Pressestimmen

Konzert für Orgel und Trompete

2017 12 05 Konzert Trompete Orgel 2017 12 05 Konzert Orgel+Trompete Mönkediek+Maschke

Billerbecker Anzeiger vom 05.12.2017

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Orgelkonzert mit Anna-Victoria Baltrusch

2017 11 10 Konzert Baltrusch 2017 11 10 Konzert Baltrusch

Billerbecker Anzeiger vom 10.11.2017

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2017 09 17 Konzert Orgel Posaune Ankündigung 401x1024 2017 09 17 Jurassic Park erklingt im Dom

Billerbecker Anzeiger vom 16.09.2017

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Chororgel verbirg Gänse-Mysterium

2017 05 Chororgel Gänse 843x1024 2017 05 20 Chororgel Gänse

Billerbecker Anzeiger vom 20.05.2017

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2017 05 Latry 2017 05 16 Konzert Latry

Billerbecker Anzeiger vom 16.05.2017

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Presse1 2017 03 26 Hochfest Ludgerus Presse 2

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Festgottesdienst zum Hochfest des Heiligen Ludgerus

Bildergalerie zum Hochfest des Heiligen Ludgerus 2017

Fotos:
Bischöfliches Generalvikariat Münster – Hauptabteilung Generalvikar
Abteilung Medien- und Öffentlichkeitsarbeit/Bischöfliche Pressestelle

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Presse2 2017 03 26 Hochfest Ludgerus Presse 1

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Ein spannendes Festival

Zum Artikel

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Zeitgemäßes Orgelspiel führt zum Sieg

Westfalen Impro 6: Traditionsinstrument mit moderner Technik

DSC 0009 23 200x300 2016 11 02 Westfalen Impro 6: Traditionsinstrument mit moderner Technik

Freuen sich auf einen spannenden Orgelwettbewerb Westfalen Impro 6 (v.l.): Lukas Maschke, Dr. Thomas Perick, Projektkoordinatorin Anne Temmen-Bracht, Prof. Tomasz Adam-Nowak und Raimund Pingel.

Münster/Billerbeck. Die Orgel ist „auf dem besten Weg, sich in Westfalen als Musikinstrument im öffentlichen Bewusstsein zu etablieren“. Vorstandsmitglied Raimund Pingel sieht darin auch eine Bestätigung der vielfältigen entsprechenden Bemühungen des Vereins Westfalen-Initiative. Dieser setzt für die Zukunft auf eine bessere Vernetzung der regionalen Akteure und stärkere Nachwuchsförderung durch einen im Aufbau befindlichen Orgelverbund Westfalen sowie auf das grenzüberschreitende Renommee des internationalen Wettbewerbs für Orgelimprovisation „Westfalen Impro“. Darauf verwies Pingel, Mit-begründer der Orgel-Aktivitäten der Westfalen-Initiative, im Vorfeld der sechsten Auflage dieses musikalischen Vorzeigeprojektes, das längst weit über Fachkreise hinaus anerkannt ist.

„Der Wettbewerb wird ganz sicher wieder ein Markstein sein, der in ganz Europa wahrgenommen wird“, ist auch Prof. Tomasz Adam Nowak überzeugt. Er ist Gesamtleiter von Westfalen Impro 6 und Vorsitzender der Jury, die mit dem Franzosen Philippe Lefebvre und dem Niederländer Jos van der Kooy weitere anerkannte Experten umfasst. Spannen-de neue musikalische Akzente erwarten alle Beteiligten nicht zuletzt durch die Ausrichtung des Wettbewerbs an zwei Instrumenten, der Schuke-Orgel der Stadt- und Marktkirche St. Lamberti Münster und der Fleiter-Orgel im Ludgerus Dom zu Billerbeck. Letztere ist erst vor wenigen Monaten fertiggestellt worden und bietet als modernstes Instrument seiner Art im weiten Umkreis den Musikern bislang ungekannte Herausforderungen und technische Möglichkeiten. Darauf verwiesen während eines Pressetermins Jury-Sekretär und Dom-Organist Lukas Maschke und Dr. Thomas Perick, Vorsitzender des Fördervereins Domorgel Billerbeck, der in diesem Jahr erstmals Kooperationspartner der Westfalen-Initiative ist.

Dieser Aufgabe stellen sich vom 10. bis 13. November elf Kandidaten aus vier Ländern. Sie haben bereits die erste Wettbewerbs-Vorrunde überstanden, zu der 21 Bewerber aus acht Nationen ihre Tonaufnahmen eines selbst gewählten Chorals eingereicht hatten. Im weiteren Verlauf gilt es nun für sie, kreativ mit den weiteren gestellten Aufgaben umzugehen und dabei die sichere Beherrschung der musikalischen Formen sowie eine originelle Tonsprache zu zeigen. „Wir leben im 21. Jahrhundert. Die Kandidaten sollen zeitgemäß Orgel spielen und nicht nur die alten Meister kopieren“, erläuterte Nowak wesentliche Jury-Kriterien. „Wer den Wettbewerb gewinnt, legt damit oft genug den Grundstein für eine internationale Karriere“, verwies Nowak auf frühere Sieger.

Interessenten haben während dreier Konzerte die Möglichkeit, sich von der Klasse der Wettbewerbsteilnehmer zu überzeigen. Am Freitag, 11. November, spielen ab 20 Uhr die Finalteilnehmer des Wettbewerbs in St. Lamberti Münster. Der Eintritt ist frei. Ein gemeinsames Konzert des Hauptpreisträgers sowie der drei Juroren gibt es dann am Samstag, 12. November, ab 20 Uhr in St. Lamberti Münster. Der Eintritt dazu kostet zehn Euro. Studierende bis 28 Jahre zahlen acht Euro. Dieselben Musiker bestreiten auch das kostenlose Konzert am Sonntag, 13. November, ab 17 Uhr im Ludgerus-Dom zu Billerbeck, das mit der feierlichen Preisüberreichung verbunden ist.
Der Sieger von Westfalen Impro 6 erhält ein Preisgeld von 3.000 Euro. Außerdem werden zwei Förderpreise vergeben, von denen einer ein Publikumspreis ist. Die Konzertbesucher am 11. November sind hierfür zur Stimmabgabe aufgerufen. Weitere Informationen sind erhältlich unter www.westfalen-impro.de.

Kontakt: Christoph Boll, Westfalen-Initiative, Tel. 0251-5916404
cboll@westfalen-initiative.de

Zur Westfalen-Initiative:
Die Westfalen-Initiative will die westfälische Identität schärfen und das bürgerschaftliche Engagement in Westfalen stärken. Sie setzt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Westfalens Impulse für die Region, damit diese sich im Wettbewerb der Regionen behauptet und ihre in Geschichte und Tradition entwickelten Stärken voll entfaltet. Die Aktivitäten der Westfalen-Initiative sind vielfältig. Sie reichen von kulturellen Projekten über die Stärkung der Stadt- und Regionalentwicklung bis zu Innovationsprojekten. Die Westfalen-Initiative im

Internet: www.westfalen-initiative.de

Westfalen-Initiative
Piusallee 6
48147 Münster
Tel.: 0251 591 6406
Fax: 0251 591 3249
info@westfalen-initiative.de

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Wettstreit an zwei Orgeln

Westfälische Nachrichten vom 31.10.2016

Improvisationswettbewerb in Münster und Billerbeck

Improvisationswettbewerb in Muenster und Billerbeck Wettstreit an zwei Orgeln image 630 420f wn 300x213 2016 10 31 Improvisationswettbewerb in Münster und Billerbeck

Im Billerbecker Dom spielen die elf Teilnehmer an der Fleiter-Orgel den ersten Durchgang. Die Jury um Tomasz Adam Nowak hört sie, sieht sie aber nicht. Foto: Westfalen-Impro

Münster/Billerbeck – „Es gibt viele Wettbewerbe für Interpreten, aber nur wenige für Improvisatoren“, sagt Tomasz Adam Nowak. Eine der seltenen Gelegenheiten, auf die „alte ehrwürdige Kunst“ der Orgelimprovisation aufmerksam zu machen, bietet sich im November wieder beim Internationalen Wettbewerb „Westfalen Impro“, der bereits zum sechsten Mal stattfindet. Diesmal jedoch mit einer spannenden Neuerung: Gleich zwei der imposantesten Orgeln in der Region kommen ins Spiel, nämlich das Schuke-Instrument in Münsters Lamberti-Kirche, an dem der Jury-Vorsitzende Nowak seinen kirchenmusikalischen Dienst tut, und die Fleiter-Orgel im Billerbecker Dom. Neben der Westfalen-Initiative ist der Förderverein Domorgel Billerbeck als Veranstalter im Boot.

Nowak hat als Mit-Juroren den Niederländer Jos van der Kooy und den Franzosen Philippe Lefebvre eingeladen, Professoren wie er und ebenfalls gefeierte Improvisatoren. Nicht nur die Teilnehmer, sondern auch diese drei Experten müssen im Wettbewerbsprogramm Farbe bekennen: Wenn am 12. November ein Gewinner feststeht, werden sie mit ihm (oder ihr) zusammen ein gemeinsames Konzert gestalten, in dem Kirchenlieder aus ihren Herkunftsländern die Grundlage des Improvisierens bilden. Und um die Spannung zu steigern, werden sie die Lied-Vorlagen miteinander tauschen.

Im eigentlichen Wettstreit jener elf Teilnehmer, die aus 21 jungen Bewerbern nach ihren eingesandten Tonaufnahmen ausgewählt wurden, bekommt jeder von ihnen am 10. November in Billerbeck dieselbe Aufgabe gestellt, darf sich eine Stunde lang vorbereiten und muss dann an der Fleiter-Orgel zeigen, was er mit dem Thema anfangen kann. „Es ist musikalischer Sport“, sagt Nowak lachend und nennt als Entscheidungskriterien die eigene musikalische Sprache des Teilnehmers, die Form seiner Improvisation und die Kreativität im Umgang mit dem Thema. Virtuosität allein wird nicht reichen, das perfekte Eintauchen in den Stil eines Bach oder eines Mendelssohn auch nicht, betont Nowak: „Wir leben im 21. Jahrhundert, da kann man sich nicht nur in die alte Zeit versetzen.“ Die Finalrunde der fünf besten Teilnehmer am 11. November in Münster ähnelt in der Aufgabenstellung dem ersten Durchgang, allerdings haben die Organisten dann nicht nur eine Viertelstunde, sondern 20 Minuten Zeit für ihr Werk.

Das Publikum darf an diesem Tag ebenfalls einen Preis vergeben – und hat den Juroren sogar etwas voraus: Es bekommt die Teilnehmer auch zu sehen, währen die Jury hinter einem Paravant sitzt und sich allein aufs Hören konzentrieren muss. Den Teilnehmern, die es nicht ins Finale schafften, winkt übrigens die kostenfreie Teilnahme am Meisterkurs, den die Juroren am 11. und 12. November anbieten. Offizielle Preisverleihung (wieder mit Jurorenkonzert) ist am 13. November in Billerbeck.

Von unserem Redaktionsmitglied Harald Suerland

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Abschluss Baumberger Orgelsommer

Billerbecker Anzeiger vom 10.10.2016

Kritik Konzert Prof. Bönig 09.10.2016 1024x974 2016 10 09 Abschluss Baumberger Orgelsommer Kritik

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Abschluss Baumberger Orgelsommer

Billerbecker Anzeiger vom 04.10.2016

Artikel AZ Winfried Bönig 1024x789 2016 10 07 Abschluss Baumberger Orgelsommer

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Feine Stimmen erklingen

Erstes Konzert mit der neuen Chororgel begeistert Zuhörer

BILLERBECK. Da staunte man nicht schlecht bei dem Blick auf den Programmzettel, den Lukas Maschke vor seinem Orgelkonzert. im Dom verteilen ließ: ein  ”Kracher” nach dem nächsten war darauf notiert – fünf “Highlights” der Orgelliteratur, von dem jedes für sich genommen als krönendes Konzert-Finale eine gute Figur macht. Maschke spielte sie nach der Reihe. Und wer sich ein wenig auskannte in Sachen Orgelmusik, der wusste, welch ein Arbeitspensum Maschke sich da “verordnet” hatte.

Solche Kenner saßen offensichtlich im Publikum, denn nach dem letzten strahlenden A-Dur-Akkord tönten „Bravi” durch den Dom und spontan gab es Standing Ovations. Die hatte Maschke sich aber auch voll und ganz verdient. Zumal er sozusagen unter erschwerenden Bedingungen agierte: der neue Generalspieltisch, ein optisch wie technisch formidables Möbel, bringt aus rein physikalischen Gründen eine unvermeidliche Zeitverzögerung zwischen Tastenanschlag des Organisten und Erklingen des Pfeifentons mit sich. Das kann irritieren. Aber Maschke nicht, jedenfalls nicht spürbar für den Zuhörer. Wie der Interpret durchs die rauschenden Klangkaskaden in Franz Liszts “B-A-C-H”-Präludium nebst Fuge flog, die “dicken” Akkord-Brocken in Max Regers d-Moll-Introduktion und Passacaglia auftürmte, das war schon sensationell. Und erst Jehan Alains “Trois Danses”, sicher das opus summum des 1940 im Zweiten Weltkrieg von einer feindlichen Gewehrkugel getöteten französischen Komponisten: eine unglaublich dichte Meditation über Freuden, Trauer und Kämpfe, die Organisten mitunter vor große spieltechnische Herausforderungen stellt. Maschke meisterte sie mit Grandezza. 

Und die neue Chororgel? Sie zeigte sich an diesem denkwürdigen Konzertabend von ihrer besten Seite – nicht zuletzt, weil Billerbecks Kantor sie klanglich hübsch in Szene zu setzen verstand, schon gleich zu Beginn in Johann Sebastian Bachs Fantasie G-Dur. Anfangs und am Ende geht es in diesem Werk eher kammermusikalisch zu. Ideale Gelegenheit also, die feinen Stimmen des feierlich geweihten Instruments zu präsentieren, ihren Charme, ihre Eleganz. Die neue “kleine Schwester” der großen Fleiter-Orgel auf der Empore ist eine echte Bereicherung und bietet zusammen mit den Finessen des neuen Generalspieltisches ungeahnte und einzigartige Möglichkeiten, die es bislang an keiner anderen Orgelanlage im Münsterland gibt. Ans ultimative Enden seines Mammut-Programms setzte Maschke dann das Finale aus Louise Viernes 5. Sinfonie – abermals ein Virtuosenstück. in dem der Interpret nicht den leisesten Zweifel an seiner musikalischen wie technischen Kompetenz aufkommen ließ – eben ein echter Könner.

Von Christoph Schulte im Walde

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Kleine Schwester ertönt im Dom

Pontifikalamt mit Abt Laurentius Schlieker

“Es klingt in ihnen die Sehnsucht Gottes nach uns, damit wir seiner Nähe begreifen, dass wir in Gott leben.” Abt Laurentius Schlieker

BILLERBECK. Die “Königin der Instrumente”, die Hauptorgel im Dom, hat Zuwachs bekommen. Die “Neue” ist sozusagen die kleine Schwester der großen Orgel. Die Rede ist von der neuen Chororgel, die im Rahmen eines feierlichen Pontifikalamtes mit Laurentius Schlieker, Abt der Benediktinerabtei Gerleve, eingeweiht wurde. “Die Orgel gab es in biblischer Zeit noch nicht, beiden alten Römern wurde sie als Unterhaltungsinstrument in der Arena bei Wagenrennen eingesetzt”, so der Abt in seiner Predigt.

Worin liegt das Geheimnis der Orgel, was klingt hinter ihren Klängen, was hinter den Hymnen und Psalmen, Motetten und Toccaten? “Es klingt in ihnen die Sehnsucht Gottes nach uns, damit wir seiner Nähe begreifen, dass wir in Gott leben”, sagte Laurentius Schlieker. Die musikalische Gestaltung der Liturgie übernahm die Kantorei Anna Katharina Coesfeld unter der Leitung von Ralf Blasi und Lukas Maschke an der Orgel.

Ralf Blasig und Lukas Maschke überraschten die Pfarrgemeinde im vollbesetzten Dom mit original englischen Chorwerken aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Vor dem Schlusssegen dankte der Vorstandsvorsitzende des Fördervereins Domorgel, Dr. Thomas Perick, allen Helfern, den Sponsoren und Handwerkern. Mit der Überreichung der Urkunden an Propst Hans-Bernd Serries übergab er die Chororgel offiziell an die Katholische Kirchengemeinde St. Johann/ St. Ludger.

Von Manfred van Os

Kleine Schwester ertönt im Dom

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Neues Instrument mit Charme

Chororgel im Billerbecker Dom eingeweiht und im ersten Konzert erprobt

BILLERBECK. Während eines feierlichen Pontifikalhochamtes wurde am Sonntag von Abt Laurentius Schlieker (Abtei Gerleve) die neue Chororgel im Billerbecker Ludgerus-Dom geweiht. Gut zwei Jahre nach Indienststellung der großen Fleiter-Orgel auf der Westempore bekam das Gotteshaus damit ein zweites Instrument, das im vorderen nördlichen Seitenschiff installiert wurdeund vor allem den Domchören eine spürbare musikalische Unterstützung bieten wird.

Aber auch als Konzertinstrument macht die Orgel eine gute Figur, wie das Festkonzert am Abend des Weihetages mit Ludgerus-Kantor Lukas Maschke eindrucksvoll belegte. Der nahm dazu am ebenfalls neu erbauten fahrbaren Generalspieltisch Platz und “dirigierte” von dieser Stelle aus sein üppig besetztes Pfeifen-Orchester. Denn dieser Spieltisch macht es möglich, Haupt- und Chororgel gleichzeitig anzusteuern, was für interessante Effekte sorgt. Erbaut wurde die Chororgel in der “Orgelbauwerkstatt Waltershausen“, rund 50 Kilometer westlich von Erfurt gelegen. Dort entstehen seit 25 Jahren neue Instrumente und werden alte restauriert.

In Billerbeck konnte ein Konzept realisiert werden, bei dem fünf eigenständige Pfeifenreihen von je unterschiedlichem Klangcharakter elf Register ergeben. Ganz bewusst sind es neben dem “Prinzipal”-Register, das für ein ordentliches klangliches Rückgrat sorgt, dezente und intime Farben, die dem Instrument Charme verleihen. Und die setzte Lukas Maschke während seines beeindruckenden Weihekonzertes mit viel Fingerspitzengefühl ein. Erst noch auszuloten sind die ungeahnten Möglichkeiten, die sich angesichts innovativer elektronischer Spielhilfen ergeben. Am heutigen Dienstag beginnt die Billerbecker Festwoche, in der beide Orgeln ausgiebig zum Einsatz kommen.

Von unserem Mitarbeiter Christoph Schulte im Walde

Instrument mit Charme

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Fingerspitzengefühl beim Orgelbau

Wolfgang Born setzt Pfeifen ein / Weihe am kommenden Sonntag mit Abt Laurentius Schlieker im Dom

BILLERBECK. Krücken, Kehlen und Zungen, Keile und Stiefel, Becher und Nüsse – damit beschäftigt sich Wolfgang Born schon seit über dreißig Jahren. Und in diesen Tagen aktuell im Ludgerus-Dom. Denn Wolfgang Born ist Orgelbauer. Ein ganz spezieller. Er kümmert sich nämlich um einen der beiden grundsätzlichen Pfeifentypen, die in einer Orgel in der Regel anzutreffen sind: den sogenannten “Zungenpfeifen”. Und die bestehen aus eben jenen Bauteilen, mit den genannten, für den Laien erst einmal rätselhaften Begriffen.

Eine Zungenstimme gibt es auch in der fast fertig gestellten Chororgel im Dom: ein Englisch Horn. Das hat Born in seiner Werkstatt im niedersächsischen Fredelsloh am Ostrand des Sollings in Handarbeit aus Zinn gegossen, geformt und gelötet. Seit Montag geht es ihm darum, jede einzelne Pfeife genau so zu bearbeiten, dass sie zusammen mit den übrigen ein harmonisches Ganzes ergeben und klanglich perfekt in den Kirchenraum passen. Eine mitunter mühsame und zeitintensive Angelegenheit, die eine unglaubliches Fingerspitzengefühl und viel Geduld erfordert.

