Guten Tag,
die Billerbecker Domorgel, (bzw. das neue Konzept)ist für mich keine Überaschung! Das was man hier
letztendlich gebaut hat, ist nichts anderes als die aktuelle Sichtweise einer “modernen” Großorgel. Würden wir heute nämlich in den 60er oder 70er leben dann würde hier eine Orgel entstehen wie beispielsweise im Ulmer Münster, Würzburger Dom oder Frankfurter Dom – übrigens alles Orgeln die ich über alles schätze! Nun man kann sagen das verschiedene Zeiten, verschiedene Konzepte und Stile
hervorgebracht haben und ob der aktuelle Stil (französisch-symphonisch) bestand haben wird, zeigt sich in 30-40 Jahren wenn man vor einer Entscheidung steht (nämlich: Radikalkur oder Restauration!)Und Ich denke, dass viele (junge) Organisten ihre Freude an dem Instrument haben werden und deshalb wünsche ich auch allen Beteiligten und Organisten viel Glück und Freude mit der Orgel!
Mit freundlichen Grüßen
Jordan Rörsch
zu Herrn Zittich.
Wie kann man so einen Unsinn schreiben. Bedeutende Organisten haben diese Orgel gespielt und alle sind sich einig: Ein hervorragendes Instrument. Die Prinzipale unterscheiden sich alle in Klangfarbe und Charakter. Die Flöten haben sehr viel Charakter, alle klingen eigentümlich wie man es erwarten kann. Hat Herr Z. sich mal die großartigen Streicher angehört? Kann er denn überhaupt beurteilen was gut ist und was nicht? Von “misslungen” zu sprechen ist eine Frechheit und zeugt von einer Arroganz gegenüber den Billerbeckern die mit ihrer neuen Orgel höchst zufrieden sind, sowie gegenüber dem Orgelbauer der die Orgel mit viel Können und musikalischem Gespühr intoniert hat. Gerade der Klang ist bei dieser Orgel beeindruckend. Die Register sind mischfähig und ergeben immer wieder neuer Klangfarben. Was das Rückpositiv angeht: Sicherlich kann man auch noch heutzutage Schnitzereien herstellen, was aber nicht gewollt war und ist: Eine Stilkopie!
Ich gratuliere den Billerbeckern zu ihrer Orgel und kann nur sagen: Nörgler und Besserwisser wird es immer geben und wenn Herr Zittich nicht zufrieden ist….gerade ist ich China ein Sack Reis umgefallen.!
zu Herrn Zittich:
Prof. Clemens Ganz, Köln, schreibt ins Gästebuch am 3.4.2011: “Eine Orgel, noch nicht ganz fertig,
aber für den Organisten eine Freude, daran zu spielen und die vielen Farben auszukosten. …”
Lieber Förderverein,
das hier vorgestellte Orgelprojekt darf man wohl gänzlich als misslungen betrachten. Das Rückpositiv hat keinerlei Bezug zum historischen Originalgehäuse. War die Frima Fleiter nicht in der Lage eine Schnitzarbeit herzustellen, die Elemente des Hauptgehäuses aufgreift? Die Intonation des Instrumentes ist auch sehr unruhig. Das Tutti ist erschlagend laut, kein Charme in den Registern. DIe Flöten sind charakterlos, die Zungen viel zu laut. Ich bin mit dem Ergebnis dieser Arbeit nicht zufrieden, von Fleiter ist man eigentlich besseres gewöhnt. Tut mir leid, dass ich nichts positives sagen kann.
Guten Tag,
was ist ein Schamadenwerk?
Ich habe in einer Suchmaschine gefunden:
“Schamade (franz. schamade, ital. chiamata – Ruf, Schrei) ist ein mit der Trommel oder Trompete gegebenes Schallsignal, dass eine belagerte Stadt zur Übergabe oder Kapitulation bereit ist”.
Für eine Kirchenorgel schon interessant. Bei dem Orgelwerk (Register) spricht man aber auch von “Spanischen Trompeten”.
Hallo lieber Förderverein.
