrifft ohne weiteres mit ihren französischen Zeitgenossen mit- halten.
Auch und gerade das französisch-symphonische Repertoire kann auf so einer Orgel sehr reizvoll klingen, wenn man entsprechend zu registrieren versteht.
Der Zustand der Orgel, wie er von Ihnen beschrieben wird, ist typisch für Instrumente dieser Art und dieses Alters, besonders wenn die Klimaverhältnisse in der Kirche problematisch sind (Heizung, Luftfeuchtigkeit) und das Instrument in den über 100 Jahren seines Bestehens wenig bis gar nicht gewartet wurde. Auch eine neue Orgel wäre nach 100 Jahren unter diesen Bedingungen in ähnlichem Zustand. Aus diesem Grunde die jetzige zu verschrotten wäre ebenso schade wie überflüssig.
Orgelbaufirmen wie z.B. Christian Scheffler in Frankfurt/Oder haben sich auf die Restaurierung solcher Orgelschätze wie dem Ihren spezialisiert und dabei schon mehrfach überwältigende Ergebnisse erzielt – und das bei Instrumenten in schlechterem Zustand als dem Ihren!
Daß der Aufwand in keinem Verhältnis zum Ergebnis steht, kann man so nicht sagen – im Gegen-teil: bei vielfach geringeren Kosten als für einen Neubau erforderlich bekommen Sie ein nach modernen Ansprüchen gut funktionierendes Instrument (Spezialisten vermögen mittlerweile, pneumatische Trakturen dauerhaft zu restaurieren), das obendrein außergewöhnlich gut klingt und ausgesprochen selten ist; nicht zuletzt weil diese Instrumente zu hunderten der neobarocken Modeerscheinung der sogenannten Orgelbewegung zum Opfer – und damit der Kreissäge anheimfielen.
Daher bitte ich Sie, nicht den gleichen Fehler zu machen und Ihr Instrument der aktuellen Modeerscheinung der französisch-symphonischen Strömung zu opfern. Mehrfach schon habe ich beobachtet wie wertvolle Instrumente vernichtet wurden, weil profilierungsbestrebte Organisten Hand-in-Hand mit profitorientierten Orgelbauern der Gemeinde eine neue Orgel schmackhaft machten mit dem Argument: “Dann haben wir unsere französische Orgel, das wird die Atraktion…” und der gleichzeitigen Behauptung:” Die alte Orgel ist sowieso nicht mehr zu retten.”
Stimmt oft beides nicht: die Atraktion endet mit dem ersten Konzertzyklus,
französisch-symphonisch orientierte Orgeln gibt es wie gesagt bereits
reichlich – leider gleichen diese Kopien oft einander wie ein Ei dem anderen und sind dabei wenig individuell – und ob Ihre Orgel wirklich nicht zu retten ist – was ich nicht glaube – kann sicher am besten ein auf Restaurierung solcher Instrumente spezialisierter Betrieb beurteilen, den Sie nach meinem Dafürhalten unbedingt zu Rate ziehen sollten.
In anderen Gemeinden denkt man bereits darüber nach, Instrumente wie das Ihre – nach gleichem Muster verlorengegangen – wieder nachzubauen; (zu) späte Reue…
Suchen Sie nicht nach dem besonderen Instrument für Ihre sicher besondere Gemeinde und lassen Sie sich keines verkaufen, denn das haben Sie bereits!
Mit ganz herzlichen Grüßen,
Peter Hein
13.04.2004 um 22:06:54
Lieber Förderverein,
Ihre Absicht in alen Ehren, aber prüfen Sie bitte genau, ob eine Orgel im Sinne der französischen Romantik – bei aller allem begründeten Reiz – das Instrument ist, was Sie für den Billerbecker Dom wünschen.
Sie besitzen eine deutsch-romantische Orgel in einem erbärmlichen Zustand.
Wäre – bei allen verständlichen Versuchungen – nicht eine Fortsetzung dieses Dispositions- und Mensurationsbildes konsequent, zum Kirchenraum stilistisch und akustisch passend und auch zeitgemäß? Ich schreibe Ihnen das, weil ich schon einige Kirchengemeinden erlebt habe, die das “französische Konzept”, nach kurzer erfrischender Zeit, bedauert haben; es war zu weit vom Gewohnten entfernt und entsprang letztlich der mitreißenden Idee des amtierenden Organisten.
Ich empfehle Ihnen gerade für Ihr beeindruckendes Gotteshaus dringend: Denken Sie in engem Schulterschluss mit einem Orgelbauer, der sich daurauf versteht, den Gedanken Ihrer vorhandenen Orgel konsequent in diesem Raum zu Ende. Sie werden mit einem beeindruckenden Instrument belohnt, das weit und breit von sich reden machen wird.
Herzliche Grüße,
Ihr Guido Schütte
10.04.2004 um 22:01:28
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