Viel Arbeit also, die man eigentlich gar nicht sieht – aber hört. Zu sehen dagegen ist für jeden Dom-Besucher ein echtes optisches Highlight: der neue Generalspieltisch mit seinen vier Manualen und Pedal für Haupt- und Chororgel. Der hat seinen Platz im vorderen linken Seitenschiff des Domeseingenommen. Ein imposantes Schmuckstück, dessen technische Konzeption einzigartig ist für das gesamte Münsterland. Tastenfessel, frei einstellbare Koppeln, nahezu unbegrenzt speicherbare Klangkombinationen – da schlägt bei jedem Orgel-Fan das  Herz gleich höher.

Und diese Ressourcen dürften in Zukunft auch die ohnehin schon reichlich vorhandene Fantasie von Domkantor Lukas Maschke noch einmal gewaltig beflügeln. Vielleicht schon am kommenden Sonntag, wenn die feierliche Orgelweihe im Rahmen des Pontifikalhochamtes ab 10 Uhr mit AbtLaurentius Schlieker aus Gerleve vollzogen wird. Um 18 Uhr erklingen beide Orgeln dann zum ersten Mal zusammen in einem Konzert, das Maschke gestalten wird. Und natürlich sitzen dann auch Mitarbeiter der thüringischen Orgelbauwerkstatt Waltershausen im Publikum, die in den vergangenen Wochen viel Energie in dieses Orgelprojekt gesteckt haben. In der nächsten Woche hat die Katholische Kirchengemeinde anlässlich der Orgelweihe eine Festwoche organisiert mit einem vielfältigen Programm für die ganze Familie.

Von Christoph Schulte im Walde

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Chororgel Billerbeck 809x1024 2016 06 23 Musikalischer Farbtupfer

Bau der neuen Chororgel (Billerbecker Anzeiger)

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Erfolgreicher Auftakt für Baumberger Orgelsommer

Billerbeck. Der Start des Baumberger Orgelsommers durch die Veranstaltergemeinschaft „Baumberger Orgelsommer“ im Dom war erfolgreich. Denn: Rund 250 Besucher haben das erste Konzert der Veranstaltungsreihe besucht. Der Domorganist zu Paderborn, Tobias Aehlig, hatte ein anspruchsvolles Programm auf den Spieltisch der Orgel abgelegt. Er begann mit seiner Eigenschöpfung Improvisation „Suite francaise“, einer neunsätzigen Suite, in der die Satzbezeichnungen die verschiedenen Klangmischungen wie Flöten, Klarinette, Trompeten darstellen. Jehan Alain (1911-1940) war der Komponist der zweiten Fantasie, die eindrucksvoll von Aehlig interpretiert wurde. Von meditativem Charakter war „Le banquet céleste“ (das himmlische Gastmahl) von Olivier Messiaen (1908-1992). César Franck (1822-1890) gehörte zu den bekanntesten Komponisten seiner Zeit. Im Dom erklang von ihm „Prière“ (Gebet). Zum Abschluss gab es vom Interpreten geschaffene Improvisationen in zwei symphonischen Skizzen zum Pfingstfest. Stehend bedankte sich das Publikum für das hervorragende Konzert. 

Das nächste Konzert des Baumberger Orgelsommers ist am 29. Mai in St. Pankratius Buldern. Dort spielt Andreas Wermeling.

Von Manfred van Os

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Krönender Abschluss zum Genießen

Billerbecker Anzeiger vom 02.01.2016

Sänger und Orchester begeistern das Publikum im voll besetzten Dom / Krönungsmesse der Höhepunkt

Billerbeck. Kein einziger Sitzplatz war beim Jahresabschlusskonzert im Ludgerusdom mehr zu haben. Schon vor dem Einlass warteten am Seitenportal viele Menschen, die in den Dom wollten. Propst Hans-Bernd Serries verwies in seiner Begrüßung auf den ersten Programmbeitrag, die Coronation Anthem (Krönungshymne) von Georg Friedrich Händel, die von der Krönung des Königs Salomon handelt. Lukas Maschke hatte mit Geschick ein Programm zusammengestellt, das immer wieder Bezug zu Königen und Krönungen nahm.

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Der Propsteichor und das Kourion-Orchester zeigten sich bestens aufgelegt und sorgten für ein erhebendes Klangerlebnis im voll besetzten Ludgerus-Dom. Foto: mvo

Mächtig stiegen das gut aufgestellte Kourion-Orchester Münster und der allerbestens vorbereitete Propsteichor Billerbeck in die Krönungshymne ein. Für einen König komponierte Händel auch die Wassermusik. Im Dom erklang die Suite Nr. 2 in D-Dur. Sie ist von allen Teilen der Wassermusik der bekannteste. Einfach großartig das Wechselspiel von Streichern und Hörnern. König Georg 1. gefiel die Aufführung auf der Themse 1717.

Für den Geburtstag der Königin Anne 1717 schrieb Händel die Arie aus der „Ode for the Birthday of Queen Anne“. Jenny Haecker mit ihrem lyrischen Sopran war genau dafür die richtige Besetzung. Wundervoll das kunstvolle Miteinander von Trompete und Sopran, ein absoluter purer Genuss.
Weihnachtlich wurde es mit der Weihnachtskantate für Chor, Solisten und Orchester „Ach! Dass du den Himmel zerrissest!“ von Wilhelm Friedemann Bach, dem ältesten Sohn von J. S. Bach. Untadelig die vier Solisten Jenny Haecker (Sopran), Ina Susanna Hirschfeld (Alt), Nils Giebelhausen (Tenor) und Michael Nonhoff (Bass). Für das sehr gute Miteinander aller Beteiligten sorgte Kantor Lukas Maschke mit seiner klaren und deutlichen Zeichengebung.

Das französische Weihnachtslied „Les Anges dans nos Campagnes“ kennt man bei uns unter dem Titel „Hört ihr wie die Engel singen“. Die einzelnen Strophen wurden von den Solisten gesungen und abgeschlossen wurden sie jubelnd vom Chor und dem Publikum mit dem „Gloria in excelsis deo“.
Höhepunkt des Konzerts war ohne Zweifel die „Krönungsmesse“ KV 317 von W. A. Mozart. Leise begann Jenny Haecker mit dem Kyrie. Grandios das Gloria mit allen Solisten und dem Chor. Mit der nötigen Innigkeit sang Haecker das Agnus Dei, welches durch den Chor ein fulminantes Finale fand.

Gemeinsamer festlicher Abschluss mit allen Beteiligten war das Weihnachtslied „O du fröhliche“. Das Publikum spendete den hervorragenden Interpreten auch zwischen den Zugaben „Tolite Hostias“ aus dem Oratorio de Noël von Camille Saint-Saens und einem Stück aus der Krönungsmesse mehrfach stehende Ovationen.

Bilderstrecke

Von Manfred van Os

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Mozart krönt das Konzert zum Jahresabschluss

Billerbecker Anzeiger vom 23.12.2015

Aufführung am 30. 12. im Dom / Noch Karten erhältlich

Billerbeck. Für das traditionelle Jahresabschlusskonzert am Mittwoch (30.12.) im Dom sind noch Karten erhältlich – und könnten vielleicht als Weihnachtsgeschenk Freude bereiten. Beginn des Konzertes ist 20 Uhr, Einlass ab 19.15 Uhr. Es wird unterstützt vom Förderverein Domorgel. Es erklingen festliche Werke des Barock und der Klassik: die berühmte Krönungshymne „Zadok the priest“ von Georg Friedrich Händel, außerdem eine seiner Orchestersuiten aus der „Wassermusik“. Zur Weihnachtszeit passend kommt die Weihnachtskantate „Ach, dass du den Himmel zerrissest“ von Wilhelm Friedemann Bach für Chor, Solisten und Orchester zur Aufführung. Mit der feierlichen „Krönungsmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart findet das Konzert seinen „krönenden Abschluss“, so die Ankündigung.

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Jenny Haecker ist auch dieses Jahr als Sopranistin mit von der Partie. Das Bild zeigt sie bei einer früheren Aufführung im Dom. Foto: az


Der Propsteichor Billerbeck wird begleitet vom Kourion-Orchester Münster. Als Solisten werden Jenny Haecker (Sopran), Ina Susanna Hirschfeld (Alt), Nils Giebelhausen (Tenor) und Michael Nonhoff (Bass) zu hören sein. Das Konzert steht unter der Leitung von Kantor Lukas Maschke.

Die Karten (Mittelschiff: 20 Euro, Seitenschiff: 10 Euro, Kinder bis 12 Jahre frei) gibt es an folgenden Vorverkaufsstellen: Rathausfoyer, Sparkasse, Bücherschmiede, telefonisch und per E-Mail bei Martina Heinen (Tel.: 93 16 16; heinen-martina@t-online.de).

Von Allgemeine Zeitung

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Musikalischer Sommer endet mit Dom-Konzert

Billerbecker Anzeiger vom 30.09.2015

Förderverein Domorgel blickt auf ereignisreiches Halbjahr zurück / Orgelspiel am Samstag (3. 10.)

Billerbeck. Ein musikalischer Sommer neigt sich dem Ende zu. Der Förderverein Domorgel blickt auf ein ereignisreiches erstes Halbjahr zurück. Mit viel Interesse wurde das neue musikalische Programm von den Besuchern der beiden Billerbecker Kirchen aufgenommen. Die Vespermusik am dritten Sonntag im Monat wie auch die anderen konzertanten Veranstaltungen fanden regen Zulauf aus der Region und darüber hinaus, wie der Förderverein mitteilt.

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Einen schwungvollen Auftritt hat der Projektchor „The Dom goes Pop“ hingelegt. Foto: az

Nach den besonderen musikalischen Erlebnissen während der Aktion „FreiRaum“ in der Johannis-Kirche, die vom Rockkonzert mit der Billerbecker Band „Seems Legit“ bis zur Karmette mit einer Choralschola aus Münster reichten, folgten weitere eindrucksvolle Konzerte. Besonders das geistliche Chorkonzert „Jesu, meine Freude“ mit dem Kammerchor „Consono“ aus Köln war von herausragender klanglicher Schönheit, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch die Orgelgeschichte für Kinder „Jona und der Wal“ wurde auf zahlreiche Nachfragen hin wieder aufgenommen. Hier lernten die Kinder die Orgel ganz aus der Nähe kennen und bekamen einen Einblick in die Welt der Orgelmusik. Dann fand das Sommerkonzert „Von Bach bis Bernstein“ statt, ein Programm des Ensembles „Perkussion und Posaune“ aus Leipzig.

Viel Freude hatten die Kinder der beiden Billerbecker Grundschulen, als vor den großen Ferien ein besonderes Konzert für sie mit den gleichen Musikern im Dom gastierte. Hier wurden den Kindern auf anschauliche Weise die verschiedenen Instrumente erklärt und vorgeführt. Diese zusätzliche Aufführung wurde durch die Unterstützung der Bürgerstiftung Billerbeck möglich gemacht, die die Kosten für dieses Konzert übernommen hatte.

Mit dem Konzert im Rahmen des Stadtfestes „Kirmesklänge und Orgelbrausen“ war ein abwechslungsreiches und durchaus amüsantes Programm mit Orgel und Schlagzeug zu hören, das wiederum zahlreiche Besucher in den Dom lockte. Zuvor hatte auf der Bühne vor dem Dom das Projekt „The Dom goes Pop“ mit einem schwungvollen Auftritt seinen Abschluss gefunden.
Im Rahmen des „Baumberger Orgelsommers“ freut sich der Förderverein Domorgel nun auf das Abschlusskonzert im Dom, das am Samstag (3. 10.) um 19.30 Uhr stattfindet. Winfried Lichtscheidel, Kantor an St. Martinus und St. Ludgerus in Sendenhorst wird dieses Konzert gestalten.

Von Allgemeine Zeitung

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Cello-Suite als Vespermusik

Billerbecker Anzeiger vom 16.05.2015

Virág Novotny spielt Sonntag Bach in St. Johann / „Quintessenz aller Musik“

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Virág Novotny aus Ungarn studiert derzeit an der Musikhochschule Münster. Foto: az

Billerbeck. Sonntag (17. 5.) findet um 18 Uhr eine Vespermusik mit Violoncello in der Pfarrkirche St. Johann mit internationalem Kolorit statt. Zu Gast ist die junge Cellistin Virág Novotny aus Pécs (dt. „Fünfkirchen“) in Ungarn. Die ausgezeichnete Akustik der Kirche bietet ideale Voraussetzungen auch für kammermusikalische Klänge für Solo-Violoncello, so die Ankündigung.

Zur Aufführung kommt die Suite in C-Dur von Johann Sebastian Bach, eine der sechs bekannten Cellosuiten, die weltweit als Höhepunkt des vollendeten Cellospiels gelten. Der berühmte katalanische Cellist Pablo Casals sagte über sie: „Sie sind die Quintessenz von Bachs Schaffen, und Bach selbst ist die Quintessenz aller Musik.“ Daneben erklingt expressive Musik aus einer Solosonate des ungarischen Komponisten Zoltán Kodály, die auch Nuancen der ungarischen Folkmusik aufnimmt.

Virág Novotny, geboren 1992 in Pécs, schloss 2014 ihr Bachelorstudium Violoncello bei Professorin Ildikó Janzsó ab. Seitdem studiert sie an der Musikhochschule Münster bei Prof. Birgit Erichson und Prof. Matias de Oliveira Pinto.

Von Allgemeine Zeitung

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Konzert mit frühlingshafter Lebendigkeit

Billerbecker Anzeiger vom 18.04.2015

Vespermusik erklingt am Sonntag (19.4.) in St. Johann mit Carlotta Joachim

Vespermusik erklingt am Sonntag 19 4  in St  Johann mit Carlotta Joachim Konzert mit fruehlingshafter Lebendigkeit image 630 420f wn 300x200 2015 04 18 Vespermusik Carlotta Joachim

In der Johannis-Kirche findet die Vesper statt. Foto: Archiv


Billerbeck. Am Sonntag (19.4.) findet um 18 Uhr eine Vespermusik mit Violine und Orgel in St. Johann statt. Zu Gast ist die junge Violinistin und Komponistin Carlotta Joachim, die von Kantor Lukas Maschke auf der Orgel begleitet wird. Präsentiert wird das Violinkonzert in E-Dur von Johann Sebastian Bach, ein Werk von großer Virtuosität und frühlingshafter Lebendigkeit, inspiriert von den italienischen Konzerten Antonio Vivaldis, heißt es in der Ankündigung. Daneben erklingen Sätze aus der Bachschen Partita E-Dur und eigene Werke der talentierten, jungen Komponistin. Dabei wird auch ihr neuestes Werk „Vom Hafer gestochen“ uraufgeführt, eine raffinierte und sehr heitere Komposition für Orgel solo.

Carlotta Joachim wurde 1995 geboren und spielt seit ihrem sechsten Lebensjahr Geige. Seit 2009 erhielt sie Violinunterricht bei Prof. Wolfgang Rausch und war Jungstudentin für Violine der Hochschule für Musik Detmold. Neben dem Violinspiel widmet sie sich auch dem Klavierspiel und der Komposition; sie studiert seit Oktober 2014 Integrative Komposition an der Folkwang Universität der Künste in Essen.

Carlotta Joachim ist mehrfache Preisträgerin des Wettbewerbs Jugend Musiziert auf Regional-, Landes- und Bundesebene; sowohl in der Kategorie Violine Solo als auch in den Kategorien Klavier Solo und Kammermusik. Auch bei dem Wettbewerb „Jugend Komponiert“ erhielt sie mehrfach Preise, darunter einen Bundespreis. Im Frühjahr 2015 war sie eine von vier ausgewählten Komponisten beim „Opus On“-Kompositionswettbewerb der Berliner Philharmoniker. Durch die regelmäßige Teilnahme an Meisterkursen mit den Instrumenten Violine und Klavier sowie den Besuch von Kompositionskursen erhielt sie zusätzliche musikalische Anregungen.

Von Allgemeine Zeitung

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Mit Rock und Orgel-Geschichten durchs Jahr

Billerbecker Anzeiger vom 13.03.2015

Programm der Billerbecker Kirchenmusik erschienen / „Seems Legit“ tritt auf / Nachwuchstalente geben Konzerte

2015 Jahresprogramm 211x300 2015 03 13 Kirchenmusikalische Jahresprogramm

Kirchenmusik in Billerbeck 2015


Billerbeck. Das Jahresprogramm der Billerbecker Kirchenmusik ist erschienen. Nachdem es im vergangenen Jahr einen außergewöhnlichen Höhepunkt mit der Weihe der neuen Orgel im Dom und der sich anschließenden Festwoche gab, werden auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Konzerte und andere musikalische Veranstaltungen im Dom und in St. Johann angeboten.

Das neue Programm ist laut Mitteilung von Kantor Lukas Maschke bereits im Internet (www.domorgel-billerbeck.de) zu finden und wird ab dem kommenden Sonntag auch wieder als gedrucktes Heft in den beiden Kirchen ausliegen.

Eine musikalisch besonders intensive Zeit sind in diesem Jahr die Wochen vor Ostern in der leeren Johanniskirche unter dem Thema „Freiraum“. Dabei sind einige ungewöhnliche Ereignisse, wie ein Rockkonzert der Band „Seems Legit“ für Jugendliche am 20. März, ein mit kreativen Elementen gestaltetes begehbares Labyrinth am 27. März oder auch eine Trauermette am Montag der Karwoche (30. 3.) mit mehrstimmigen Motetten der Renaissance.

Für Kinder wird wieder die Orgel-Geschichte „Jona und der Wal“ mit Bildern von Stefan Ahler, Worten und Tönen auf der Orgelbühne im Dom angeboten (28. 3.) und die Kinder der Grundschulen können sich auf die „Bremer Stadtmusikanten“ (22. 6.) vor den Sommerferien freuen. Zu Gast ist ein Ensemble mit Posaunen und Perkussion aus Leipzig, das auch die Instrumente kindgerecht und unterhaltsam erklären wird. Dasselbe Ensemble wird zudem am Vorabend (21. 6.) ein kurzweiliges Sommerkonzert mit einem Programm von Bach bis Bernstein im Dom präsentieren.

Mit Ausnahme der Sommerferien findet an jedem dritten Sonntag ein Konzert oder eine „Vespermusik“ statt, bei der junge Nachwuchstalente an ihren Instrumenten oder Musiker aus der Region in ganz verschiedenen Besetzungen zu hören sind, von Violoncello solo bis zum Tubaquartett.

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Das musikalische Kirchenjahr verspricht viel Abwechslung und einiges für junge Leute, wie der Auftritt der Band „Seems Legit“. Foto: az

Natürlich wird auch die neue große Orgel im Dom zu erleben sein, so zum Abschluss des „Baumberger Orgelsommers“ (3. 10.) und beim Stadtfest mit „Kirmesklängen und Orgelbrausen“ (20. 9.). Auch die traditionellen Konzerte in der Advents- und Weihnachtszeit, wie zum Abschluss des Weihnachtsmarktes (29. 11.), die Adventskonzerte mit dem Billerbecker Blasorchester (6. 12.), mit dem Ensemble „blechgewand(t) aus Münster (12. 12.), und das festliche Jahresabschlusskonzert (30. 12.) des Propsteichores sind fest geplant. Der Eintritt zu allen Konzerten (Ausnahme: Konzert am 30. 12.) ist frei, lediglich um eine Spende zur Unterstützung der zahlreichen Veranstaltungen wird gebeten.

Das nächste Konzert mit Kantor Lukas Maschke an der neuen Orgel findet bereits am kommenden Sonntag (15. 3.) um 18 Uhr im Dom statt. Hier haben Besucher eine gute Gelegenheit, das Heft mit dem neuen Jahresprogramm mitzunehmen.