Ich als ehemaliger Billerbecker bin positiv überrascht, dass es so schnell mit der neuen Orgel geklappt hat und hoffe, dass der Rest auch noch realisiert wird. Klingen tut sie ja schon mal wesentlich besser als die alte Orgel. Hab’ so manches Konzert damals miterlebt und muss sagen, dass mir die neue doch vom Klang her wesentlich besser gefällt (soweit man das jetzt nach dem kurzen Hörbeispiel sagen kann). Bin gespannt, wie die neue Orgel erstmal klingt, wenn das Rückpositiv auch komplett fertig ist.
Lieber Förderverein,
über den Sinn und Unsinn von französisch-symphonischen Dispositionen möchte ich nichts hinzufügen. Klanglich wäre auch aus meiner Sicht ein deutsch-romantisches Konzept sinnvoller gewesen. Eine andere Frage die sich mir aufdrängt ist vielmehr: Wie kann man einen historischen und denkmalgeschützten Orgelprospekt mit einem derart scheußlichen Rückpositiv verunstalten? Was sagt die Denkmalbehörde dazu, oder wurde diese mal wieder mundtot gemacht? Zusätzlich kann man auch hier wieder die Frage nach dem Sinn einer schwellbaren Rückpositivlösung stellen, die klanglich mit Sicherheit hinter den Erwartungen zurück bleiben wird und dem Ziel klanglich erhöhter Raumpräsenz eigentlich auch entgegen steht. Bei solchen Lösungen kann man heute schon die Spekulation wagen, wann es den ersten Umbau, bzw. einen Rückbau geben wird. Das sind Orgellösungen nach dem Leitspruch Meister Röhrichs: “”Arbeit zieht immer Arbeit nach sich!”"
Beste Grüße.
Matthias Wirth
(Anmerk. d. Red.: Die Kritik an der optischen Gestaltung des Rückpositivs bezieht sich auf eine von uns seinerzeit veröffentlichte Fotomontage, auf der ein optisch sicherlich nicht ansprechendes und passendes Rückpositiv dargestellt war, vor dem Hintergrund, dem Laien die Positionierung eines Rückpositiv an der Orgelbrüstung grundsätzlich darzustellen.)
Nicht schon wieder Trompetten, Clairons und Flutes hamoniques…möchte ich ausrufen, angesichts der Neubaupläne im Billerbecker Dom! Auch ich habe nichts gegen französische Orgeln, aber mittlerweile tönen die hier bald in jeder Dorfkirche, mal mehr, mal weniger gelungen. Auch ich würde einer deutsch-romantischen Disposition den Vorzug geben, und verweise gern auf die große Marien-Orgel in der Basilika zu Kevelaer. Dort läßt sich neben deutscher Romantik auch vorzüglich französisches wiedergeben. Also, meine lieben Damen und Herren, nicht jeder Modeerscheinung nachgeben, vor allen Dingen nicht im Orgelbau. Die Geister, die man ruft, wird man bekanntlich nicht schnell wieder los.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gutes Gelingen für den Bau einer angemessenen Orgel!
Meinen Vorgängern im Gästebuch möchte ich mich folgendermaßen anschließen:
Sie besitzen doch eine Fleiter-Orgel, und die Fa. Fleiter ist ganz in Ihrer Nähe. Alles spricht doch dafür, erst einnmal mit Fleiter zu sprechen, was man aus und mit dem vorhandenen Instrument machen kann. Offenbar WILL jemand der Verantwortlichen das nicht, jemand HAT schon beschlossen wie die Zukunft der Billerbecker Domorgel auszusehen hat. Ist das verantwortungsvoll ? Nein.
Soeben wurde die Eggert-Orgel von 1899 der Herz-Jesu Kirche in Berlin restauriert; eine CD eines Live-Mitschnitts mit Wolfgang Seifen können Sie bei der Gemeinde erhalten. Und dann urteilen Sie selbst, ob der fulminante KLang eines gekonnt restaurierten deutsch-romantischen Instruments nicht ideal in den großen neugotschen Billerbecker Dom paßt.
Übrigens: Die Restaurierung dieser Orgel ist Scheffler, der als erster daran gearbeitet hat, nach Meinung der Herz-Jesu-Gemeinde mißlungen. Das gewünschte (und wirklich überzeugende) Ergebnis erzielte dann Friedhelm Fleiter … von der Orgelbauwerkstatt Friedr. Fleiter bei Ihnen nebenan in Nienberge !!
bei allem Verständnis für den Reiz, der von den französisch-symphonischen Klangwelten ausgeht – sehen Sie nicht nur, was Sie evtl. haben wollen; richten Sie doch bitte Ihre Aufmerksamkeit auf das, was Sie bereits haben:
Stilkopien von Cavaillé-Coll-Orgeln und ähnlichem gibt es hierzulande bereits einige; das ist mittlerweile schon zu einer Modeerscheinung geworden – wobei ich gegen dieses Klangkonzept nichts habe, ganz im Gegenteil.