Von Allgemeine Zeitung

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Stimmgewaltiger Jahresabschluss

Billerbecker Anzeiger vom 02.01.2015

Propsteichor und Kourionorchester aus Münster gestalten Konzert / Stehende Ovationen der Zuschauer

opsteichor und Kurionorchester aus Muenster gestalten Konzert Stehende Ovationen der Zuschauer Stimmgewaltiger Jahresabschluss image 630 420f wn 300x225 2015 01 02 Jahresabschlusskonzert

Der Propsteichor und das Kourionorchester aus Münster haben gemeinsam das Jahresabschlusskonzert im Dom gestaltet. Fotos: Manfred van Os


Billerbeck. Vorsorglich hatten die Organisatoren für das Jahresabschlusskonzert des Propsteichores am Silvestervorabend im Mittelschiff des Domes weitere Sitzgelegenheiten geschaffen – sogar bis hinter das Taufbecken. Und das war auch nötig. Denn: Bis auf ein paar Reihen in den Seitenschiffen war der Dom proppevoll.

Das traditionelle Konzert bildete einen gelungenen Abschluss eines ereignisreichen Jahres, das viele Höhepunkte hatte und den Zuhörern nachhaltig in Erinnerung bleiben wird. Gut ausgewählt und mit Sorgfalt zusammengestellt war das Konzertprogramm unter der Leitung von Kantor Lukas Maschke. Es begann weihnachtlich mit „Tollite hostias“, dem jubelnden Abschlusschoral aus dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns, begleitet vom Kourionorchester aus Münster und von Anne Temmen-Bracht an der Orgel unterstützt. Für eine festliche Stimmung war gesorgt.

Die Sopranistin Jenny Haecker aus Havixbeck ist den Billerbeckern wohl bekannt. Sie sang Mozarts „Exultate, jubilate“, ein Preislied an die Gottesmutter, die als Vermittlerin und Helferin zwischen Mensch und Gott gerufen wird. Da ging einem schon mal das Herz auf und der Beifall kam dann auch spontan vom Publikum. Ganz viel Gefühl war bei dem Adagio g-Moll für Streicher und Orgel von Tomaso Albinoni gefragt. Gut gemeistert war das Zusammenspiel des Soloparts von der Geigerin Anke Kienast und der Orgel, das wegen der räumlichen Distanz nicht so einfach war.

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Sopranistin Jenny Haecker


Grandioser Höhepunkt war das Magnifikat von John Rutter, das zu den Grundtexten des Christentums gehört und als Lobgesang auf die Gottesmutter Maria 1990 geschaffen wurde. Der Propsteichor kann sich auf seine Fahnen schreiben, dass er 1998 schon, zusammen mit dem Domchor aus Münster, unter der Leitung von Karl-Heinz Gerdemann, dieses höchst anspruchsvolle, neuzeitliche Werk zum ersten Mal in Deutschland im Ludgerusdom zur Aufführung brachte. Großartig war, wie der Chor die geforderte dynamische Beweglichkeit in der siebensätzigen Suite meisterte. Riesengroß war der Spannungsbogen auch innerhalb der mitunter großen Satzteile, besonders im zweiten Satz, der mit „Of a rose, a lovely rose“, begann und in englischer Sprache gesungen wurde, während die anderen Sätze in lateinischer Sprache stehen. Wunderbar von Jenny Haecker gesungen wurden die eingebetteten Soloparts.
Stimmgewaltig war der Beginn des Finales: „Gloria Patri, et Filio et Spiritui Sancto“ wurde den Zuschauern zu Gehör gebracht. Einem Bittgesang glich das Schlussolo von Jenny Haecker: Sancta Maria, succure miseris (Heilige Maria, hilf den Elenden). Der gemeinsame fulminante Schluss „Sicut in prncipio …“ beendete eine großartige Leistung aller Aktiven. So nach und nach stand das Publikum auf und der Beifall wollte einfach kein Ende nehmen.

Von Manfred van Os

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Blecherne Weihnachtszeit

Billerbecker Anzeiger vom 15.12.2014

Bläserensemble aus Münster begeistert Zuschauer im vollbesetzten Dom

Blaeserensemble aus Muenster begeistert Zuschauer im vollbesetzten Dom Blecherne Weihnachtszeit image 630 420f wn 300x120 2014 12 15 Blechgewand(t)

Voll besetzt war der Billerbecker Dom beim Adventskonzert des Blechbläserensembles „blechgewand(t)“ aus Münster. Foto: Manfred van Os


Billerbeck. Zur Zugabe verteilten sich die Mitglieder des Blechbläserensembles „blechgewand(t)“ plötzlich im vollbesetzten Billerbecker Dom. Und Kantor Lukas Maschke stand mittendrin. Er dirigierte den Titel „Away in a Manger“ vom Mittelgang aus. Vorweihnachtliche Stimmung und strahlende Gesichter im Publikum. Schöner kann ein Abend nicht ausklingen.

Zum zweiten Mal waren die Musiker aus Münster beim Konzert am Vorabend des dritten Advents zu Gast. Das wunderbare Zusammenspiel von Blechbläsern und Maschke am Spielpult der Domorgel wirkte schon beim ersten Beitrag: „Maria durch ein Dornwald ging“ – in einer vom Organisten bearbeiteten Version.
Die Fanfaren in C von Henry Purcell, immer wieder frei improvisierte Überleitungen von der Orgel zwischen den Stücken der 13 Blechbläser, die „Fantasy de Noel“ aus Frankreich und der Christmas Song boten musikalische Vielfalt.

Bekannte Themen gab es bei den Oratorienmärschen von Georg Friedrich Händel zu hören, die Roger Harvey eingerichtet hatte. Von John Henry Hopkins stammt der Titel „We three kings of orient are“ (dt. „Wir sind drei Könige aus dem Orient“). Darin kündigten dumpfe Paukenschläge, die immer lauter werden, die Ankunft der heiligen drei Könige an.

Mehrstimmige und jubilierende Instrumente gab es, wie der Titel schon ankündigte, im Stück „In dulcio Jubilo“. Den Abschluss bildete der Abendsegen von Engelbert Humperdink aus Hänsel und Gretel. Der Lohn für die Musiker: stehender Applaus.

Von Manfred van Os

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Arrangements von Klassik bis Moderne

Billerbecker Anzeiger vom 03.12.2014

„blechgewand(t)“ konzertiert im Dom

blechgewand t konzertiert im Dom Arrangements von Klassik bis Moderne image 630 420f wn 300x199 2014 12 03 Blechgewand(t)

Das junge Blechbläserensemble „blechgewand(t)“ tritt im Dom auf. Foto: az

Billerbeck. Die Mitglieder des jungen Blechbläserensembles „blechgewand(t)“ verbindet zum großen Teil die Zeit des gemeinsamen Musizierens im Blechbläserensemble der Universität Münster, Galaxy Brass.

Nach dem Abschluss ihres Studiums entschlossen sich die eingespielten Instrumentalisten zur Gründung von „blechgewand(t)“, dem neuen Blechbläserensemble hier in der Region, das sich zehnstimmiger Arrangements und Originalkompositionen von der Klassik bis zur Moderne widmet.

Am Samstag (13. 12.) gastiert das junge Blechbläserensemble „blechgewand(t)“ im Ludgerus-Dom. Beginn des 45-minütigen Konzertes ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Im Zusammenspiel mit Kantor Lukas Maschke wird das Ensemble sein Können präsentieren.

Von Allgemeine Zeitung

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Zwischen zwei verschiedenen Orgelklängen wandeln

Billerbecker Anzeiger vom 13.10.2014
Zuhörer erleben am Samstag (25. 10.) auf Einladung der Lions barocke Musikstücke in Kirche und Dom

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Die Schwalbennest-Orgel in der Kirche St. Johann wurde vor gut 25 Jahren geweiht. Sie wird am Samstag (25.10.) genauso erklingen, wie die mächtige Domorgel: ein spannender Klangvergleich. Foto: az

Billerbeck. Am Samstag (25. 10.) haben Zuhörer die wundervolle Gelegenheit, in einem Konzert zwei völlig unterschiedliche Raum- und Klangerlebnisse zu genießen. So können sie nicht nur die Akustik des Doms und der Johannikirche, sondern auch das Klangwunder der beiden völlig unterschiedlichen Orgeln mit klassischen Kompositionen erleben und so miteinander vergleichen. Zu diesem ungewöhnlichen Musikerlebnis mit Lukas Maschke (Orgel) und Peter Mönkediek (Trompete) unter dem Titel „Wandelkonzert“ lädt das Hilfswerk des Lions Club Baumberge alle Musikfreunde ein.

Es werden barocke und klassische europäische Musikbeispiele aus der Trompeten- und Orgelliteratur unter anderem mit Werken von Bach und Händel zu hören sein. Der erste Teil des Konzerts beginnt um 20 Uhr in der St.-Johannis-Kirche.

Das Auditorium wechselt dann den Konzertraum und „wandelt“ geschlossen zum Ludgerusdom, in dem der zweite Konzertteil zu hören sein wird. Dabei wird den Zuschauern während des Musizierens mit Videoeinspielungen die Möglichkeit des Mitsehens bei den Darbietungen der renommierten Musiker geboten.
Maschke war 2011 Finalist und Preisträger des „Franz-Liszt-Sonderpreises“ beim zweiten internationalen Bach/Liszt-Orgelwettbewerb Erfurt-Weimar-Merseburg. Peter Mönkediek ist Professor für Trompete an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf. Er ist unter anderem Mitglied des Blechbläserensembles „Brass Consort Köln“, dem Blechbläserquintett des WDR Sinfonieorchesters Köln, und des Bayreuther Festspielorchesters.

Im Anschluss an das Konzert ist ein geselliges Beisammensein im Pfarrheim bei Wein und Snacks geplant. Der Erlös des Abends kommt übrigens dem Lions-Quest-Programm zugute. Dabei handelt es sich um Seminare, die speziell geschulte Pädagogen auch in hiesigen Schulen für Jugendliche anbieten, um ihnen auf dem Weg zum Erwachsenwerden soziale Kompetenzen zu vermitteln, die sie stark machen.

Karten für das Konzert sind für 22 Euro ab sofort zu bekommen: in den Geschäftsstellen unserer Zeitung sowie der Sparkasse Westmünsterland in Billerbeck, Coesfeld und Nottuln und unter Tel. 0176 32390109.

Von Allgemeine Zeitung

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Orgelkonzert mit Silvius von Kessel im Dom zu Billerbeck 03.10.2014

Billerbecker Anzeiger vom 06.10.2014

Billerbeck. Ein voll besetztes Kirchenschiff gab es beim Abschlusskonzert des Baumberger Orgelsommers am Freitagabend im Ludgerusdom. Am Spielpult und für das Publikum an der Videoleinwand deutlich sichtbar: Silvius von Kessel, Domorganist am Dom von St. Marien zu Erfurt, der übrigens ein Cousin der Schauspielerin Sophie von Kessel ist.

Zuerst hörten die Zuhörer Improvisationen über die Reise des „Kleinen Prinzen“, eine lyrisch anmutende und klingende Märchengeschichte für Groß und Klein, wo die Zuhörer mit auf die Reise des Kleinen Prinzen durch das Universum von Planet zu Planet genommen werden. Damit das Publikum bei der rein instrumentalen Darbietung weiß, um was es dabei geht, lagen im Programmheft Textauszüge aus „Der kleine Prinz“ vom Schriftsteller Antoine des Saint-Exupéry“ bereit. Von ganz anderem Charakter war die Improvation von Kessels über das Leben des Hl. Nikolaus, nach der Nikolaus Kantate von Benjamin Britten. Der im Programmheft beigefügte übersetzte Text stammt von Librettisten Eric Crozier, der mit dem Komponisten zusammen gearbeitet hat. Mit mächtigen Akkorden begann die neunteilige musikalische Geschichte. Ausdrucksstark sein Spiel an der Orgel und er machte so die verschiedenen Lebensphasen und das segensreiche Wirken des Bischofs von Myra deutlich. Das Publikum zeigte sich mit stehendem Beifall sehr dankbar für eine schöne und besinnliche Stunde.

Das nächste Orgelkonzert ist am Sonntag, den 19. Oktober um 18 Uhr im Ludgerusdom mit Lukas Maschke am Spielpult zusammen mit einem Streichquartett.

Von Manfred Von OS

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Sitzkomfort im Dom verbessert

Billerbecker Anzeiger vom 17.10.2014

Nach 116 Jahren werden Bänke saniert / Beschädigungen ausgebessert und Sitzfläche verbreitert

Billerbeck. Wolfgang Suwelack, Heinrich Ahlers und Propst Hans-Bernd Serries haben schon einmal Probe gesessen. Und? „Es ist eine deutliche Verbesserung im Sitzkomfort“, sagt Propst Hans-Bernd Serries. Und auch Wolfgang Suwelack und Kirchenvorstands-Mitglied Heinrich Ahlers sind „total begeistert“.

Nach 116 Jahren werden Baenke saniert Beschaedigungen ausgebessert und Sitzflaeche verbreitert Sitzkomfort im Dom verbessert image 630 420f wn 300x200 2014 10 17

Sitzen schon einmal Probe: (v.l.) Wolfgang Suwelack, Propst Hans-Bernd Serries und Heinrich Ahlers (Kirchenvorstand). Foto: Stephanie Dircks

Nach 116 Jahren werden die Bänke – es sind circa 100 an der Zahl, die Platz für rund 800 Menschen bieten – im Dom von einer Fachfirma komplett restauriert. „Wir hatten immer Klagen darüber, dass die Bänke für langes Sitzen unbequem waren – und das war berechtigt“, so der Propst. Ahlers: „Man saß direkt vor einer Kante, die man im Rücken hatte.“ Das hat sich nun geändert. Und auch die Sitzfläche ist um vier Zentimeter erweitert worden. Mit neuen, roten Sitzkissen sind die Bänke ebenfalls ausgestattet.

„Das sieht richtig schön aus“, findet Suwelack. Der Billerbecker hat sich für die Sanierung eingesetzt und diese auch großzügig finanziell unterstützt. „Dr. Thomas Perick hatte angeregt, dass sich um bequemeres Sitzen gekümmert werden müsse. Jetzt, wo die Orgel fertig ist“, berichtet Suwelack, der nach Fachfirmen recherchiert hat.

Übernommen hat die Firma Eller aus dem hessischen Neukirchen die Arbeiten. „Bei ihrem ersten Besuch haben sie drei Bänke zur Probe mitgenommen. Wir waren von der Arbeit so begeistert, dass entschieden wurde, den Dom gleich komplett auszustatten“, so Suwelack. Die Bänke sind zudem abgewaschen und mit einer neuen Oberfläche versehen worden. Beschädigungen – schließlich hat an den Holzbänken auch der Zahn der Zeit genagt – sind ausgebessert worden. „Die Bänke an den Säulen wurden verkürzt“, informiert Ahlers. „So kommt die Architektur besser zur Geltung und die Leute können von beiden Seiten die Bänke betreten.“
Auch der Holzboden, auf denen die Bänke stehen, erstrahlt in neuem Glanz: Er wurde gesäubert und gebohnert. Die Bank für Brautpaare hat ebenfalls eine neue Polsterung bekommen – gesponsert von der Firma Eller.

Alles ist in Absprache mit der Denkmalbehörde erfolgt. Ganz einvernehmlich. Denn: „Die Bänke sind denkmalgeschützt“, sagt Serries. „Das gesamte Inventar ist im Dom noch original.“ Die restaurierten Bänke seien auch musikalisch ein Gewinn. „Was die Akustik betrifft: Durch die neuen Sitzkissen ist die Verständlichkeit klarer und der Klang der Orgel weicher und wärmer“, sagt Kantor Lukas Maschke.

Auf 90 000 Euro belaufen sich die Kosten für die Sanierung. Dass Wolfgang Suwelack dies großzügig unterstützt und Heinrich Ahlers die technische Leitung übernommen hat – dafür ist der Propst sehr dankbar. „Auch der Dom ist nur gebaut worden, weil sich die Billerbecker dafür richtig eingesetzt haben. So war das auch schon mit der neuen Orgel, der Restauration der Seitenaltäre und nun mit den Bänken – immer durch bürgerschaftliches Engagement und Sponsoring.“ Die Sanierung der Bänke ist noch nicht abgeschlossen. Sie befindet sich noch in vollem Gange. Bis zum 1. Advent soll alles fertig sein.

Und noch ein Projekt steht auf dem Plan: In der Johannis-Kirche soll die Induktionsschleife für Hörgeräteträger funktionsfähig gemacht werden.

Von Stephanie Dircks

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Kleiner Prinz ertönt auf der Orgel

Billerbecker Anzeiger vom 01.10.2014

Abschluss-Konzert des „Baumberger Orgelsommers“ am Freitag (3. 10.) im Dom

Abschluss Konzert des Baumberger Orgelsommers am Freitag 3  10  im Dom Kleiner Prinz ertoent auf der Orgel image 630 420f wn 300x200 2014 10 01 Orgelkonzert Silvius von Kessel

Domorganist Prof. Silvius von Kessel

Billerbeck. Am kommenden Freitag, dem Tag der Deutschen Einheit, findet der „Baumberger Orgelsommer“ mit einem besonderen Konzert seinen Abschluss: Domorganist Prof. Silvius von Kessel aus Erfurt wird durch Improvisationen an der neuen Orgel die berühmte Geschichte des kleinen Prinzen („Le petit prince“) von Antoine de Saint-Exupéry illustrieren.

In der Geschichte begibt sich der kleine Prinz auf eine Reise über Planeten, auf denen er ganz verschiedenen Menschen begegnet und schließlich lernt, was Freundschaft, Liebe und Verantwortung bedeuten. Im zweiten Teil des Konzertes folgt eine Improvisation über das Leben des Heiligen Nikolaus nach der Nikolaus-Kantate von Benjamin Britten.
Silvius von Kessel legte mit Auszeichnung Examina in Essen und Paris ab und ist Domorganist und -kantor am Dom zu Erfurt, Professor an der Hochschule für Musik in Weimar und künstlerischer Leiter der Thüringer Bachwochen.

Das Abschluss-Konzert des „Baumberger Orgelsommers“ beginnt um 18 Uhr im Dom. Der Eintritt ist frei.

Von Allgemeine Zeitung

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Fournier und Bach erklingen in der Abteikirche

Billerbecker Anzeiger vom 02.07.2014

Orgelkonzert mit Kevin Birch in Gerleve am Sonntag (6. 7.)

Billerbeck. Nach dem Konzertstart in St. Viktor Dülmen und im Billerbecker Ludgerusdom erreicht der „Baumberger Orgelsommer“ am Sonntag (6. 7.) die Abteikirche Gerleve. Dort ist um 19 Uhr auf Einladung des Förderkreises Orgelmusik Coesfeld der amerikanische Organist Kevin Birch zu Gast. Er spielt ein auf die französisch betonte Disposition der Abtei-Orgel abgestimmtes Programm mit Werken von Louis Marchand, Nicolas de Grigny, Johann Sebastian Bach, Arvo Pärt, Charles-Marie Widor, Marcel Fournier und Louis Vierne, heißt es in der Ankündigung.

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Nimmt an der Orgel in der Abteikirche Gerleve Platz: der Amerikaner Kevin Birch. Foto: az

Birch absolvierte sein Orgelstudium in Boston, Massachusetts (USA), das er 1987 mit Auszeichnung beendete. Er studierte zudem bei Klaas Bolt am Sweelinck Konservatorium Amsterdam und später bei Delores Bruch an der Universität Iowa, wo er auch promovierte. Seit 1992 ist er Musikdirektor an der katholischen St. Johns Church in Bangor, Maine (USA). Zusätzlich leitet er auch die St.-John-Orgel-Gesellschaft, die sich die Pflege und Erhaltung der dortigen Hook-Orgel Opus 288 zur Aufgabe gemacht hat, die 1860 für die St.-Johns-Kirche gebaut wurde.

Kevin Birch hat Konzerte in den USA, in Europa und in Südamerika gegeben. So spielte er bei den Internationalen Orgel-Festspielen 2007, 2009 und 2011 in der Meisterkonzert-Serie in der Kaiser Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin und beim Internationalen Orgelsommer Potsdam 2013.

Der Eintritt zu dem Konzert ist frei, um Spenden wird gebeten.

Von Allgemeine Zeitung

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Zuhörer vom Konzert im Baumberger Orgelsommer begeistert

Billerbecker Anzeiger vom 23.06.2014

„Standing Ovations“ für Lukas Maschke

Billerbeck. Sehr gut besucht war die zweite Station des Baumberger Orgelsommers im Ludgerusdom mit dem Kantor und Organisten Lukas Maschke am Spielpult. Eine große Leinwand war wieder vor dem Altarraum aufgebaut, die das Bild vom Organisten zeigte. Es ist immer wieder faszinierend, wie mit Hilfe der heutigen Video- und Übertragungstechnik die Zuhörer dem Organisten über die Schulter schauen können. „Das Auge hört mit“, sagte Propst Hans-Bernd Serries bei der Begrüßung und er traf damit den Nagel auf den Kopf.

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Foto: wn

Toller Konzerteinstieg mit Praeludium und Fuga in G, BMV 541 von Johann Sebastian Bach. Konzertante Orgelmusik ist nicht nur eine Angelegenheit vergangener Jahrhunderte. Mit Prélude et fuge sur le nom d’ Alain, op. 7, von Maurice Duruflé hörte man ein Werk aus dem 20. Jahrhundert (1942).

Höhepunkt des Abends war der Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“, den Modest Mussorgski 1874 komponierte. Viele Komponisten wie Maurice Ravel (Orchester), Emerson, Lake und Palmer (Rockband) instrumentierten den Zyklus. Lukas Maschke spielte die 1988 von Jean Guilou geschaffene Orgelfassung. Was mag Mussorgski empfunden haben, als er eine Gedächtnisausstellung seines verstorbenen Freundes und Malers Viktor Hartmann besuchte? Die Bildersammlung inspirierte ihn jedenfalls zu einem sehr vielschichtigen Klanggemälde mit einem riesigen Spannungsbogen. Das Eingangsthema der Promenade zieht sich in Abwandlungen wie ein roter Faden durch das gesamte Werk und bildet auch den fulminanten Abschluss.

Welch hohes Maß an Kraft, Konzentration und musikalischem Multitasking Lukas Maschke zu bewältigen hatte, konnte man auf der Leinwand beobachten. Was er dort mit Bravour leistete, war Schwerstarbeit. Der Lohn: lang anhaltende stehende Ovationen. Ein begeisterter Coesfelder Zuhörer sagte, so etwas Großartiges habe er noch nie gehört.
7 Nächstes Konzert des Baumberger Orgelsommers am Sonntag (6. 7.) um 19 Uhr im Kloster Gerleve.

Von Manfred van Os

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Erster Baumberger Orgelsommer

Billerbecker Anzeiger vom 21.05.2014

Konzertreihe stellt breiter Öffentlichkeit die Instrumente der regionalen Kirchen vor / Pfingstmontag Auftakt

Billerbeck. Sommer, Baumberge und Orgeln: „Wir haben drei großartige Sachen zusammengebracht, es lag schön in der Luft, wir haben es in Format gegossen“, beschreibt es der Billerbecker Kantor Lukas Maschke. Ein Format, das auch auf Plakaten und Flyern, auf denen aus den geschwungenen grünen Baumbergen leuchtend orange Orgelpfeifen wachsen, seinen Ausdruck findet. „Baumberger Orgelsommer“ hat die Veranstaltungsgemeinschaft Orgelmusik fördernder Institutionen das Projekt benannt.

„Die Idee entstand, weil wir überregionale Fördermittel bekommen wollten“, erläutert Martina Heinen vom Förderverein Domorgel Billerbeck das Projekt, das auf große Resonanz der umliegenden Gemeinden stieß. Neben Billerbeck, Coesfeld, Nottuln und Havixbeck sind auch Dülmen und Schöppingen als Ausläufer der Baumberge mit dabei. Für den „Baumberger Orgelsommer“ haben die Verantwortlichen – in diesem Jahr noch ohne Fördermittel – ein anspruchsvolles Programm gestrickt. Große Orgelmusik auf großen Instrumenten soll einem möglichst breiten Publikum geboten werden. „Jeder bringt vor Ort mit ein, was er hat“, erklärt Dr. Jürgen Fischer vom Förderkreis Orgelmusik Coesfeld. „Schön, dass nicht jeder sein Orgelei brütet“, freut sich auch der Dülmener Kantor Christoph Falley.

Sieben Konzerte sind von Juni bis Oktober jeweils an einem Sonntagnachmittag oder Feiertag geplant. Dabei wird Orgelmusik aller Art geboten. „Wir haben tolle Organisten, die kein konventionelles Repertoire bieten, sondern alle großartige Improvisatoren sind und damit äußerst flüchtige Kunstwerke für den Moment erschaffen, die man auf keiner CD kaufen kann.

stellt breiter Oeffentlichkeit die Instrumente der regionalen Kirchen vor Pfingstmontag Auftakt Erster Baumberger Orgelsommer image 630 420f wn 300x200 2014 05 21 Baumberger Orgelsommer

Vertreten die Interessengemeinschaft des Baumberger Orgelsommers: (hinten v.l.) Martina Heinen (Billerbeck), Dr. Jürgen Fischer (Coesfeld), Heiner Block (Nottuln); vorne (v.l.): Lukas Maschke (Billerbeck), Lisa Tigges (Coesfeld) und Christoph Falley (Dülmen). Foto: Ursula Hoffmann


Das kann sehr erhebend sein“, veranschaulicht Maschke die Intention der Konzerte. Gesamtkunstwerke entstehen dabei. Man erlebt die Musik in den besonderen Räumen der unterschiedlichen Kirchen, sieht das hereinfallende Licht, spürt physisch die Klangwellen.
Und „man bekommt zunehmend ein Gehör dafür, dass jede Orgel anders klingt“, hat Martina Heinen erfahren. Ist es in Nottuln mehr eine barocke Disposition, klingt die Orgel im Kloster Gerleve französisch-romantisch und die Billerbecker Domorgel ist eine große symphonische Orgel mit französischen Einschlägen.
Das erste Konzert findet am 9. Juni um 17 Uhr mit Organist Ansgar Wallenhorst in Dülmen statt und am 22. Juni um 18 Uhr spielt Kantor Maschke im Ludgerusdom. Der Eintritt ist frei, gebeten wird um Spenden zur Finanzierung.

Von Ursula Hoffmann

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„Königin der Instrumente“ geweiht

Billerbecker Anzeiger vom 27.03.2014

Feierliches Pontifikalamt am Mittwochabend im vollbesetzten Ludgerus-Dom

Billerbeck (sdi). Der eigentliche Festakt verlief ganz schnell: Nicht einmal 15 Minuten hat es gedauert, bis die Orgelweihe am Mittwochabend im Dom vollzogen war. Übernommen hat dies Dr. Felix Genn, Bischof von Münster und 75. Nachfolger des Heiligen Ludgerus, der erster Bischof von Münster war. Aber nicht auf der Orgelbühne, sondern vielmehr von unten aus dem Mittelgang fand die Weihe statt. Und erst nach derselbigen erhob die „Königin der Instrumente“, die neue Ludgerus-Orgel, ihre gewaltige Stimme. Für den ersten Ton sorgte Ulrich Grimpe, Leiter des Referats Kirchenmusik im Bischöflichen Generalvikariat Münster. Nach der Gründung des Fördervereins Domorgel vor 13 Jahren wurde die neue Orgel erst in diesem Monat fertig. Die Gesamtkosten des Baus belaufen sich auf 1,1 Millionen Euro, die durch Spenden zusammengekommen sind.

Feierliches Pontifikalamt am Mittwochabend im vollbesetzten Ludgerus Dom Koenigin der Instrumente geweiht image 630 420f wn 300x200 2014 03 27 Orgelweihe

Während der Orgelweihe: Willem Jacobus Kardinal Eijk (l., Erzbischof von Utrecht) und Dr. Felix Genn (Bischof von Münster) am Mikrofon, der die Weihe vollzieht. Fotos: Florian Schütte Foto: az

Die Orgelweihe fand in einem besonders festlichen Gottesdienst statt, den Willem Jacobus Kardinal Eijk (Erzbischof von Utrecht) zelebrierte. Propst Hans-Bernd Serries begrüßte den Erzbischof von Utrecht und den Bischof von Münster sowie weitere Geistliche in der Sterbekapelle im Südturm – an jener Stelle also, wo am 26. März 809 der Heilige Ludgerus starb. Der Propst erinnerte daran, dass bei der Weihe des Domes am 25. Mai 1898 der damalige Bischof von Münster, Hermann Dingelstad, den Hochaltar geweiht hat und der damalige Erzbischof von Utrecht, Henricus van de Wetering, den Altar in der Sterbekapelle. Nun waren zur Weihe der Orgel wieder der Bischof von Münster und der Erzbischof von Utrecht gemeinsam im Dom. „Ich freue mich sehr, zum ersten Mal hier in Billerbeck zu sein“, sagte Willem Jacobus Kardinal Eijk. „Uns verbindet der Heilige Ludgerus.“ Er schaffe ein wichtiges Band zwischen Billerbeck und Utrecht. „Bei uns in Utrecht ist er geboren, in Billerbeck ist er gestorben.“ Er sei ein großer Glaubensverkünder der ersten Stunde gewesen. „Zwischen 742 und 809 verlief das Leben eines Menschen, der für die Kirche bei ihrer Gründung und ihrem Aufbau eine herausragende Rolle gespielt hat“, betonte Willem Jacobus Kardinal Eijk in seiner Predigt.

Fotostrecke

Billerbeck und Utrecht könnten stolz und dankbar sein. Der Erzbischof von Utrecht nannte Ludgerus einen Vollender, „ein Vollender des Aufbaus und des ersten Ausbaus der Kirche in unserer Gegend.“ Er sei eine Ikone. „Er arbeitete in einer Gegend, in der es keine oder nur wenige kirchliche Strukturen gab. Wir arbeiten jetzt auch in einem Land, in der die kirchlichen Strukturen geschwächt sind.“ Es sei höchste Zeit, mit der neuen Evangelisierung zu beginnen. Einen ganz kleinen Kritikpunkt hatte der Erzbischof von Utrecht, wie er schmunzelnd verkündete – und zwar, dass Ludgerus sich nicht zum Erzbischof von Utrecht weihen lassen habe. „Nach all den Jahrhunderten sei es ihm verziehen“, so Willem Jacobus Kardinal Eijk lächelnd.
Musikalisch gestaltet wurde das feierliche Pontifikalamt neben Ulrich Grimpe, von Dr. Hans-Peter Siedhoff an der Chor-Orgel, dem Bläserensemble „blechgewand(t), dem Propsteichor und Kantor Lukas Maschke, der die musikalische Gesamtleitung hatte.

Von Stephanie Dircks

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Mit allen Registern

StadtAnzeiger vom 26.03.2014

Lange haben sie gerungen. Viele Widerstände, aber auch viele Unterstützer gab es für das ehrgeizige Projekt Billerbecker Domorgel. Am heutgen Mittwoch findet die Geschichte ihr Happy End, wenn die Orgel um 19 Uhr im Dom eingeweiht wird.

Bereits vor vier Jahren war die Orgel erstmals in der Christmette erschallt, es fehlten damals aber noch einige Register. Viele Spender und Helfer haben dazu beigetragen, dass jetzt, zum Fest des Heiligen Ludgerus, die Orgel in voller Pracht erschallen kann.
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Bischof Felix Genn wird die Orgel feierlich einweihen. Ihm zur Seite stehen Willem Jacobus Kardinal Eijk, Erzbischof von Utrecht und Abt Laurentius Schlieker OSB der Abtei Gerleve. Gestaltet wird die Messe durch Ulrich Grimpe an der Ludgerus-Orgel und Dr. Hans-Peter Siedhoff an der Chor Orgel. Es spielt das Bläserensemble „blechgewand(t)“, singen wird der Propsteichor. Die musikalische Leitung liegt bei Kantor Lukas Maschke. Zur Liturgie wird die „Messe solennelle cis-Moll“ von Louis Vierne zu hören sein.

Dem feierlichen Auftakt folgt eine ganze Festwoche rund um die Orgel. Am Donnerstag, 27. März wird es um 20.30 Uhr ein Jazz-Konzert mit Orgel und Saxophon geben. Am Freitag, 28. März um 16 Uhr können Kilder die Orgel-Geschichte „Jona und der Wal“ erleben, die Erwachsenen um 20 Uhr eine Orgelinterpretation zu dem Stummfilm „Die Geburt, das Leben und der Tod Christi“ aus dem Jahr 1906.

Am Samstag, 29. März um 15 Uhr wird die Orgel allen Interessierten samt Videoübertragung in das Kirchenschiff vorgestellt. Um 18.30 Uhr folgt dann eine Gospel-Messe mit dem Chor „Spirit of Joy“. Am Sonntag, 30. März wird die Orgel dann um 10 Uhr erstmals bei einem Hochamt ertönen, begleitet von einem Gregorianischen Choral der Choralschola am Ludgerus Dom. Um 18 Uhr sind alle Besucher zum Orgelkonzert zum Abschluss der Festwoche mit Dr. Tomasz Nowak eingeladen.

Von Alexandra Schlüter

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Ende eines Provisoriums – die neue Orgel im Dom zu Billerbeck

nmz – neue musikzeitung vom 20.03.2014

Von Christoph Schulte im Walde

Wer mit dem Auto oder – besser noch – mit dem Fahrrad die münsterländischen Baumberge durchstreift, dessen Blick fällt früher oder später auf zwei bleistiftspitze Kirchtürme. Man sollte ein paar hundert Meter weiter fahren, dann liegt er in seiner vollen Größe vor dem Auge des Betrachters: der Ludgerus-Dom in Billerbeck.
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Ein gewaltiger Sakralbau, Ende des 19. Jahrhunderts errichtet zu Ehren jenes heiligen Liudger, der im Jahr 805 das Bistum Münster gründete und dessen erster Bischof er wurde. In Billerbeck ist Liudger vier Jahre später, 809, gestorben – und der große neugotische Dom war die katholische Antwort auf den damals tobenden „Kulturkampf“ mit der protestantischen preußischen Regierung. Den Dom haben die Billerbecker sich damals einiges kosten lassen – er war und ist das Wahrzeichen ihrer Stadt. Jetzt, nach über einhundert Jahren, bekommt er seine erste „richtige“ Orgel.

Am Ende fehlte das Geld! Da hatten die Billerbecker jahrelang gespart und gesammelt für den Neubau ihres Ludgerus-Doms – und als dann die riesige Wallfahrtskirche über dem Sterbeort des heiligen Liudger endlich fertig war, mangelte es an finanziellen Mitteln, um den Dom mit einer Orgel auszustatten, die den mächtigen neugotischen Raum klanglich auch nur annähernd hätte füllen können.

Immerhin fanden sich ganz zum Schluss doch noch ein paar großherzige Spender in dem beschaulichen Städtchen zwischen Coesfeld und Münster, mit deren Unterstützung ein Orgelneubau in Auftrag gegeben werden konnte. Das war im Jahr 1898. Aber mit seinen schlappen 32 Registern war das Instrument aus der münsterschen Orgelbauwerkstatt Fleiter nichts anderes als ein Provisorium – viel zu klein für ein Gotteshaus von kathedralhaften Ausmaßen, in dem sich bei Wallfahrtsgottesdiensten bis heute regelmäßig Tausende Gläubige versammeln und eigentlich erwarten können, von einem kraftvollen Instrument geführt und begleitet zu werden.

Nun aber ist alles anders: Der Ludgerus-Dom bekommt eine Ludgerus-Orgel, die ihren Namen auch verdient. Am 26. März 2014 wird sie in Dienst gestellt, auf den Tag genau 1205 Jahre nach dem Tod Liudgers in Billerbeck. Die feierliche Orgelweihe besorgt Kardinal Willem Jacobus Eijk, der Bischof von Utrecht, wo Liudger geboren wurde.

Die neue Orgel

Und was bekommen der Bischof und die übrigen Gläubigen zu hören? Ein Instrument, wiederum aus der traditionsreichen münsterschen Werkstatt Fleiter, das die Ästhetik der großen französischen Kathedralorgeln des 19. Jahrhunderts aufgreift, ohne sie Eins-zu-Eins zu kopieren. Mit satten Grundstimmen und markigen Trompeten, mit glänzenden Mixturen und farbigen Solo-Registern – und mit einem gravitätischen Pedal als sonorem Fundament. Stolze 71 Register sind da auf der Empore versammelt! Zum Vergleich: die Schwalbennestorgel im Kölner Dom verfügt über 56 Stimmen, die neue Orgel im Dom zu Regensburg zählt 80 Register.
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Gesteuert wird das Billerbecker Instrument vom viermanualigen Spieltisch aus, der die Registerzüge in einem Halbrund und terrassenförmig angeordnet aufnimmt – nach dem Vorbild des französischen Orgelbaumeisters Aristide Cavaillé-Coll (der diese Form allerdings auch nur in seinen Orgeln von Saint-Sulpice, Sacré-Coeur und Notre-Dame realisiert hat). Zu den Selbstverständlichkeiten im heutigen Orgelbau zählen eine ausreichend große Setzeranlage (zur Speicherung von individuellen Klang- oder Registerkombinationen) und die Möglichkeit, diese auf einem Datenträger (USB-Stick) zu speichern.

Disposition

Mutig war Eberhard Hilse, Chef der Werkstatt Fleiter und als Intonateur verantwortlich für den Gesamtklang der Orgel: er sparte wahrlich nicht mit Kraft und Volumen. Am Spieltisch wirkt manches vermeintlich zu laut – unten in der Kirche aber passt alles ganz ausgezeichnet: die stark streichende Viola da Gamba 8’ im Hauptwerk, eine durchdringende Flûte harmonique 8’, vor allem das imponierende Ensemble der offenen Flûtes in 32’-, 16’- und 8’-Fuß-Lage, die den gedeckten Registern in eben derselben Lage (Bourdon 32’, 16’, 8’) unglaubliches Rückgrat bieten.
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Raumgreifendes Volumen – das ist, was all den Provisorien im Billerbecker Dom mehr als hundert Jahre lang gefehlt hat. Und auch die ultimative „Krönung“, für die nun drei Chamaden verfügbar sind: horizontal in den Kirchenraum hinein sprechende Trompeten, die besonderen Glanz und Festlichkeit verströmen. Natürlich bekommen auch zarte, poesievolle Farben ihr Recht, etwa die beiden schwebend gestimmten Register Voix céleste und Unda maris – oder die Vox Ludgeri, eine durchschlagende Zungenstimme nach Art einer deutsch-romantischen Klarinette.

Von der alten Orgel aus dem Jahr 1898 geblieben sind die beiden neugotischen Gehäuse, die sich wunderbar einfügen in die Architektur des Raumes. Sie rahmen das große Fenster im Westwerk des Doms ein – und an ihnen lässt sich noch heute die Geldnot von Einst ablesen: Ein Blick aus der Nähe nämlich reicht, um zu sehen, dass nur das linke dieser beiden Gehäusehälften mit Fialen und Schnitzereien reich verziert ist. Für das Gegenüber gab es nur noch eine „einfache“ Variante. Hinzugekommen ist das Rückpositiv – ein in die Emporenbrüstung eingelassenes Teilwerk der Orgel, das sich optisch ganz bewusst absetzt vom neugotischen Stil des übrigen Gehäuses.

Nun haben die Billerbecker in den letzten Jahren eine Menge Geld und die Orgelbauwerkstatt Fleiter jede Menge Arbeit investiert: rund 1 Million Euro kostet das nach mehrjähriger Bauzeit vollendete Instrument. Nicht gerade ein Schnäppchen-Preis – aber dafür kann die Gemeinde sicher sein, dass ihre neue Orgel mehr als die nächsten einhundert Jahre überdauern wird.

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Weihe der Ludgerus-Orgel
Am Mittwoch, 26. März, um 19 Uhr

Streiflichter vom 19.03.2014

Billerbeck. Für Kantor Lukas Maschke war es ein erhabenes Gefühl, als er zum ersten Mal auf der neuen Orgel im Billerbecker Dom spielte. Die „Königin der Instrumente“ ist für den Organisten nicht getrennt von dem, wie er sagt, „Geist des Raumes zu sehen“. Und dieser wird jetzt vom Klang der Ludgerus-Orgel erfüllt. Und dieser sei laut Dr. Thomas Perick, dem Vorsitzenden des Fördervereins Domorgel e.V., grandios.