Deutsch-romantische Orgeln – vor allem in der Größe wie das Ihrige Instrument – sind absolute Raritäten und aus meiner Sicht unbedingt erhaltenswert. In der Regel sind diese Instrumente ausgesprochen farbig disponiert und dabei kräftig intoniert und können was Dynamik wie Klang- vielfalt betrifft ohne weiteres mit ihren französischen Zeitgenossen mit- halten.
Auch und gerade das französisch-symphonische Repertoire kann auf so einer Orgel sehr reizvoll klingen, wenn man entsprechend zu registrieren versteht.
Der Zustand der Orgel, wie er von Ihnen beschrieben wird, ist typisch für Instrumente dieser Art und dieses Alters, besonders wenn die Klimaverhältnisse in der Kirche problematisch sind (Heizung, Luftfeuchtigkeit) und das Instrument in den über 100 Jahren seines Bestehens wenig bis gar nicht gewartet wurde. Auch eine neue Orgel wäre nach 100 Jahren unter diesen Bedingungen in ähnlichem Zustand. Aus diesem Grunde die jetzige zu verschrotten wäre ebenso schade wie überflüssig.
Orgelbaufirmen wie z.B. Christian Scheffler in Frankfurt/Oder haben sich auf die Restaurierung solcher Orgelschätze wie dem Ihren spezialisiert und dabei schon mehrfach überwältigende Ergebnisse erzielt – und das bei Instrumenten in schlechterem Zustand als dem Ihren!
Daß der Aufwand in keinem Verhältnis zum Ergebnis steht, kann man so nicht sagen – im Gegen-teil: bei vielfach geringeren Kosten als für einen Neubau erforderlich bekommen Sie ein nach modernen Ansprüchen gut funktionierendes Instrument (Spezialisten vermögen mittlerweile, pneumatische Trakturen dauerhaft zu restaurieren), das obendrein außergewöhnlich gut klingt und ausgesprochen selten ist; nicht zuletzt weil diese Instrumente zu hunderten der neobarocken Modeerscheinung der sogenannten Orgelbewegung zum Opfer – und damit der Kreissäge anheimfielen.
Daher bitte ich Sie, nicht den gleichen Fehler zu machen und Ihr Instrument der aktuellen Modeerscheinung der französisch-symphonischen Strömung zu opfern. Mehrfach schon habe ich beobachtet wie wertvolle Instrumente vernichtet wurden, weil profilierungsbestrebte Organisten Hand-in-Hand mit profitorientierten Orgelbauern der Gemeinde eine neue Orgel schmackhaft machten mit dem Argument: “Dann haben wir unsere französische Orgel, das wird die Atraktion…” und der gleichzeitigen Behauptung:” Die alte Orgel ist sowieso nicht mehr zu retten.”
Stimmt oft beides nicht: die Atraktion endet mit dem ersten Konzertzyklus,
französisch-symphonisch orientierte Orgeln gibt es wie gesagt bereits
reichlich – leider gleichen diese Kopien oft einander wie ein Ei dem anderen und sind dabei wenig individuell – und ob Ihre Orgel wirklich nicht zu retten ist – was ich nicht glaube – kann sicher am besten ein auf Restaurierung solcher Instrumente spezialisierter Betrieb beurteilen, den Sie nach meinem Dafürhalten unbedingt zu Rate ziehen sollten.
In anderen Gemeinden denkt man bereits darüber nach, Instrumente wie das Ihre – nach gleichem Muster verlorengegangen – wieder nachzubauen; (zu) späte Reue…
Suchen Sie nicht nach dem besonderen Instrument für Ihre sicher besondere Gemeinde und lassen Sie sich keines verkaufen, denn das haben Sie bereits!