Am Mittwoch, 26. März, um 19 Uhr wird die Ludgerus-Orgel im Rahmen des Pontifikalamtes am Hochfest des heiligen Ludgerus geweiht. Zu diesem Ereignis kommen Willem Jacobus Kardinal Eijk, Erzbischof von Utrecht, und Dr. Felix Genn, Bischof von Münster.

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Kantor Lukas Maschke an der Ludgerusorgel

Vor 13 Jahren gehörte Dr. Perick aufgrund der hohen Investitionskosten von rund einer Million Euro seiner Meinung nach zu den Skeptikern des Projektes. Doch auch er, der in seiner Jugend, wie er sagt, „nur leidlich Klavierspielen gelernt hat“, ließ sich anstecken, den Weg für eine neue Orgel zu ebnen. So war er mit dabei, als Sänger und Freunde des Propsteichores um den damaligen Kantor Ludwig Wegesin und Dr. Peter Ammann den gemeinnützigen Förderverein Domorgel 2001 gründeten. „Die Wolfgang Suwelack-Stiftung wurde gar zum Motor und Garanten des Projektes“, betont Dr. Perick, der 2009 die Nachfolge von Dr. Peter Ammann als Vorsitzender des Fördervereins Domorgel antrat. So konnte durch eine großzügige finanzielle Zuwendung seitens der Stiftung der erste Bauabschnitt 2008 begonnen werden. Zahlreiche Spenden folgten.

Die neue Orgel stammt bereits wie ihre Vorgängerin aus der Werkstatt der Firma Fleiter aus Münster. Mit rund 5 000 Pfeifen gehört die Orgel, deren Disposition und Intonation sich sehr an den Orgeln Aristide Cavaillé-Colls orientiert, zu einer der größten und auf ihre Weise klangvollsten in der Region. Den gesamten Umbau begleitete Heinrich Ahlers vom Kirchenvorstand.

Auch wenn der Bau der Orgel jetzt vorbei ist, hört die Arbeit des Fördervereins Domorgel e.V. nicht auf. So wird er weiterhin Konzerte im Dom organisieren. Darüber hinaus wird er sich auch um die Orgel in der Johanniskirche kümmern. Und da bleibt noch eine Vision des Kantors Lukas Maschke mit Blick auf die Chorarbeit: ein separater Spieltisch für die Orgel im Chorraum.

Von Yvonne Reher

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Orgelkonzert im Dom

Rudolf Innig spielt am 23. Juni zugunsten der „Königin der Instrumente“

Streiflichter-Ausgabe vom 5.6.2013 – Von Yvonne Reher

Billerbeck. Am Sonntag, 23. Juni, um 16.30 Uhr findet im Ludgerusdom in Billerbeck ein Benefizkonzert statt. Hierfür konnte der Förderverein Domorgel e.V. den Organisten und ehemaligen Musikschulleiter Rudolf Innig gewinnen.
In seinem Konzert wird Innig das Werk Four Organ Pieces opus 66 (1908) von Horatio Parker zu Gehör bringen. Darüber hinaus spielt er Variations on „America“ (1891) von Charles Ives sowie „Feuerzauber“ aus „Die Walküre“ (1858) von Richard Wagner. Zum Abschluss gibt er die Sinfonie d-Moll („Nullte“) von Anton Bruckner auf der „Königin der Instrumente“ zum Besten.

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Rudolf Innig

Innig studierte Orgel und Klavier, Kirchen- und Schulmusik sowie Musikwissenschaft in Detmold, Köln und Paris. Zu seinen Lehrern zählen Gaston Litaize, Michael Schneider (Orgel), Hans Martin Theopold und Friedrich Wilhelm Schnurr (Klavier) sowie Arno Forchert (Musikwissenschaft). Er war Stipendiat der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“ und Preisträger verschiedener Wettbewerbe im Fach Orgel.
Konzerte, Vorträge und Rundfunkaufnahmen führten Rudolf Innig in fast alle Länder Europas, nach Nordamerika, Russland, Japan und Korea.

Seine zahlreichen CD-Einspielungen mit den Orgelwerken von Johannes Brahms, Franz Lachner, Felix Mendelssohn, Felix Nowowiejski, Horatio Parker, Robert Schumann und Olivier Messiaen wurden mit mehreren internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet. So erhielt Rudolf Innig unter anderem 1995 den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“, 1998 an der Seite des Ensembles „Musica Alta Ripa“ den „Cannes-Classical- Award“ und 1999 den „Echo-Klassik-Preis“. Von 1998 bis 2004 arbeitete Rudolf Innig an einer Gesamteinspielung der Orgelwerke von Josef Gabriel Rheinberger auf historischen Instrumenten in Süddeutschland und der Schweiz, die seit dem Frühjahr 2005 in 12 CDs vorliegt.

Nach langjähriger Tätigkeit als Leiter der Musikschule Coesfeld, Dozent an der Musikhochschule Detmold und Organist an der evangelischen Marktkirche Coesfeld lebt Rudolf Innig seit 2012 als konzertierender Organist in Bielefeld.

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Musikalische Zeitreise im Dom

Italienische Chor- und Orgelklänge mit Organist Markus Lehnert und Kammerchor / Benefizkonzert

Billerbecker Anzeiger vom 20.02.2013

Billerbeck. Mit einem Chor- und Orgelkonzert der besonderen Art beginnt der Förderverein Domorgel Billerbeck seine Konzertreihe. Am 10. März, zu Laetare, werden im Billerbecker Dom italienische Chor- und Orgelklänge zu hören sein. Der Titel des Benefizkonzertes zugunsten der neuen Domorgel lautet „Fiori Musicali“ (musikalische Blumen). Dies war ein beliebter Titel frühbarocker Kompositionssammlungen, wie beispielsweise der von Girolamo Frescobaldi (1635), und diente als Programm.

Das Konzert ist als Gesprächskonzert konzipiert, das heißt zwischen den Chor- und Orgelblöcken werden die jeweiligen Werke dem Zuhörer kurz vorgestellt.

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Kantor und Organist Markus Lehnert gastiert mit seinem Kammerchor am 10. März im Dom. Foto: Archiv

Zu Gast ist ein Kammerchor unter der Leitung von Markus Lehnert. Der Chor, ein professionelles Gesangsensemble mit den Schwerpunkten a-cappella-Literatur der Romantik und ausgewählte zeitgenössische Werke, gründete sich im Jahr 2003. Er ist mit bis zu vier Sängerinnen und Sängern pro Stimme besetzt. Die hohe Professionalität der Mitglieder erlaubt es, Solopartien aus dem Ensemble heraus zu besetzen, heißt es in der Ankündigung. Zugleich verschmelzen die Stimmen zu einem Gesamtklang von großer Homogenität. Das Ensemble ist bekannt für seinen klang von großer Intensität und Klarheit, wie der Förderverein Domorgel mitteilt. Transparenz, Leichtigkeit und Beweglichkeit verleihen ihm einen unverwechselbaren Charakter.

Seit der Gründung wird das spezifische künstlerische Profil des Kammerensembles weiterentwickelt. Wichtig ist dabei eine Flexibilität der Sänger, die es ermöglicht, in jeder Konstellation stilgetreu zu musizieren.

Zum Programm des Konzertes in Billerbeckgehören Werke unter anderem von Girolamo Frescobaldi (1583-1643), Carlo Gesualdo (1561-1613), Antonio Vivaldi (1678-1741); Giuseppe Verdi (1813-1901), Giacomo Puccini (1858-1924), Marco Enrico Bossi (1861-1925) und Gioachino Rossini (1792-1868). Das Konzert beginnt um 16.30 Uhr im  Dom.

Zur Person: Markus Lehnert

Der Organist und Kantor Markus Lehnert wurde im Saarland geboren und absolvierte seine Studien an der dortigen Musikhochschule, die er in Frankfurt und Mainz fortsetzte. Als Meisterschüler von Daniel Roth (Paris) ist er eng mit der großen Tradition französischer, sinfonischer Orgelmusik verbunden. Das Orgelrepertoire der deutschen Romantik bildet einen weiteren Schwerpunkt seiner Soloprogramme. Auch als gefragter Begleiter gastiert Markus Lehnert in vielen Kirchen und Konzertsälen, außerdem bei zahlreichen Festivals.

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Sanierung in der Johanniskirche beginnt morgen – Orgel verstummt unter der Schutzfolie 

Billerbecker Anzeiger vom 10.01.2013

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Bevor Lucas Schönwies von Orgelbau Fleiter aus Nienberge mit der Reinigung des Musikinstruments beginnen kann, muss die Rückwand von dem Schimmel befreit und der Putz neu aufgetragen werden. Foto : Lisa Oenning Foto: az

Billerbeck. Bis voraussichtlich Ostern verstummt die Orgel in der St.-Johanniskirche. Denn heute ist der Startschuss für die Sanierung gefallen. Ab morgen müssen die Gläubigen ihre Gottesdienste im Dom abhalten. Denn die Rückwand des Gotteshauses zur Taufkapelle und zur Orgel hin weist starke Feuchtigkeitsschäden, Schimmelsporen, auf. „Diese sind aber keinesfalls gesundheitsgefährdend“, sagt Propst Hans-Bernd Serries. Bereits vor geraumer Zeit sei der Schimmel untersucht worden.

Gestern haben Ralf Freise und Lucas Schönwies von Orgelbau Fleiter aus Nienberge das Instrument mit einer Schutzfolie abgedeckt, damit sie während der Sanierung nicht zusätzlich verschmutzt wird. „Wenn die Wand von den Feuchtigkeitsschäden befreit worden ist, können wir die Orgel schließlich reinigen“, erklärt Freise.

VON LISA OENNING

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Orgel und Orchester in perfekter Harmonie – Rund 1000 Zuhörer restlos begeistert vom Abschlusskonzert des Jugendorchesters

Billerbecker Anzeiger vom 02.01.2013

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Die Solisten Nina Bühn (Trompete) und Alina Mayer (Flöte) empfangen gemeinsam mit Dirigent Rainer Becker und dem gesamten Orchester den verdienten Beifall für die musikalischen Höchstleistungen, die sie geboten hatten. Foto: Manfred van Os

Billerbeck. Rund 1000 Menschen kamen in den Ludgerusdom zum Jahresabschlusskonzert mit dem Jugendorchester Havixbeck – und waren restlos begeistert. Kaum ein Platz, auch in den Seitenschiffen nicht, blieb frei. Mit Absicht ließ der Dirigent Rainer Becker den Dom abgedunkelt. Nur die Notenpulte der Musiker waren beleuchtet. So entstand eine ganz besondere Stimmung. Leise und dezent begann der renommierte Organist Markus Lehnert mit seinem Orgelvorspiel. Nahtlos nahm das Blasorchester die vorgegebene Melodie „Heller Stern in dunkler Nacht“ auf. Zur Weihnachtszeit eine sehr passende Einleitung.

Das Zusammenspiel von Orgel und Orchester bildete in verschiedenen Stücken einen Schwerpunkt des Konzerts – und man wurde so an das Benefizkonzert am 13. Februar 2012 erinnert. Ein wenig patriotisch die Sinfonie Nr. 3 „Aan mijn Vaderland“ des niederländischen Komponisten Bernard Zweers. Mit dem Concertino pour Flûte, Op 107 von Cécile Chaminade gab es eine erste tolle Überraschung mit der jungen Flötistin Alina Mayer, die mit absolut sauberen und glockenreinen Oktavsprüngen und einer wunderbar gestalteten Kadenz die Zuhörer überzeugte.

In die Weiten Mittelasiens wurden die Zuhörer mit der sinfonischen Dichtung von Alexander Borodin entführt. Sehr eindrucksvoll gestaltete das Orchester die vier musikalischen Themen. Lang anhaltende Flötentöne symbolisierten die Steppenlandschaft. Nina Bühn (Trompete) war eine weitere Solistin, die aus den Reihen des Jugendorchesters hervorkam und mit dem Concerto in Es-Dur für Trompete und Orchester von J. P. Neruda auf sich aufmerksam machte. Strahlend schön ihr Spiel und die Höhen kamen mit absoluter Tonsicherheit und Reinheit. Großes Kompliment den Pädagogen an der Havixbecker Musikschule, die es fertig bringen, die Solisten und Orchestermitglieder zu solchen großartigen Leistungen zu motivieren!

Mit „Lux aurumque“ von Eric Whitacre, dem Motto des Konzerts, erlebten die Zuhörer ein warmes und stimmungsvolles Klanggewebe. Spätestens hier offenbarte sich das große Klangspektrum des Orchesters. Beachtenswert auch der Auftritt des Saxophonquartetts „Saxonata“, das ebenfalls aus den Reihen des Orchesters stammt.

Zeitgenössische Komponisten bildeten den Abschluss des Konzerts. Sehr getragen erklang „Theatre Music“ von Philip Sparke. Von höchstem musikalischen Anspruch das Werk von Thomas Krause „Die Tränen des Phönix“. Ein sehr sentimentales Stück, wo viele filigrane Klangformen zu meistern waren. Das Publikum war mehr als beeindruckt und es verstand dieses Werk. Spontan stand es nämlich zu den stehenden Ovationen auf. Heinz-Hermann Tenberge aus Bochum, der mit seiner Frau Bärbel kam, meinte: „Einfach großartig, mir gefiel die moderate Lautstärke des Orchesters besonders gut.“

VON MANFRED VAN OS

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Musikalische Reise in den OrientAbschlusskonzert im Dom mit dem Jugendorchester Havixbeck am Sonntag (30. 12.)

Billerbecker Anzeiger vom 27.12.2012

Billerbeck. Seit über 25 Jahren ist es Tradition, dass zum Jahressende, immer am Tag vor Silvester, im Billerbecker Dom ein großes Konzert aufgeführt wird. Auf Einladung des Fördervereins Domorgel Billerbeck wird am Sonntag (30. 12.) um 16.30 Uhr das Jugendorchester Havixbeck, das mit dem Titel „bestes deutsches Jugendblasorchester“ ausgezeichnet wurde, das Jahr mit einem Symphonischen Konzert abschließen. Das etwa einstündige, festliche und auch weihnachtliche Konzert trägt den Titel „Lux Aurumque“ (Licht und Gold). Dem Programm angepasst wird auch der Dom in einem besonderen Licht erstrahlen.

Eröffnet wird das Konzert mit dem Lied „Heller Stern in dunkler Nacht“. Danach gestaltet das Orchester, gemeinsam mit dem Organisten Markus Lehnert, den Choral aus dem zweiten Satz der 3. Sinfonie von Bernhard Zweers „Aan mijn Vaderland“. Markus Lehnert absolvierte seine Studien an der Musikhochschule Saarbrücken sowie in Frankfurt und Mainz. Er ist derzeit Organist in St. Nikomedes in Steinfurt-Borghorst.2012 12 27 Abschlusskonzert im Dom mit dem Jugendorchester Havixbeck 300x225 2012 12 27 Abschlusskonzert im Dom mit dem Jugendorchester Havixbeck

Als Solistinnen treten die Flötistin Alina Mayer mit dem „Concertino“ von Cecile Chaminade sowie die Trompeterin Nina Bühn mit dem 2. Satz aus dem Trompetenkonzert in Es-Dur von Johann Baptist Neruda auf, wie der Förderverein mitteilt. Beide spielen seit vielen Jahren im Jugendorchester Havixbeck.

Neben klassischer und weihnachtlicher Kirchenmusik präsentiert das Orchester, unter der Leitung von Rainer Becker, auch sinfonische Kompositionen. Im Werk „Eine Steppenskizze aus Mittelasien“ beschreibt der Komponist Alexander Borodin die endlose Weite der Steppe. Dabei verschmelzen orientalische Klänge mit schwermütiger russischer Musik. Das Werk „Lux Aurumque“ von Eric Whitacre gibt dem Konzert seinen Titel. Der junge amerikanische Komponist lässt die Musik durch gefühlvolle Klangfarben wie goldenes Licht schimmern. Der Kirchenraum wird mit strahlendem Klang erfüllt. Als großes Gesamtwerk für Orchester und Orgel präsentieren das Jugendorchester und Markus Lehnert, an der imposanten Billerbecker Orgel den prunkvollen „Grand Choeur Dialogué“ von Eugène Gigout. Es handelt sich um ein musikalisches Zwiegespräch von Orchester und Orgel.

Das Saxophonquartett „Saxonata“, unter der Leitung von Judith Becker, gehört zu den Vorzeige-Ensembles der Musikschule Havixbeck. Mit dem Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ von Johann Sebastian Bach und dem 1. Satz „Andante – Allegro“, aus dem „Premier Quartuor“ op. 53 von Jean Baptiste Singelée, zeigt das Ensemble die klangliche Vielfalt der Instrumentenfamilie Sopran-Saxophon (Meike Freytag), Alt-Saxophon (Wiebke Petereit), Tenor-Saxophon (Florian Westphal) und Bariton-Saxophon (Lina Neuber).

Zum Abschluss des Konzertes erklingt das expressive Stück „Die Tränen des Phoenix“ von Thomas Krause. Mit diesem Stück erspielte sich das Jugendorchester Havixbeck beim „Deutschen Orchesterwettbewerb 2012“ den ersten Platz und somit den Titel „bestes deutsches Jugendblasorchester.“

Konzertkarten sind zum Preis von zehn Euro bei der Bücherschmiede in Billerbeck, der Buchhandlung Janning sowie der Musikschule in Havixbeck und bei den Bürgerbüros in Billerbeck und Havixbeck erhältlich. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist der Eintritt frei.

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Boellmann-Werk erklingt in St. Johann

Billerbecker Anzeiger vom 12.07.2012

Billerbeck. Der Chorleiter und Organist Reinhard Mensing aus Stadtlohn wird am Sonntag (15. 7.) die Orgelvesper in St. Johann musikalisch gestalten. Beginn ist um 18 Uhr.

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Chorleiter und Organist Reinhard Mensing aus Stadtlohn

Mensing wurde 1974 in Stadtlohn geboren und begann im Alter von sechs Jahren seine musikalische Laufbahn an der städtischen Musikschule. Ersten Orgelunterricht erhielt er bei Christoph Schömig mit begleitendem Studium und C-Examen in Münster 1994. Sein Kirchenmusikstudium begann er 1996 in Köln an der Hochschule für Musik im Fach Orgel und Orchesterleitung.

1998 schloss er sein B-Examen und im Jahre 2000 den Abschluss des Studiums mit dem Staatsexamen für Kirchenmusik Diplom A ab. Bis 2002 war er Kantor an St. Joseph, St. Monika und St. Franziskus in Köln. Seit 2003 leitet er den Kirchenchor St. Jakobi in Coesfeld. Mensing wird Auszüge aus dem wohl bekanntesten und heute am häufigsten zu hörenden Werk von Leon Boellmann, der Suite Gothique Opus 25, in der Vesper zu Gehör bringen.

Der Förderverein Domorgel lädt zu der Orgelvesper, die am kommenden Sonntag in St. Johann ist, ein.

VON SILKE DIECKSMEIER

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Orgeltänze aus sechs Jahrhunderten

Konzert mit Tomasz Adam Nowak im Ludgerusdom

Streiflichter-Ausgabe vom 6.6.2012

Billerbeck. Am Sonntag, 24. Juni, findet um 16.30 Uhr im Ludgerusdom Billerbeck das zweite Orgelkonzert dieses Jahres statt. Für diese Veranstaltung konnte der Förderverein Domorgel Billerbeck Tomasz Adam Nowak gewinnen.
Nowak ist Professor für Künstlerisches Orgelspiel und Improvisation an der Hochschule für Musik Detmold und Organist der Stadt- und Marktkirche St. Lamberti in Münster. Sein Studium absolvierte er an der Frédéric-Chopin-Hochschule seiner Heimatstadt, danach in München, Paris und Amsterdam. Nowak ist Preisträger zahlreicher internationaler Orgelwettbewerbe, unter anderem Sieger im Haarlemer Improvisationswettbewerb.
Konzerte, Rundfunk- und Tonträgeraufnahmen führen ihn nach Europa und Übersee. Schwerpunkte seiner künstlerischen Arbeit sind das Orgelwerk J. S. Bachs, die Werke Max Regers, die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts sowie die Kunst der Improvisation.
Am 24. Juni wird der 50-Jährige Organist „Orgeltänze aus sechs Jahrhunderten“ erklingen lassen. So spielt er Werke unter anderem von Johann Sebastina Bach, Robert Schumann und Igor Stravinsky. Darüber hinaus werden Kompositionen des 16. Jahrhunderts von Jan von Lublin und Jan Pieterszoon Sweelinck zu hören sein.
Den Abschluss bildet die Improvisation „Tanz-Suite“ von Tomasz Adam Nowak über Lieder aus dem Gotteslob.
Der Eintritt für das Konzert beträgt 10 Euro.

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180 neue Orgelpfeifen eingebaut

Billerbecker Anzeiger vom 25.04.2012

Billerbeck. “Bloß nicht berühren!” – so lautet die Maßgabe an Neugierige, die nur allzu gern die blitzblanken, hochglanzpolierten, nagelneuen Orgelpfeifen berühren möchten. “Orgelbauer sehen das nicht gerne. Die tragen selber Baumwollhandschuhe. Sie sagen, dass sich bei direkter Berührung der Ton verändert”, erklärt Heinrich Ahlers. Der Billerbecker kennt sich aus auf dieser “Baustelle”. Seitens des Kirchenvorstandes der Pfarr- und Propsteigemeinde St. Johann/St.Ludgerus und als Mitglied im Förderverein Domorgel begleitet er den Neuaufbau des Kircheninstrumentes.

“Als der Dom 1898 gebaut wurde, blieben nur 6000 Goldmark für eine Orgel übrig”, weiß der ambitionierte Ehrenamtler aus überlieferter Recherche. Damit ihre Musik alle Dombesucher erreichte, war sie sehr hoch und laut eingestellt. Um diesen Zustand, der gut 100 Jahre währte, zu ändern und um das altehrwürdige Kirchenhaus mit der Orgel auszustatten, die es verdient, fanden sich 2001 engagierte Musikfreunde zu einem Förderverein zusammen. Mit großem Erfolg, denn der größte Teil, der mit einer Millionen Euro veranschlagten Orgel, ist bereits eingebaut.2012 04 25 180 neue Orgelpfeifen eingebaut 225x300 2012 04 25 180 neue Orgelpfeifen eingebaut

Derzeit werden drei weitere neue Register gestimmt. Genauer gesagt: 60 neue Orgelpfeifen werden intoniert. Was bedeutet, dass sie ihre Feinabstimmung bezüglich Lautstärke, Klangfarbe und Tonhöhe erhalten. “Wir hatten so viel Glück wie niemand es hätte erwarten können”, lobt Ahlers die Spendenfreudigkeit aller Beteiligten. Zur Neuausstattung der Orgel gehört unter anderem auch ein Bildschirm auf dem das Geschehen im Altarraum übertragen wird. Per Knopfdruck bedient Heinrich Ahlers den Spieltisch und das elektronisch, gesteuerte Wunderwerk der Neuzeit nimmt seine Arbeit auf. Unter den acht Stufen des Podestes beginnt es zu rumoren. Dort gibt die Windmaschine sozusagen Dampf auf den Luftbalg.

Obwohl das Orgel spielen eine Wissenschaft für sich ist, gelingt es ihm, die vier Klaviaturen mit den dazugehörigen Registern in Bewegung zu bringen. Klangvoll wohlgemerkt. Allerdings sind es keine Zauberhände, die dies vollbringen, vielmehr ist das Computerherz dafür verantwortlich. “Theoretisch könnte man alle Lieder einprogrammieren und automatisch abspielen”, erklärt Heinrich Ahlers. Sich praktisch allein darauf zu verlassen, sei allerdings undenkbar, weil “sich ein Organist ja auch auf die Besucher, die Sänger und deren Tempo einstellt.”

4473 Orgelpfeifen sollen es am Ende sein. 4175 haben bereits ihren Platz eingenommen. Die Kleinste von ihnen misst 20 Zentimeter, die Längste zehn Meter. Was zum krönenden Abschluss fehlt, sind drei große Register und die spanischen Trompeten (Horizontalpfeifen). Es fehlen “nur” noch 145.000 Euro, um diese

abschließende Installation tätigen zu können.” Heinrich Ahlers nimmt es gelassen und vermutet: “Zwei, vielleicht drei Jahre kann es dauern.”

Die gelungene Domorgel-Erneuerung wird am 25. Mai schon mal mit der Auferstehungs-Sinfonie von Gustav Mahler gefeiert. Dann ist das Junge Orchester NRW mit 135 Musikern zu Gast sowie 300 Sänger der Chöre der Universitäten Köln, Wuppertal und Herdecke. Karten zum Preis von 15 Euro gibt es in der Bücherschmiede und im Rathausfoyer.

VON ULLA WOLANEWITZ

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Matthias Schlubeck verzauberte mit der Panflöte

Billerbecker Anzeiger vom 07.03.2012

Billerbeck (mvo). Die Musik regt zum Träumen an, lässt den Alltag einfach mal vergessen. Einige Zuschauer schließen die Augen, andere wiegen im Rhythmus der Klänge mit.

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Auf der Orgelbühne: Matthias Schlubeck spielt auf der Panflöte, Ludger Janning die Orgel. Foto: Manfred van Os

Die Panflöte ist Matthias Schlubecks Instrument. Wenn er auf dem Instrument spielt, berührt er sein Publikum – auch im Billerbecker Ludgerus-Dom. Denn hier gastierte der Panflötenspieler, der zu den weltbesten seines Faches gehört, auf Einladung des Fördervereins Domorgel. Mehrere Hundert Zuschauer, auch aus umliegenden Orten, verfolgten das Konzert, das Schlubeck gemeinsam mit dem Organisten Ludger Janning gestaltete. Und dank moderner Bildübertragungstechnik bestand für die Zuhörer die Möglichkeit, beiden Künstler, die auf der Orgelbühne waren, auf der Großleinwand “über die Schulter zu schauen”.

Schlubeck gestaltete ein vielseitiges Programm vom Barock bis zu Werken von heute. Gestartet wurde mit der Partita Nr. 5 in e-moll von G. P. Telemann. Danach wechselte Schlubeck seinen Standort und kam von der Orgelbühne zum Altarraum. Andächtig still wurde es im Dom als er J. S. Bachs “Air” intonierte. Auf der Kontrabass Panflöte brachte er dann seine Eigenschöpfung “Deep Colours” zu Gehör. Ergriffen hörten die Besucher das Largo von G. F. Händel – von absoluter Meisterschaft die Stimmreinheit und gefühlvolle Art seiner Interpretation.

Von der Orgelbühne präsentierte Schlubeck zwei Beiträge von J. B. Loeillet de Gant und W. A. Mozart. Nach einem Orgelzwischenspiel vom Altarraum gab es drei stimmungsvollen Liedern von Jean Claude Mara, Enrico Pasini und J.G. Weinberger. Mit dem Bravourstück für Panflöte “Danse de la foret”, von seinem Lehrmeister Gheorghe Zamfir, offenbarte Schlubeck seine große Virtuosität. Spontane stehende Ovationen vom Publikum. Zugabe, danach erneut standing Ovations.

Für die Zuschauer gab es sogar einige Tipps: Klänge wie auf einer Panflöte können nämlich auch mit einer einfachen Wasserflasche erzeugt werden. Schlubeck zeigte wie durch den Anblaswinkel sich der Ton verändern lässt und man so sogar eine kleine Melodie darauf spielen kann.

Unter den Zuschauern war auch Theresa Fahrland aus Ahaus, die mit ihrem Vater Bernd im Dom Platz genommen hatte. Ihr gefiel besonders das “Poeme Adagio” von Mara und “Cantabile for you” von Pasini. Angetan waren beide von der besonderen Atmosphäre im Dom.

Panflötenfans können Matthias Schlubeck erneut in Billerbeck hören. Der Künstler tritt zusammen mit Isabell Moreton (Harfe) am 2. September im Kloster Gerleve auf.

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Weiter für Orgel-Vollendung einsetzen

Billerbecker Anzeiger vom 21.10.2011

Billerbeck. Als am 21. Oktober 2001 mit einem Orgelkonzert in St. Johann und der anschließenden Gründungsversammlung im Cox Orange der Förderverein Domorgel Billerbeck ins Leben gerufen wurde, wagte wohl niemand zu hoffen, 2011 10 21 Weiter für Orgel Vollendung einsetzen 238x300 2011 10 21 Weiter für Orgel Vollendung einsetzendass bereits neun Jahre später die neue Orgel des Billerbecker Doms, wenn auch noch nicht vollständig fertig, erklingen würde. Selbst die Initiatoren hatten sich Ziele gesetzt, die bei einer geplanten Investitionssumme von rund einer Million Euro in weiter Ferne lagen. Mit 29 Gründungsmitgliedern startete der neue Verein, der sich laut Satzung “die ideelle und finanzielle Förderung des Domorgelbaus und der Orgelmusik” in den Billerbecker Kirchen zur Aufgabe gemacht hat.

Nun besteht der Verein seit zehn Jahren. “Eine französisch-romantische Orgel, mit der stimmungsvolle Kathedralmusik gespielt werden kann”, das war damals der große Traum von Kantor Ludwig Wegesin, den er mit Hilfe des Fördervereins und der Unterstützung der gesamten Kirchengemeinde erfüllen wollte. Das scheinbar Unmögliche geschah: Im Jahre 2007 wurde durch großzügige Unterstützung eines Billerbecker Unternehmers, die Inzahlungnahme der alten Orgel durch die Firma Fleiter in Altenberge, die den Zuschlag für den Bau der neuen Domorgel erhalten hatte, den Eigenmitteln des Fördervereins und Spenden aus der Kirchengemeinde die neue Domorgel in Auftrag gegeben. Der Förderverein hoffte, zum Jubiläumsjahr 2009, dem 1200. Todestag des heiligen Ludgerus, sein ehrgeiziges Projekt zu realisieren oder zumindest teilweise zu verwirklichen. Der Kirchenvorstand entschied, die Orgel zu bauen und am 18. September 2008 wurde der erste Bauabschnitt in Auftrag gegeben.

An Weihnachten 2009 erklang die neue Domorgel erstmals zum Gloria in der Heiligen Nacht mit den bis dahin fertig gestellten zwei von vier Bauabschnitten. Der dritte Bauabschnitt ist in Teilen umgesetzt, so dass nun 85 Prozent der neuen Orgel bereits erklingen können. Am 24. Februar im kommenden Jahr wird der Förderverein Domorgel Billerbeck für seine Mitglieder und alle interessierten Orgelfreunde ein Orgelbühnenkonzert im Dom veranstalten. Daran anschließen wird sich die Jahreshauptversammlung des Vereins mit Ehrung der Gründungsmitglieder. Zwei Highlights im Konzertprogramm, das der Förderverein Domorgel organisiert, stehen für das nächste Jahr an: So wird am 4. März der bekannte Panflötist Matthias Schlubeck ein Konzert für Panflöte und Orgel geben und am 24. Juni gibt sich Prof. Tomasz Nowak aus Münster die Ehre, auf der Billerbecker Domorgel zu spielen. Auch zehn Jahre nach der Gründung, wollen der Förderverein und der Kirchenvorstand weiterhin alles daran setzen, auch die letzten Bauabschnitte zu realisieren, um die neue Orgel für den Billerbecker Dom zu vollenden.

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Orgel erklingt zum Sommerkonzert

Billerbecker Anzeiger vom 18.06.2011

2011 06 18 300x225 2011 06 18 Orgel erklingt zum Sommerkonzert

Im April hat die Orgel zwei neue Register bekommen: Contra Bombarde und Posaune (unten l.). Organist Gregor Oechtering lässt sie am 26. 6. erklingen.

Billerbeck. Im Rahmen seiner Orgelkonzert-Reihe 2011 veranstaltet der Förderverein Domorgel Sonntag (26. 6.) um 16.30 Uhr im Dom sein Sommerkonzert. Mit den nun weiter vervollständigten neuen Registern im Pedalwerk hat der Organist weitere Möglichkeiten der Präsentation der großen Orgelwerke, heißt es in der Ankündigung. Der Förderverein freut sich, den Regionalkantor Gregor Oechtering aus Rheine für dieses Konzert gewonnen zu haben.

Oechtering hat Kirchenmusik, Chorleitung, Orchesterleitung und Dirigat studiert. Außerdem absolvierte er ein Orgel- und Klavierstudium sowie eine Assistenz bei Paul Wißkirchen, Domorganist zu Altenberg bei Köln. Während seiner Arbeit am Altenberger Dom fanden Begegnungen mit zahlreichen Orgelgrößen, darunter Flor Peeters, Albert de Klerk, Jean Langlais, Gaston Litaize und Marie-Claire Alain statt. Seit 1984 ist Gregor Oechtering Organist und Chorleiter an St. Ludgerus (Heilig-Kreuz-Gemeinde) in Rheine und Initiiert viele Konzerte.
Im ersten Teil des Biller-becker Konzerts erklingen die “Service Favorites” – eine Sammlung von Kompositionen für den gottesdienstlichen Gebrauch, die sich in Oechterings kirchenmusikalischer Praxis als wertvoll erwiesen haben. Die Kompositionen sind eine individuelle Zusammenstellung aus verschiedensten Notenmaterialien, meist Werke englischer Komponisten, was an Oechterings Vorliebe für englische Kirchenmusik liegt.

Im zweiten Teil folgen “Musikalische Visitenkarten” des Bruckner-Spezialisten Erwin Horn. Seine dreisätzige Fantasie C-Dur ist ein Versuch, dessen legendäre Improvisationskünste lebendig werden zu lassen und bezieht sich auf Bruckners 8. Symphonie.

Eintritt frei, um Spenden für den Weiterbau der Orgel wird gebeten.

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“Ein großartiges Miteinander”

Billerbecker Anzeiger vom 24.05.2011

2011 05 24 Ein großartiges Miteinander 300x225 2011 05 24 Ein großartiges Miteinander

Der Chor der Freilichtbühne Billerbeck

Billerbeck (mvo). Die Zuschauer waren aus dem Häuschen. “Das war ein imposantes Konzert und die Billerbecker haben beste Musikkunst von Klassik bis Gospel geboten und unsere kraftvolle neue Domorgel erwies sich als Königin der Instrumente”, betonte ein Billerbecker direkt nach dem großen Benefizkonzert im Dom, zu dem der Förderverein Domorgel und die katholische Kirchengemeinde eingeladen hatten. Ja, dass das Publikum begeistert war, war deutlich zu spüren – nicht zuletzt durch die stehenden Ovationen. “Alles was Odem hat” – unter diesem Motto musizierten 300 Musikanten im Dom, und zwar vor vollem Haus.

Sieben Chöre, drei Instrumentalgruppen, zwei Instrumentalsolisten und zwei Gesangssolistinnen mit Begleitinstrumenten gestalteten ein grandioses Konzert. Bis auf das Holzbläserquintett des Jugendorchesters Havixbeck kamen alle Gruppen und Solisten aus Billerbeck. Moderiert wurde das Konzert vom Domvikar Markus Tüshaus aus Münster, der für diese Veranstaltung an seine frühere Wirkungsstätte zurückkehrte. “Dieses Konzert ist kein Wettstreit, Grand Prix, und auch keine Suche nach einem Superstar, sondern ein großartiges Miteinander”, sagte er. Nein, ein Wettstreit war es wahrhaftig nicht. Gemeinsam haben die Akteure für die neue Domorgel musiziert. Und so vielfältig die Akteure waren, so vielfältig waren auch die 26 musikalischen Beiträge.

Den Anfang machten auf der Orgelbühne Ludwig Perick (Posaune) und Ludwig Wegesin (Orgel) mit einer festlichen Eingangsmusik. Fröhlichkeit pur verbreitete der Bambinichor unter der Leitung von Ulrike Büscher. Von der Kanzel aus sangen Martina Heinen (Alt) und Amber Chiara Eul (Sopran). Sie wurden von Galina Schlegel am Orgelpositiv und Charlotte Johnen an der Violine begleitet. Zwei afrikanische Lieder – locker und fröhlich – präsentierte der Knabenchor unter der Leitung von Harald Berger, der auch den Chor der Freilichtbühne Billerbeck leitete. “Stage Fever” heißt der Chor und feierte eine Premiere. Mit zwei Spirituals präsentierten sich die Sänger zum ersten Mal der Öffentlichkeit. Auch das Flötentrio vom Blasorchester Billerbeck und das Holzbläserquintett des Jugendorchesters Havixbeck begeisterten das Publikum. Der Spielmannszug legte einen gelungenen Auftritt mit Werken aus dem Musical “Sister Act” hin. Der Frauenchor Musica unter der Leitung von Helmut Kathmann, dem Chor Spirit of Joy unter der Leitung von Susanne Pölling sowie der Kinderchor und der Propsteichor unter der Leitung von Ludwig Wegesin begeisterten.

Zu einem Finale kamen alle Instrumentalgruppen und Chöre nach vorn, um mit dem Lied “In der Mitte der Nacht” das Konzert zu beenden. Die positive Resonanz der Zuschauer drückte sich auch in der Spendenfreudigkeit aus. Es kamen rund 2000 Euro zusammen.

VON MANFRED VON OS

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24.05.2011 “Ein großartiges Miteinander”

Billerbecker Anzeiger vom 24.05.2011

Billerbeck (mvo). Die Zuschauer waren aus dem Häuschen. “Das war ein imposantes Konzert und die Billerbecker haben beste Musikkunst von Klassik bis Gospel geboten und unsere kraftvolle neue Domorgel erwies sich als Königin der Instrumente”, betonte ein Billerbecker direkt nach dem großen Benefizkonzert im Dom, zu dem der Förderverein Domorgel und die katholische Kirchengemeinde eingeladen hatten. Ja, dass das Publikum begeistert war, war deutlich zu spüren – nicht zuletzt durch die stehenden Ovationen.
Titel AZ 300x225 2011 05 22 Benefizkonzert Alles was Odem hat...

Beim großen Finale sangen alle Instrumentalgruppen und Chöre zusammen. Fotos: mvo

“Alles was Odem hat” – unter diesem Motto musizierten 300 Musikanten im Dom, und zwar vor vollem Haus. Sieben Chöre, drei Instrumentalgruppen , zwei Instrumentalsolisten und zwei Gesangssolistinnen mit Begleitinstrumenten gestalteten ein grandioses Konzert. Bis auf das Holzbläserquintett des Jugendorchesters Havixbeck kamen alle Gruppen und Solisten aus Billerbeck. Moderiert wurde das Konzert vom Domvikar Markus Tüshaus aus Münster, der für diese Veranstaltung an seine frühere Wirkungsstätte zurückkehrte. “Dieses Konzert ist kein Wettstreit, Grand Prix, und auch keine Suche nach einem Superstar, sondern ein großartiges Miteinander”, sagte er. Nein, ein Wettstreit war es wahrhaftig nicht. Gemeinsam haben die Akteure für die neue Domorgel musiziert.

Und so vielfältig die Akteure waren, so vielfältig waren auch die 26 musikalischen Beiträge. Den Anfang machten auf der Orgelbühne Ludwig Perick (Posaune) und Ludwig Wegesin (Orgel) mit einer festlichen Eingangsmusik. Fröhlichkeit pur verbreitete der Bambinichor unter der Leitung von Ulrike Büscher. Von der Kanzel aus sangen Martina Heinen (Alt) und Amber Chiara Eul (Sopran). Sie wurden von Galina Schlegel am Orgelpositiv und Charlotte Johnen an der Violine begleitet. Zwei afrikanische Lieder – locker und fröhlich – präsentierte der Knabenchor unter der Leitung von Harald Berger, der auch den Chor der Freilichtbühne Billerbeck leitete. “Stage Fever” heißt der Chor und feierte eine Premiere. Mit zwei Spirituals präsentierten sich die Sänger zum ersten Mal der Öffentlichkeit. Auch das Flötentrio vom Blasorchester Billerbeck und das Holzbläserquintett des Jugendorchesters Havixbeck begeisterten das Publikum. Der Spielmannszug legte einen gelungenen Auftritt mit Werken aus dem Musical “Sister Act” hin. Der Frauenchor Musica unter der Leitung von Helmut Kathmann, dem Chor Spirit of Joy unter der Leitung von Susanne Pölling sowie der Kinderchor und der Propsteichor unter der Leitung von Ludwig Wegesin begeisterten. Zu einem Finale kamen alle Instrumentalgruppen und Chöre nach vorn, um mit dem Lied “In der Mitte der Nacht” das Konzert zu beenden. Die positive Resonanz der Zuschauer drückte sich auch in der Spendenfreudigkeit aus. Es kamen rund 2000 Euro zusammen.