Lieber Förderverein,
Ihre Absicht in alen Ehren, aber prüfen Sie bitte genau, ob eine Orgel im Sinne der französischen Romantik – bei aller allem begründeten Reiz – das Instrument ist, was Sie für den Billerbecker Dom wünschen.
Sie besitzen eine deutsch-romantische Orgel in einem erbärmlichen Zustand.
Wäre – bei allen verständlichen Versuchungen – nicht eine Fortsetzung dieses Dispositions- und Mensurationsbildes konsequent, zum Kirchenraum stilistisch und akustisch passend und auch zeitgemäß? Ich schreibe Ihnen das, weil ich schon einige Kirchengemeinden erlebt habe, die das “französische Konzept”, nach kurzer erfrischender Zeit, bedauert haben; es war zu weit vom Gewohnten entfernt und entsprang letztlich der mitreißenden Idee des amtierenden Organisten.
Ich empfehle Ihnen gerade für Ihr beeindruckendes Gotteshaus dringend: Denken Sie in engem Schulterschluss mit einem Orgelbauer, der sich daurauf versteht, den Gedanken Ihrer vorhandenen Orgel konsequent in diesem Raum zu Ende. Sie werden mit einem beeindruckenden Instrument belohnt, das weit und breit von sich reden machen wird.
Herzlich Willkommen auf der Website des Förderverein Domorgel Billerbeck e.V.
Wir freuen uns auf Ihren Eintrag in unser Gästebuch.
Anregungen und Verbesserungsvorschläge nehmen wir gerne entgegen.
Sie können uns auch direkt über das Kontaktformular erreichen.
Viel Spaß weiterhin beim surfen auf unserer Website.
16.05.2011 um 13:53:54
Guten Tag,
die Billerbecker Domorgel, (bzw. das neue Konzept)ist für mich keine Überaschung! Das was man hier
letztendlich gebaut hat, ist nichts anderes als die aktuelle Sichtweise einer “modernen” Großorgel. Würden wir heute nämlich in den 60er oder 70er leben dann würde hier eine Orgel entstehen wie beispielsweise im Ulmer Münster, Würzburger Dom oder Frankfurter Dom – übrigens alles Orgeln die ich über alles schätze! Nun man kann sagen das verschiedene Zeiten, verschiedene Konzepte und Stile
hervorgebracht haben und ob der aktuelle Stil (französisch-symphonisch) bestand haben wird, zeigt sich in 30-40 Jahren wenn man vor einer Entscheidung steht (nämlich: Radikalkur oder Restauration!)Und Ich denke, dass viele (junge) Organisten ihre Freude an dem Instrument haben werden und deshalb wünsche ich auch allen Beteiligten und Organisten viel Glück und Freude mit der Orgel!
Mit freundlichen Grüßen
Jordan Rörsch
10.05.2011 um 10:46:29
zu Herrn Zittich.
Wie kann man so einen Unsinn schreiben. Bedeutende Organisten haben diese Orgel gespielt und alle sind sich einig: Ein hervorragendes Instrument. Die Prinzipale unterscheiden sich alle in Klangfarbe und Charakter. Die Flöten haben sehr viel Charakter, alle klingen eigentümlich wie man es erwarten kann. Hat Herr Z. sich mal die großartigen Streicher angehört? Kann er denn überhaupt beurteilen was gut ist und was nicht? Von “misslungen” zu sprechen ist eine Frechheit und zeugt von einer Arroganz gegenüber den Billerbeckern die mit ihrer neuen Orgel höchst zufrieden sind, sowie gegenüber dem Orgelbauer der die Orgel mit viel Können und musikalischem Gespühr intoniert hat. Gerade der Klang ist bei dieser Orgel beeindruckend. Die Register sind mischfähig und ergeben immer wieder neuer Klangfarben. Was das Rückpositiv angeht: Sicherlich kann man auch noch heutzutage Schnitzereien herstellen, was aber nicht gewollt war und ist: Eine Stilkopie!
Ich gratuliere den Billerbeckern zu ihrer Orgel und kann nur sagen: Nörgler und Besserwisser wird es immer geben und wenn Herr Zittich nicht zufrieden ist….gerade ist ich China ein Sack Reis umgefallen.!
08.04.2011 um 21:32:37
zu Herrn Zittich:
Prof. Clemens Ganz, Köln, schreibt ins Gästebuch am 3.4.2011: “Eine Orgel, noch nicht ganz fertig,
aber für den Organisten eine Freude, daran zu spielen und die vielen Farben auszukosten. …”
07.03.2011 um 23:23:20
Lieber Förderverein,
das hier vorgestellte Orgelprojekt darf man wohl gänzlich als misslungen betrachten. Das Rückpositiv hat keinerlei Bezug zum historischen Originalgehäuse. War die Frima Fleiter nicht in der Lage eine Schnitzarbeit herzustellen, die Elemente des Hauptgehäuses aufgreift? Die Intonation des Instrumentes ist auch sehr unruhig. Das Tutti ist erschlagend laut, kein Charme in den Registern. DIe Flöten sind charakterlos, die Zungen viel zu laut. Ich bin mit dem Ergebnis dieser Arbeit nicht zufrieden, von Fleiter ist man eigentlich besseres gewöhnt. Tut mir leid, dass ich nichts positives sagen kann.
04.12.2010 um 12:53:06
Guten Tag,
was ist ein Schamadenwerk?
Ich habe in einer Suchmaschine gefunden:
“Schamade (franz. schamade, ital. chiamata – Ruf, Schrei) ist ein mit der Trommel oder Trompete gegebenes Schallsignal, dass eine belagerte Stadt zur Übergabe oder Kapitulation bereit ist”.
Für eine Kirchenorgel schon interessant. Bei dem Orgelwerk (Register) spricht man aber auch von “Spanischen Trompeten”.
30.11.2010 um 18:51:45
Was ist denn ein “Schamadenwerk”? Wie wäre es alternativ mit einem “Schamanenwerk”?
27.07.2010 um 11:21:56
Hallo lieber Förderverein.
Ich als ehemaliger Billerbecker bin positiv überrascht, dass es so schnell mit der neuen Orgel geklappt hat und hoffe, dass der Rest auch noch realisiert wird. Klingen tut sie ja schon mal wesentlich besser als die alte Orgel. Hab’ so manches Konzert damals miterlebt und muss sagen, dass mir die neue doch vom Klang her wesentlich besser gefällt (soweit man das jetzt nach dem kurzen Hörbeispiel sagen kann). Bin gespannt, wie die neue Orgel erstmal klingt, wenn das Rückpositiv auch komplett fertig ist.
Freundliche Grüße aus dem hohen Norden
Stephan Wenkers
18.08.2008 um 18:08:14
Lieber Förderverein,
über den Sinn und Unsinn von französisch-symphonischen Dispositionen möchte ich nichts hinzufügen. Klanglich wäre auch aus meiner Sicht ein deutsch-romantisches Konzept sinnvoller gewesen. Eine andere Frage die sich mir aufdrängt ist vielmehr: Wie kann man einen historischen und denkmalgeschützten Orgelprospekt mit einem derart scheußlichen Rückpositiv verunstalten? Was sagt die Denkmalbehörde dazu, oder wurde diese mal wieder mundtot gemacht? Zusätzlich kann man auch hier wieder die Frage nach dem Sinn einer schwellbaren Rückpositivlösung stellen, die klanglich mit Sicherheit hinter den Erwartungen zurück bleiben wird und dem Ziel klanglich erhöhter Raumpräsenz eigentlich auch entgegen steht. Bei solchen Lösungen kann man heute schon die Spekulation wagen, wann es den ersten Umbau, bzw. einen Rückbau geben wird. Das sind Orgellösungen nach dem Leitspruch Meister Röhrichs: “”Arbeit zieht immer Arbeit nach sich!”"
Beste Grüße.
Matthias Wirth
(Anmerk. d. Red.: Die Kritik an der optischen Gestaltung des Rückpositivs bezieht sich auf eine von uns seinerzeit veröffentlichte Fotomontage, auf der ein optisch sicherlich nicht ansprechendes und passendes Rückpositiv dargestellt war, vor dem Hintergrund, dem Laien die Positionierung eines Rückpositiv an der Orgelbrüstung grundsätzlich darzustellen.)
17.06.2005 um 19:39:18
orgeln in dem deutschlands den billerbecker dom orgel ist super schoen!
und wieviel kost die groesste pfeife?