VON MANFRED VAN OS

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Zwei neue Register für Domorgel
Billerbecker Anzeiger vom 27.04.2011
2011 04 27 1 300x225 2011 04 27 Zwei neue Register für Domorgel

Mit gutem Gehör: Fachmann Hilse intoniert am Spieltisch die neuen Register.

Billerbeck. Die Orgel im Dom hat Zuwachs bekommen. Wie der Förderverein Domorgel mitteilt, hat die Orgelbaufirma Fleiter aus Münster-Nienberge zwei weitere Register ins Pedalwerk der Orgel eingebaut. Es sind die Register einer 32´ (Fuß) Contra Bombarde und einer 16´ (Fuß) Posaune. Im Orgelbau werden die Registergrößen in Fuß angegeben, so der Pressebericht. Das bedeutet, dass die größte Pfeife in einem 32-Fuß-Register knappe zehn Meter lang beziehungsweise hoch ist. Ein 16-Fuß-Register ist somit halb so groß: fünf Meter.

Die Kosten für diese Register, die vom Organisten in erster Linie bei den großen Kathedralstücken eingesetzt werden, beliefen sich auf rund 31.400 Euro. Sie wurden voll über Spenden aus der Gemeinde und durch den Förderverein Domorgel finanziert.

2011 04 27 2 300x225 2011 04 27 Zwei neue Register für Domorgel

Hier ist Vorsicht nötig: Die neuen Orgelpfeifen für den Dom werden angeliefert.

Zur Vollständigkeit fehlen der Orgel jetzt noch im Pedalwerk sechs Register. Die Krönung wäre dann allerdings noch das eigenständige Register mit den spanischen Trompeten. Das Manual dafür ist auch schon in dem kompletten Spieltisch vorhanden.

Kirchenvorstand und Förderverein freuen sich, dass durch große und kleine Spenden ein weiterer Baustein in der Orgel verwirklich werden konnte. Kantor Ludwig Wegesin wird in Kürze die neuen Register in einer Präsentation auf der Orgelbühne vorführen.

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07.12.2010 Orgel aus allen Ecken hören

Billerbecker Anzeiger vom 07.12.2010

Zimbelstern Modell 300x225 2010 12 07 Austellungseröffnung

Dieses Modell eines Zimbelsterns ist ab morgen auch zu sehen. Es lässt kleine Glöckchen erklingen.

Billerbeck. Der Förderverein Domorgel zeigt ab morgen für eine Woche im Dom unterhalb der Orgelempore eine kleine Orgelausstellung. Neben Informationen zur neuen Orgel mit Werkstatt- und Montagebildern des Orgelbaus, werden Detailaufnahmen der Orgelpfeifen gezeigt, die Iris Bansberg (Blickwinkel) im Inneren der Orgel gemacht hat. Weiter werden Leihgaben aus dem Orgelmuseum der Orgelbaufirma Fleiter zu sehen und zu hören sein. Ein Portativ, das ist eine funktionsfähige kleine Miniorgel, die mit Handbetrieb über einen kleinen Blasebalg mit Luft versorgt wird. Das Modell eines Zimbelsterns lässt kleine Glöckchen erklingen. Kleine Holzpfeifen können von den Besuchern zum Tönen gebracht werden.

Morgen und Donnerstag (9. 12.) wird die Orgelausstellung ab 17 Uhr geöffnet und mit Orgelspiel durch Kantor Ludwig Wegesin begleitet. Dann besteht die Möglichkeit, den Klang aus allen Bereichen des Domes und auf der Orgelbühne, in den Orgelwerken und am Spieltisch wahrzunehmen. Anschließend sind – mit besonderer Einladung – Sponsoren und Orgelpfeifenpaten zu diesem Wandel- und Orgelbühnenkonzert eingeladen. Auf Wunsch wird der Organist den Orgelpfeifenpaten ihren Ton vorführen. Mitglieder des Fördervereins und des Kirchenvorstandes informieren über den Fortschritt der Orgel und die weiteren Planungen. Ein weiterer Termin ist Sonntag (12. 12.) nach dem Hochamt.

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Orgelvesper mit Jan Croonenbroeck

Billerbecker Anzeiger vom 13.08.2010

2010 08 12 Orgelvesper mit Jan Croonenbroeck 225x300 2010 08 12 Orgelvesper mit Jan Croonenbroeck

Jan Croonenbroeck

Billerbeck. Die Orgelvesper am Sonntag (15. 8.), dem katholischen Fest Mariä Himmelfahrt, um 18 Uhr in St. Johann wird von dem jungen Ausnahmeorganisten Jan Croonenbroeck (Münster) musikalisch gestaltet. Er begann nach dem C Examen 2005 als Jungstudent an der Hochschule für Musik Detmold, wo er Katholische Kirchenmusik und seit 2009 Künstlerische Ausbildung Orgel studiert. Croonenbroeck ist den Billerbeckern durch seine regelmäßig im Advent im Dom stattfindende Konzerttätigkeit mit Galaxy Brass bekannt. Ebenso gastierte er mit der Orchestergemeinschaft Detmold für ein Benefizkonzert zu Gunsten der Domorgel in Billerbeck. Sonntag spielt er Präludium und Fuge D-Dur von J.S. Bach, eine Toccata von J. Kuhnau und das Dic nobis Maria sowie Benedicam Domino von H. Scheidemann. Der Förderverein Domorgel lädt ein.

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02.08.2010 Christoph Grohmann spielt auf Orgel

Delegation von rund 100 internationalen Organisten ist am Mittwoch zu Gast

Billerbecker Anzeiger vom 02.08.2010

Billerbeck. Grohmann1 300x225 2010 08 02 Tagung GDOIn dieser Woche findet in Münster die 58. internationale Orgeltagung der Gesellschaft der Orgelfreunde (GdO) mit rund 100 Teilnehmern statt. gdo 12 300x52 2010 08 02 Tagung GDOEine Gruppe mit circa 100 internationalen Organisten wird am kommenden Mittwoch eine Exkursion nach Billerbeck unternehmen, um die noch nicht vollendete und im Bau befindliche Orgel im Billerbecker Dom zu besichtigen und zu begutachten, heißt es in einer Pressemitteilung des Fördervereins Domorgel. In Fachkreisen hat sich inzwischen herumgesprochen, dass es den Planern und der Firma Fleiter aus Münster gelungen sei, eine bisher ausgezeichnete und der Akustik des Domes angepasste Orgel zu bauen. Mit der Fertigstellung des Rückpositivs hat die Orgel jetzt bereits 57 der insgesamt geplanten und notwendigen 71 Register.

Der Konzertorganist Christoph Grohmann wird am Mittwoch (4.8.) gegen 16 Uhr für die Tagungsmitglieder die Domorgel in einem Konzert vorstellen. Dazu sind alle Interessierten eingeladen. Der Eintritt ist frei. 

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29.07.2010 Rückpositiv der Domorgel fertig gestellt

neue Orgel 4 238x300 2010 07 29 Rückpositiv der Domorgel fertig gestellt

Im Dom wurde ein weiterer Abschnitt, das sogenannte Rückpositiv, fertig gestellt und am kommenden Wochenende zum ersten Mal in den Gottesdiensten präsentiert.

Billerbecker Anzeiger vom 29.07.2010

Billerbeck. Die spannende Geschichte, wie Propst Hans-Bernd Serries die Möglichkeit einer neuen Domorgel nennt, ist mit der Vollendung des zweiten Bauabschnittes ein Riesenschritt weiter gekommen. Am kommenden Samstag und Sonntag wird das Rückpositiv, ein kleines Orgelwerk, dass im Rücken des Organisten an der Orgelbühnenbrüstung angebracht wurde, in den Gottesdiensten der Gemeinde vorgestellt und übergeben.

Nachdem in der vergangenen Woche das große Gerüst im Dom entfernt wurde, haben alle schwierigen Planungen und Überlegungen – architektonisch und musikalisch – zu einem sehr guten Ergebnis geführt, heißt es in einer Pressemitteilung. Zusammen mit den Denkmalbehörden, dem Bischöflichen Generalvikariat und dem Kirchenvorstand wurde bewusst ein Gehäuse (Prospekt) gewählt, das zum 21. Jahrhundert passt.

Von der Domeinrichtung wurde die Holzart westfälische Eiche und der braune Beizton übernommen. Der verleiht durch das Verfüllen der Holzporen mit weißem Kalk dem Gehäuse eine edle Schlichtheit. Mit dem Rückpositiv hat der Billerbecker Dom jetzt zumindest schon mal optisch eine dem Dom angepasste große Orgel erhalten. Die Disposition der gesamten Orgel, die musikalische Auswahl der einzelnen Register, wurde vom Orgelbauer Eberhard Hilse von der Firma Fleiter, zusammen mit Kantor Ludwig Wegesin und dem Orgelsachverständigen des Bistums Münster, Ulrich Grimpe, erstellt.

Dekorativ im Prospekt steht das Principalregister 8´ mit 59 Zinnpfeifen. Verdeckt im dahinter liegenden Schwellwerk – das Gehäuse kann zur Regulierung der Lautstärke vom Spieltisch aus durch Holzlamellen geöffnet und geschlossen werden – sind weitere elf Register mit 867 Pfeifen aus Holz und Zinn untergebracht. Das Rückpositiv hat ein Gesamtgewicht von rund 2500 Kilogramm und hängt frei an zwei Stahlplatten mit je sechs Verschraubungen.

Fertig gestellt sind jetzt neben dem Rückpositiv, das Hauptwerk, das Schwellwerk und neun Register im Pedalwerk. Dem Gesamtwerk fehlen jetzt noch acht Register im Pedalwerk und das Chamadenwerk, das sind die Spanischen Trompeten. Hierfür ist aber die Finanzierung noch nicht sichergestellt. Der Förderverein Domorgel Billerbeck e.V. und der Kirchenvorstand sind bemüht, möglichst bald dem Billerbecker Dom die komplette, angepasste Orgel zu übergeben.

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13.05.2010_Anne_Klare singt in Orgelvesper

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groeßte pfeife 225x300 2010 05 08 Größte Orgelpfeife eingebaut

Foto: mvo

08.05.2010 Größte Pfeifen der neuen Domorgel eingebaut

Billerbecker Anzeiger vom 08.05.2010

Billerbeck. Mit dem Einbau der stattlichen Orgelpfeifen für das "Bourdon 32 Fuß"-Register fanden jetzt die Arbeiten am ersten Bauabschnitt der neuen Domorgel ihren Abschluss. Die größten der aus Fichtenholz gefertigten Pfeifen sind sechs Meter lang und100 Kilogramm schwer. Schon bevor die letzten Orgelpfeifen eingerichtet waren, wurde mit der Feinstimmung begonnen. Mitte Juni soll der zweite Bauabschnitt in Angriff genommen werden, dann wird das Rückpositiv eingebaut, das für die Gemeinde gut sichtbar an der Brüstung der Orgelbühne angebracht wird.

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Haste Töne 1 197x300 2010 04 28 Haste Töne28.04.2010_Haste_Töne

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16.03.10 Unglaubliches Klangspektrum entfaltet

Billerbecker Anzeiger vom 16.03.2010

Croonenbroeck 300x225 2010 06 16 unglaubliches Klangspektrum

Der junge Organist Jan Croonenbroeck stellte an der neuen Domorgel sein musikalisches Talent eindrucksvoll unter Beweis. (Foto: mvo)

Billerbeck. Einen klangvollen Auftakt erlebte die Reihe der Orgelkonzerte, die der Förderverein Domorgel Billerbeck in diesem Jahr veranstaltet, um der neuen Domorgel Gehör zu verschaffen. Am Sonntagabend nahm Jan Croonenbroeck am Spieltisch auf der Empore Platz und eröffnete das vom Rotary Club Coesfeld-Baumberge unterstützte Konzert mit einer Improvisation über den Introitus "Laetare Jerusalem".

Die Orchestergemeinschaft Detmold begeisterte anschließend mit der "Reformationssinfonie" von Mendelssohn Bartholdy. Unglaublich sensibel folgte das Orchester der exakten Zeichengebung des ausgezeichneten Dirigenten Knud Jansen. Zu einem ganz besonderen Musikerlebnis wurde der dritte Programmpunkt, die Sinfonie Nr. 2 für Orgel und Orchester von Guilmant, der mit seinen Werken einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung eines eigenständigen französisch-romantisch-sinfonischen Orgelstils prägte und dessen Kompositionen folglich prädestiniert sind für die neue Domorgel. Moderne Technik erleichterte die Kommunikation zwischen dem Organisten auf der Orgelbühne und dem Dirigenten, der vor dem Altarraum stand. Per Kamera wurden nämlich die Zeichen des Dirigenten auf einen Monitor an der Orgel übertragen. So war auch über die große räumliche Distanz ein tadelloses Zusammenspiel gewährleistet. Ein unglaubliches Klangspektrum entfaltete sich im Dom. Schon das Finale des ersten Satzes ging unter die Haut. Und erst der Schlusssatz – einfach grandios! Da wunderte es nicht, dass es am Ende stehende Ovationen gab.

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Croonenbroeck 2 300x200 2010 03 05 Sinfonie erklingt zur Eröffnung

Der junge Organist Jan Croonenbroeck wird das Konzert eröffnen und spielt mit der Orchestergesellschaft Detmold eine Sinfonie von Alexandre Guilmant.

05.03.2010 Sinfonie erklingt zur Eröffnung

Billerbecker Anzeiger vom 05.03.2010

Billerbeck. Die Orchestergesellschaft Detmold unter der Leitung von Knud Jansen eröffnet die diesjährige Orgel- und Orchesterkonzertreihe des Fördervereins Domorgel Billerbeck am 14. März um 17 Uhr im Ludgerus-Dom. Mit von der Partie bei diesem Konzert ist der in Billerbeck bereits bekannte junge Organist Jan Croonenbroeck aus Nienberge.

Croonenbroeck ist Student für Orgel an der Hochschule für Musik in der Orgelklasse Prof. T. A. Nowak und mehrfacher Preisträger bei "Jugend musiziert" auf Bundesebene. Er erhielt den Sonderpreis für Orgelimprovisation des Deutschen Tonkünstlerverbandes Münsterland 2006 und gewann zuletzt beim europäischen Wettbewerb für junge Organisten, den die Gesellschaft slowenischer Komponisten in Ljubljana vor einem Jahr veranstaltete. Er wird zu Beginn des Konzerts im Dom eine Orgelimprovisation Paraphrase über den Introitus "Laetare Jerusalem" zum 4. Fastensonntag zu Gehör bringen.

Die Orchestergesellschaft Detmold (OGD) ist ein symphonisches Ensemble engagierter fortgeschrittener Laienmusiker, das es sich seit gut 20 Jahren zur Aufgabe gesetzt hat, das symphonische Orchesterspiel zu pflegen, so heißt es in der Ankündigung. Es sind etwa 50 ambitionierte Instrumentalisten des Einzugsgebietes Ostwestfalen-Lippe und der angrenzenden Regionen, die im Orchester eine Gelegenheit haben, bekannte wie ausgefallene Werke zu spielen und sie auf möglichst hohem Niveau genauer kennen zu lernen. Regelmäßig spielt das Orchester auch mit Solisten zusammen. So haben in den letzten Jahren immer wieder besonders talentierte Studenten der Hochschule für Musik in Detmold mit der OGD musiziert.

Knud Jansen begann seine künstlerische Ausbildung in der Dirigierklasse von Prof. Bloemeke (Detmold), welche er nach fortlaufenden Korrepetitionen, Assistenzen und Dirigaten 2006 mit "sehr gut" abschloss. Neben einem Rotary-Stipendium wurden ihm mehrfach Stipendien der Kunst- und Kulturstiftung des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen. Er ist seit 2001 Leiter der Orchestergesellschaft Detmold.

Das Orchester spielt die Sinfonie Nr. 5 "Reformationssinfonie" von Felix Mendelssohn-Bartholdy und gemeinsam mit der Orgel wird die Sinfonie Nr. 2 von Alexandre Guilmant aufgeführt.

Das Konzert findet statt mit Unterstützung des Rotary Club Coesfeld-Baumberge.

Der Eintritt ist frei – um Spenden zum Weiterbau der Orgel wird gebeten.

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19.01.2010 ,,Wir tun alles, damit es weitergeht"

Förderverein Domorgel spendet 50 000 Euro und stellt weitere Unterstützung in Aussicht

 

Spendenübergabe 300x156 2010 01 19 damit es weitergeht

Der Vorstand des Fördervereins Domorgel, vertreten durch Dr. Thomas Perick (Vorsitzender, l.), Georg Ahlers (Schatzmeister 2.v.l.) und Kantor Ludwig Wegesin (r.).überreichten eine Spende in Höhe von 50 000 Euro zugunsten des Orgelbaus an Propst Hans-Bernd Serries.

Billerbecker Anzeiger vom 19.01.2010

Billerbeck. Der Förderverein Domorgel hat jetzt den zugesagten Anteil für den ersten Bauabschnitt der neuen Domorgel – insgesamt 50 000 Euro – an Propst Hans-Bernd Serries übergeben. Gleichzeitig stellte der Vorsitzende Dr. Thomas Perick weitere Unterstützung in Aussicht. ,,Wir werden alles dafür tun, damit es nach dem bereits beauftragte zweiten Bauabschnitt weitergeht." Und weiter: ,,Nun, 1200 Jahre nach dem Tod des heiligen Ludgerus, stehen wir fast vor der Vollendung der neuen Domorgel." Wider anfänglicher Zweifel scheint es Kirchenvorstand und Förderverein Domorgel dank großzügiger Sponsoren und zahlreicher Spenden zu gelingen, den Dom mit einer dieser Basilika entsprechenden Orgel auszustatten."

Bekanntlich war beim Dombau 1898 den Billerbeckern das Geld ausgegangen und es wurde eine viel zu kleine Orgel eingebaut. Diese wurde dann in der 110-jährigen Geschichte des Gotteshauses des öfteren erweitert, ergänzt, lauter eingestellt, was Ietztlich dazu führte, dass das Klanggefüge verloren ging. Schon 2001 wurde durch die Gründung des Fördervereins mit etwa 80 Mitgliedern der Grundstein für den Bau einer neuen, dem Raum angepassten Orgel gelegt, der durch Spenden finanziert wird. Vorgesehen sind vier Bauabschnitte. Der erste und umfangreichste Abschnitt wurde Ende vergangenen Jahres abgeschlossen. Verantwortlich zeichnete die Firma Fleiter aus Nienberge, die auch den Zuschlag für den zweiten Abschnitt erhalten hat.

Jetzt wirbt der Vorstand des Fördervereins, in dem auch der Kirchenvorstand und der Pfarrgemeinderat vertreten sind, um weitere Fördermitglieder und Spenden. Er verweist in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeit, Patenschaften für einzelne Orgelpfeifen zu übernehmen. Details dazu sind am Infostand im Dom erhältlich. Im Flyer heißt es: ,,Dieser Ton in der Gestalt einer Pfeife wird Ihre Stimme sein, die beim Orgelspiel im Dom in den Gottesdiensten und in den kirchenmusikalischen Konzerten zum Lobe Gottes und zur Freude und Erbauung der Zuhörer erklingen wird."