05.05.2005 um 17:51:10
Nicht schon wieder Trompetten, Clairons und Flutes hamoniques…möchte ich ausrufen, angesichts der Neubaupläne im Billerbecker Dom! Auch ich habe nichts gegen französische Orgeln, aber mittlerweile tönen die hier bald in jeder Dorfkirche, mal mehr, mal weniger gelungen. Auch ich würde einer deutsch-romantischen Disposition den Vorzug geben, und verweise gern auf die große Marien-Orgel in der Basilika zu Kevelaer. Dort läßt sich neben deutscher Romantik auch vorzüglich französisches wiedergeben. Also, meine lieben Damen und Herren, nicht jeder Modeerscheinung nachgeben, vor allen Dingen nicht im Orgelbau. Die Geister, die man ruft, wird man bekanntlich nicht schnell wieder los.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gutes Gelingen für den Bau einer angemessenen Orgel!
21.04.2005 um 10:59:50
Guten Tag,
Meinen Vorgängern im Gästebuch möchte ich mich folgendermaßen anschließen:
Sie besitzen doch eine Fleiter-Orgel, und die Fa. Fleiter ist ganz in Ihrer Nähe. Alles spricht doch dafür, erst einnmal mit Fleiter zu sprechen, was man aus und mit dem vorhandenen Instrument machen kann. Offenbar WILL jemand der Verantwortlichen das nicht, jemand HAT schon beschlossen wie die Zukunft der Billerbecker Domorgel auszusehen hat. Ist das verantwortungsvoll ? Nein.
17.03.2005 um 09:44:59
Dann muß auch ich noch einmal kurz heran:
Soeben wurde die Eggert-Orgel von 1899 der Herz-Jesu Kirche in Berlin restauriert; eine CD eines Live-Mitschnitts mit Wolfgang Seifen können Sie bei der Gemeinde erhalten. Und dann urteilen Sie selbst, ob der fulminante KLang eines gekonnt restaurierten deutsch-romantischen Instruments nicht ideal in den großen neugotschen Billerbecker Dom paßt.
Übrigens: Die Restaurierung dieser Orgel ist Scheffler, der als erster daran gearbeitet hat, nach Meinung der Herz-Jesu-Gemeinde mißlungen. Das gewünschte (und wirklich überzeugende) Ergebnis erzielte dann Friedhelm Fleiter … von der Orgelbauwerkstatt Friedr. Fleiter bei Ihnen nebenan in Nienberge !!
23.11.2004 um 19:53:49
Sehr geehrter Förderverein,
bei allem Verständnis für den Reiz, der von den französisch-symphonischen Klangwelten ausgeht – sehen Sie nicht nur, was Sie evtl. haben wollen; richten Sie doch bitte Ihre Aufmerksamkeit auf das, was Sie bereits haben:
Stilkopien von Cavaillé-Coll-Orgeln und ähnlichem gibt es hierzulande bereits einige; das ist mittlerweile schon zu einer Modeerscheinung geworden – wobei ich gegen dieses Klangkonzept nichts habe, ganz im Gegenteil.
Deutsch-romantische Orgeln – vor allem in der Größe wie das Ihrige Instrument – sind absolute Raritäten und aus meiner Sicht unbedingt erhaltenswert. In der Regel sind diese Instrumente ausgesprochen farbig disponiert und dabei kräftig intoniert und können was Dynamik wie Klang- vielfalt betrifft ohne weiteres mit ihren französischen Zeitgenossen mit- halten.
Auch und gerade das französisch-symphonische Repertoire kann auf so einer Orgel sehr reizvoll klingen, wenn man entsprechend zu registrieren versteht.
Der Zustand der Orgel, wie er von Ihnen beschrieben wird, ist typisch für Instrumente dieser Art und dieses Alters, besonders wenn die Klimaverhältnisse in der Kirche problematisch sind (Heizung, Luftfeuchtigkeit) und das Instrument in den über 100 Jahren seines Bestehens wenig bis gar nicht gewartet wurde. Auch eine neue Orgel wäre nach 100 Jahren unter diesen Bedingungen in ähnlichem Zustand. Aus diesem Grunde die jetzige zu verschrotten wäre ebenso schade wie überflüssig.
Orgelbaufirmen wie z.B. Christian Scheffler in Frankfurt/Oder haben sich auf die Restaurierung solcher Orgelschätze wie dem Ihren spezialisiert und dabei schon mehrfach überwältigende Ergebnisse erzielt – und das bei Instrumenten in schlechterem Zustand als dem Ihren!
Daß der Aufwand in keinem Verhältnis zum Ergebnis steht, kann man so nicht sagen – im Gegen-teil: bei vielfach geringeren Kosten als für einen Neubau erforderlich bekommen Sie ein nach modernen Ansprüchen gut funktionierendes Instrument (Spezialisten vermögen mittlerweile, pneumatische Trakturen dauerhaft zu restaurieren), das obendrein außergewöhnlich gut klingt und ausgesprochen selten ist; nicht zuletzt weil diese Instrumente zu hunderten der neobarocken Modeerscheinung der sogenannten Orgelbewegung zum Opfer – und damit der Kreissäge anheimfielen.
Daher bitte ich Sie, nicht den gleichen Fehler zu machen und Ihr Instrument der aktuellen Modeerscheinung der französisch-symphonischen Strömung zu opfern. Mehrfach schon habe ich beobachtet wie wertvolle Instrumente vernichtet wurden, weil profilierungsbestrebte Organisten Hand-in-Hand mit profitorientierten Orgelbauern der Gemeinde eine neue Orgel schmackhaft machten mit dem Argument: “Dann haben wir unsere französische Orgel, das wird die Atraktion…” und der gleichzeitigen Behauptung:” Die alte Orgel ist sowieso nicht mehr zu retten.”
Stimmt oft beides nicht: die Atraktion endet mit dem ersten Konzertzyklus,
französisch-symphonisch orientierte Orgeln gibt es wie gesagt bereits
reichlich – leider gleichen diese Kopien oft einander wie ein Ei dem anderen und sind dabei wenig individuell – und ob Ihre Orgel wirklich nicht zu retten ist – was ich nicht glaube – kann sicher am besten ein auf Restaurierung solcher Instrumente spezialisierter Betrieb beurteilen, den Sie nach meinem Dafürhalten unbedingt zu Rate ziehen sollten.
In anderen Gemeinden denkt man bereits darüber nach, Instrumente wie das Ihre – nach gleichem Muster verlorengegangen – wieder nachzubauen; (zu) späte Reue…
Suchen Sie nicht nach dem besonderen Instrument für Ihre sicher besondere Gemeinde und lassen Sie sich keines verkaufen, denn das haben Sie bereits!
Mit ganz herzlichen Grüßen,
Peter Hein
13.04.2004 um 22:06:54
Lieber Förderverein,
Ihre Absicht in alen Ehren, aber prüfen Sie bitte genau, ob eine Orgel im Sinne der französischen Romantik – bei aller allem begründeten Reiz – das Instrument ist, was Sie für den Billerbecker Dom wünschen.
Sie besitzen eine deutsch-romantische Orgel in einem erbärmlichen Zustand.
Wäre – bei allen verständlichen Versuchungen – nicht eine Fortsetzung dieses Dispositions- und Mensurationsbildes konsequent, zum Kirchenraum stilistisch und akustisch passend und auch zeitgemäß? Ich schreibe Ihnen das, weil ich schon einige Kirchengemeinden erlebt habe, die das “französische Konzept”, nach kurzer erfrischender Zeit, bedauert haben; es war zu weit vom Gewohnten entfernt und entsprang letztlich der mitreißenden Idee des amtierenden Organisten.
Ich empfehle Ihnen gerade für Ihr beeindruckendes Gotteshaus dringend: Denken Sie in engem Schulterschluss mit einem Orgelbauer, der sich daurauf versteht, den Gedanken Ihrer vorhandenen Orgel konsequent in diesem Raum zu Ende. Sie werden mit einem beeindruckenden Instrument belohnt, das weit und breit von sich reden machen wird.
Herzliche Grüße,
Ihr Guido Schütte
10.04.2004 um 22:01:28
Herzlich Willkommen auf der Website des Förderverein Domorgel Billerbeck e.V.
Wir freuen uns auf Ihren Eintrag in unser Gästebuch.
Anregungen und Verbesserungsvorschläge nehmen wir gerne entgegen.
Sie können uns auch direkt über das Kontaktformular erreichen.
Viel Spaß weiterhin beim surfen auf unserer Website.
Ihr Förderverein Domorgel Billerbeck e.V.