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02.01.2010 Klänge aus der Orgelromantik

Billerbecker Anzeiger vom 02.01.2010

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Der Propsteichor singt zum Jahresabschlusskonzert und begeistert die vielen Zuschauer im Ludgerus-Dom mit seiner ausgezeichneten Leistung. (Fotos: Manfred van Os)

Billerbeck. Ganz im Zeichen der neuen Domorgel stand das diesjährige Jahresabschlusskonzert mit dem Propsteichor im gut gefüllten Ludgerus-Dom. Ein wenig Stolz klang in der Stimme von Propst Hans-Bernd Serries bei seiner Begrüßung mit und dankte den Personen, Gruppen und Institutionen, vor allem denen, die sich bislang durch großzügige Spenden bei der Finanzierung der Orgel beteiligten.

Für den zweiten Bauabschnitt konnte nun der Auftrag gegeben werden. Ein besonderer Dank galt der Orgelbaufirma Fleiter aus MS-Nienberge, deren Mitarbeiter anwesend waren, für deren bisherige hervorragende Arbeit. Geweiht wird die Orgel erst nach der endgültigen Fertigstellung des vierten und letzten Bauabschnitts. Dazu fehlen aber noch über 200 000 Euro. Dem Programm lag ein Flyer bei, wo unter dem Motto “…haste Töne” Patenschaften für die Orgelpfeifen ab 25 Euro, angeboten werden. Eine wirklich gute Idee des Fördervereins Domorgel Billerbeck e. V., die hoffentlich viel Anklang finden wird. Auch kleine Spenden ab 10 Euro werden ihre Würdigung finden. Schon dafür gibt es die CD “Kirchenkonzerte in Billerbeck”.

Der erste Bauabschnitt erklang bereits in der Christmette am heiligen Abend und in den Weihnachtsgottesdiensten.

Nun erklang sie erstmalig als Konzertinstrument. Von seiner Bauart her ist die Orgel, ganz der französischen Romantik ausgerichtet. Entsprechend angepasst war das Genre des gesamten Konzertprogramms. Es waren hier im ersten Teil aus der Symphonie Nr. 5 f-Moll op. 42,1 – “Allegro vivace” von Charles Marie Widor, von Louis Vierne zwei Piéces de Fantasie “Carrillon de Westminster” und “Impromptu” und zum Schluss das “Final / Allegro molto” aus seiner Symphonie Nr. 6 h-Moll op.59 zu hören. Kantor Ludwig Wegesin ließ diese Werke zum absoluten Erlebnis werden. Man sah es den aufmerksamen Zuhörern förmlich an, wie sie den unglaublich schönen Klang der Orgel aufnahmen. Wie mag sie sich erst anhören, wenn sie ganz fertig ist?

Grohmann 300x225 2010 01 02 Klänge aus Orgelromantik

Für die "Messe solennelle" von Louis Vierne setzte sich Christoph Grohmann an das Orgelpult.

Louis Vierne, einem Schüler von César Franck, der als die Vaterfigur der französischen Orgelromantik gilt, stand auch im zweiten Teil des Konzerts als Komponist im Mittelpunkt. Unter der Leitung von Ludwig Wegesin kam die “Messe solennelle op. 16″ zur Aufführung. An der Orgel nahm nun Christoph Grohmann aus Rheda-Wiedenbrück Platz. Am Orgelpositiv war Stefan Buers aus Emmerich und den Kontrabass spielte Frank Hanewinkel aus Dülmen. Vom Propsteichor ist man es einfach gewohnt, eine ganz ausgezeichnete Leistung zu erfahren. Er enttäuschte auch an diesem Abend nicht. Wie reagierte das Publikum? Nach dem “Agnus Dei” zunächst ergriffene Stille, dann langsam und zögernder Applaus, der sich zu stehenden Ovationen steigerte. Mit “Tolite Hostias” aus dem Oratorio Noël von Camille Saint Saëns konnte die Zugabe zum Schluss passender nicht sein.

VON MANFRED VAN OS

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30.12.2009 Heute Konzert zum Jahresabschluss

Billerbecker Anzeiger vom 30.12.2009

Propsteichor jpg 300x204 2009 12 30 Heute Konzert zum Jahresabschluss

Der Propsteichor - hier bei einem früheren Auftritt - führt heute Abend die "Messe solennelle" von Louis Vierne auf.

Billerbeck. Nach ihrem ersten Auftritt in der Christmette an Heiligabend wird die neue Orgel im Ludgerusdom heute Konzert-Premiere haben: beim Jahresabschlusskonzert des Propsteichors, das um 20 Uhr beginnt.

In diesem Konzert, das noch einmal dem Ludgerusjahr gewidmet ist, führt der Propsteichor konzertant die "Messe solennelle" von Louis Vierne auf. Dazu erklingt die Orgel als Begleiterin und Gestalterin. Eingerahmt wird die konzertante Mess-Aufführung durch Orgelmusik von Louis Vierne und Charles-Marie Widor. "So kann die Gemeinde erleben, welche berauschende Kraft, radikale Klarheit, anmutige Zartheit und raffinierte Sinnlichkeit der Klang der neuen Orgel allein und in Verbindung mit dem Chor verbreiten kann", heißt es in der Ankündigung. Karten sind zum Preis von 15 Euro an der Abendkasse erhältlich.

Noch ein Ausblick auf das Jahr 2010: Für den 30. Dezember plant der Propsteichor die Aufführung des Oratoriums "Paulus" von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Das ist ein hochdramatisches Werk um die Bekehrung des Saulus zum Apostel Paulus, eine große Aufgabe für Orchester und Chor.

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Wegesin am neuen Spieltisch 300x225 2009 12 23 Da ist Wumm drin

Propst Hans-Bernd Serries (l.) und Kantor Ludwig Wegesin freuen sich, dass pünktlich zum Ende des Liudger-Gedenkjahres der erste und umfangreichste Abschnitt der neuen Domorgel verwirklicht ist. Morgen Abend wird das Instrument der Gemeinde vorgestellt. (Foto: ct)

23.12.2009 "Da ist Wumm drin"

Billerbecker Anzeiger vom 23.12.2009

 

Billerbeck. Bachs wohl bekanntestes Orgelwerk, die Toccata und Fuge in d-moll, ist ohnehin ein Musikstück mit hohem Gänsehaut-Faktor, aber so wie es aus der neuen Domorgel quillt, raubt es einem schlichtweg den Atem. Vor allem die vollgriffigen Akkorde gehen im positiven Sinne durch Mark und Bein. Oder wie Kantor Ludwig Wegesin es ausdrückt: "Da ist Wumm drin. Das ist echter Kathedralklang." Ein Klang, der dem Dom würdig ist. Endlich hat das Gotteshaus eine dem Raum angepasste Orgel, wobei erst der erste von insgesamt vier Bauabschnitten verwirklicht ist, mit dem aber gleichwohl eine deutlich hörbare Verbesserung erzielt wird. Das beweist die kleine Hörprobe. Wegesin ist schon jetzt voll des Lobes für das neue Instrument, das von der Firma Fleiter in Nienberge gebaut wurde und erstmals in der Christmette am Heiligen Abend offiziell gespielt wird.

"Der 24.12. ist genau der richtige Termin, das Geschenk auszupacken, sprich der Gemeinde die neue Orgel vorzustellen", sagt Propst Hans-Bernd Serries. Im Übrigen sei es ihm wichtig, dass die Orgel als Erstes in der Liturgie erklingt, denn dort sei zu allererst ihr Platz, danach komme die Orgel als Konzertinstrument. Die Christmette, die um 22 Uhr im Dom beginnt, wird zunächst adventlich still anfangen und sich langsam zur weihnachtlichen Freude steigern, die im Gloria-Gesang ihren Ausdruck findet. An dieser Stelle wird die neue Orgel zum Einsatz kommen. "Danach wird sie in allen Weihnachtsgottesdiensten zu hören sein", so Serries, der allen Spendern und Sponsoren, insbesondere Hauptsponsor Wolfgang Suwelack, für die Unterstützung bei der Verwirklichung des Projekts dankt.

Als Konzertinstrument hat die Orgel dann am 30. Dezember (Mittwoch) Premiere, wenn der Propsteichor um 20 Uhr die "Messe solennelle" von Louis Vierne aufführt, die durch Orgelmusik von Louis Vierne und Charles-Marie Widor eingerahmt wird. "So kann die Gemeinde erleben, welche berauschende Kraft, radikale Klarheit, anmutige Zartheit und raffinierte Sinnlichkeit die neue Orgel allein und in Verbindung mit dem Chor verbreiten kann", heißt es in einer Mitteilung des Chores. Karten für das Konzert sind zum Preis von 15 Euro in der Buchhandlung "Bücherschmiede" und im Rathaus erhältlich (keine nummerierten Platzkarten).

Der Förderverein Domorgel weist darauf hin, dass für die weiteren Bauabschnitte noch Spenden willkommen sind und verweist in diesem Zusammenhang auf seine Aktion "Haste Töne?", bei der gegen eine Spende eine Patenschaft für eine bestimmte Orgelpfeife übernommen werden kann. Nähere Infos dazu finden Interessierte im Dom.

VON CHRISTINE TIBRONI

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Jahresausklang mit Orgelmusik

Billerbecker Anzeiger vom 18.11.2009

Billerbeck. Der Förderverein Domorgel Billerbeck lädt am 30..Dezember (Mittwoch) zum Jahresabschlusskonzert ein, das um 20 Uhr im Dom beginnt und Freunden der Orgelmusik das Herz aufgehen lässt. Kantor Ludwig Wegesin spielt auf der neuen Orgel Werke französischer Komponisten: Ausschnitte aus der Symphonie für Orgel Nr. 5 von Charles-Marie Widor, aus den “Piéces de Fantasie” von Louis Vierne und aus der Symphonie für Orgel Nr. 6 von Vierne.

Höhepunkt des Konzertes ist die Messe Solennelle von Louis Vierne für Chor, zwei Orgeln und Kontrabass. Ausführende sind der Propsteichor Billerbeck, Konzertorganist Christoph Grohmann aus Rheda-Wiedenbrück, der an der Domorgel Platz nehmen wird, Stefan Buers aus Emmerich, der die seit Ostern genutzte Ersatzorgel spielt, und Kontrabassist Frank Hanewinkel aus Dülmen. Die Gesamtleitung hat Ludwig Wegesin. Karten zum Preis von 15 Euro sind ab sofort in der Buchhandlung “Bücherschmiede”, im Rathaus und beim Vorsitzenden des Orgelvereins, Dr. Thomas Perick, erhältlich. Der Erlös des Jahresabschlusskonzertes kommt der Finanzierung der neuen Domorgel zugute.

Die Arbeiten an dem Instrument liegen nach Angaben des Fördervereins im Zeitplan, so dass die Orgel wie geplant erstmals in der Christmette am 24..Dezember um 22 Uhr erklingen wird. Mit dem ersten Bauabschnitt werden ca. 60 Prozent der für den Kirchenraum und für die Gesamtliteratur der Kirchenmusik notwendigen 71 Register fertiggestellt. Der Kirchenvorstand der katholischen Gemeinde ist zuversichtlich, dass dank weiterer Spenden schon zu Pfingsten 2010 das sogenannte Rückpositiv, ein Orgelwerk mit neuem Gehäuse vor der Brüstung der Orgelbühne, fertig gestellt werden kann. Besonders Propst Hans-Bernd Serries freut sich darüber, dass die neue Orgel, die zunächst in weiter Ferne schien, jetzt doch recht bald zur Freude der Gemeinde und zum Lob Gottes erklingen kann. Erst wenn die Gesamtorgel erstellt ist, erfolgt die feierliche Orgelweihe, die immer von einen Bischof vorgenommen wird. Informationen zur Orgel und über Spendenmöglichkeiten gibt es an einer Infowand im Dom. Spender und Sponsoren werden am Ende in einem Buch in der neuen Orgel verewigt.

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Damit die neue Orgel Luft bekommt

Billerbecker Anzeiger vom 14.07.2009

Billerbeck. Wie oft er die 52 Stufen bis zur Orgelbühne im Dom schon rauf- und runtergelaufen ist, kann Klaus Heddendorp nicht genau sagen. „Ein paar hundert Mal bestimmt schon“, schätzt der Werkstattleiter der Orgelbaufirma Fleiter. Seit Anfang Mai sind Heddendorp und seine Kollegen auf der Orgelbühne im Einsatz, wo sie zunächst die alte Orgel abgebaut haben und inzwischen mit dem Aufbau der neuen Orgel beschäftigt sind. Zurzeit bauen sie die hölzernen Windkanäle und Windladen ein, jene Teile der Orgel, die den Luftstrom zu den Pfeifen lenken. „Die Orgelpfeifen selbst werden erst in vier bis sechs Wochen eingebaut“, berichtet Heddendorp. Vor dem Einbau werden sie in der Werkstatt vorintoniert. Die abschließende Intonation folgt dann im Dom. Was zurzeit an Orgelpfeifen zu sehen ist, sind die stummen Pfeifen im Gehäuse (Prospekt), die lediglich der Optik dienen.

2009 07 14 Damit die neue Orgel Luft bekommt 179x300 2009 07 14 Damit die neue Orgel Luft bekommt

Foto: ct

Die neue Orgel wird am Ende aus über 4000 Pfeifen bestehen. Mit dem ersten, 622 000 Euro teuren Abschnitt werden etwa zwei Drittel der neuen französisch-romantischen Orgel verwirklicht, was schon eine deutliche Verbesserung gegenüber der alten Domorgel bringt. Die Bauabschnitte zwei bis vier mit einem Gesamtvolumen von rund 400 000 Euro beinhalten unter anderem ein Rückpositiv, das an der Brüstung der Orgelbühne montiert wird, und ein Chamandenwerk mit spanischen Trompeten. Die nötigen Vorarbeiten hierzu wurden schon jetzt geleistet. Wann diese Abschnitte in die Tat umgesetzt werden, ist hauptsächlich davon abhängig, wie schnell die Finanzierung durch Spenden gesichert ist.

Der erste Bauabschnitt soll bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein, so dass die neue Orgel noch im Liudger-Gedenkjahr erklingen wird. Die Arbeiten liegen im Zeitplan, den auch eine böse Überraschung beim Ausbau der alten Orgel nicht über den Haufen werfen konnte. Holzwürmer hatten laut Mitteilung des Kirchenvorstands Teile der Tragekonstruktion so stark befallen, dass sie an einigen Stellen zu brechen drohte. Die Orgelbauer ersetzten alle wurmbefallenen Teile durch stabile Leimbinder.

Spendenkonten: Gemeinde St. Johann/St. Ludger, Kontonummer 34000604, Bankleitzahl 40154530 oder Kontonummer 1293301, Bankleitzahl 40069408. Förderverein Domorgel Billerbeck, Kontonummer 34545491, Bankleitzahl 40154530.

VON CHRISTINE TIBRONI

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Billerbecker zu Gast in der Orgelwerkstatt

Billerbecker Anzeiger vom 15.06.20092009 06 15 Billerbecker zu Gast in der Orgelwerkstatt 300x239 2009 06 15 Billerbecker zu Gast in der Orgelwerkstatt

Eine Abordnung der katholischen Gemeinde besuchte jetzt die Orgelwerkstatt der Firma Fleiter in Nienberge und konnte dabei schon wesentliche Teile der neuen Orgel – die Windladen mit einer für den Laien unvorstellbaren Technik sowie Holz und Zinnpfeifen – in Augenschein nehmen. Eberhard Hilse (2. v. r.), Inhaber der Firma Fleiter und als Orgelintonator verantwortlich für den Gesamtklang der Orgel, erläuterte den Gästen den Weg vom Tastendruck am Spieltisch bis zum hörbaren Ton. Anfang Dezember soll der erste Baustein der Orgel fertig sein. Weitere Teile, darunter das Rückpositiv, folgen, sobald die Finanzierung durch Spenden gesichert ist.

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Abschied von der Domorgel

Billerbecker Anzeiger vom 08.05.2009

Billerbeck. Es ist still im Dom. Zu hören ist nur das leise Surren des elektrischen Kettenaufzugs, der zum x-ten Mal von der Orgelbühne zum Erdboden schwebt, beladen mit einer ganzen Batterie Orgelpfeifen. Unten angekommen, werden die Pfeifen abgeladen und im Transporter verstaut. Nach über 100 Jahren verlässt die Domorgel Stück für Stück das Gotteshaus. „Wir bauen insgesamt 3000 Holz- und Metallpfeifen aus, die größte ist etwa sechs Meter lang, die kleinste misst gerade mal fünf Millimeter“, berichtet Klaus Heddendorp, Werkstattleiter der Orgelbaufirma Fleiter in Nienberge, die den Zuschlag für den Bau der neuen Orgel erhalten hat und das alte Instrument in Zahlung nimmt.2009 05 08 Abschied von der Domorgel 225x300 2009 05 08 Abschied von der Domorgel

Die Demontage der alten Technik wird noch einige Tage in Anspruch nehmen, anschließend wird die Brüstung der Orgelbühne für den Einbau des sogenannten Rückpositivs vorbereitet, es folgen Elektro- und Malerarbeiten, ehe Fleiter mit dem Aufbau der neuen Orgel beginnen kann. „In der Werkstatt stehen schon viele fertige Teile“, macht Heddendorp deutlich, dass die Arbeiten am neuen Instrument gut vorangehen, das am Ende aus 71 Registern und über 4000 Pfeifen bestehen wird.

Mit dem ersten, 622 000 Euro teuren Bauabschnitt werden etwa zwei Drittel der neuen französisch-romantischen Orgel verwirklicht. Die Bauabschnitte zwei bis vier mit einem Gesamtumfang von rund 400 000 Euro beinhalten das Rückpositiv, den Einbau spanischer Trompeten sowie die Vervollständigung des Pedalwerks. Wann diese Abschnitte in Angriff genommen werden, ist im Wesentlichen davon abhängig, wie schnell die Finanzierung steht, sprich wie üppig Spenden fließen.

Schon der erste Abschnitt, der natürlich auch die komplette Wind- und Gebläseanlage sowie den Spieltisch umfasst, wird eine hörbare Verbesserung des Klangs bringen. Bis Ende des Jahres soll die Maßnahme abgeschlossen sein, so dass die neue Orgel noch im Liudger-Gedenkjahr erklingen wird. Bis dahin steht der Gemeinde eine Leihorgel zur Verfügung. Die neue Orgel wird abgesehen vom Rückpositiv wie die alte Orgel aussehen, da das denkmalgeschützte, neugotische Gehäuse erhalten bleibt. Es wird lediglich um ein paar Zentimeter in die Mitte der Empore gerückt, ohne dass Teile des Fensters verdeckt werden.

Die alte Domorgel, die für den Dom von Anfang an nicht ausreichend dimensioniert war, wird eingelagert, bis Fleiter einen Käufer für das Instrument gefunden hat. Das Projekt Domorgel wurde von Kantor Ludwig Wegesin angestoßen und vom Förderverein Domorgel vorangetrieben, war allerdings lange Zeit umstritten. Erst eine Großspende gab dem Vorhaben Rückenwind und bewog auch die Gemeinde dazu, offensiv für das Projekt zu werben und sich für die Realisierung stark zu machen. Spendenkonten: Gemeinde St. Johann/St. Ludger, Kontonummer 34 000 604, Bankleitzahl 401 545 30 oder Kontonummer 12 933 01, Bankleitzahl 400 694 08. Förderverein Domorgel Billerbeck, Kontonummer 34 545 491, Bankleitzahl 401 545 30.

VON CHRISTINE TIBRONI

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„Musik umgreift die Jahrhunderte“

Billerbecker Anzeiger vom 02.04.2009

Billerbeck. Die Karwoche beginnt mit einer besonderen kirchenmusikalischen Aufführung: Am Palmsonntag (5. 4.) erklingt um 17 Uhr im Dom Bachs Matthäuspassion. Dieses berühmte Chorwerk, welches das Leiden und Sterben Christi nach dem Matthäus-Evangelium zum Thema hat, bringen der Motettenchor Münster, der Kammerchor Baumberge, die Solisten Heike Hallaschka (Sopran), Anna Haase (Mezzosopran), James MacLean (Tenor) und Christoph Scheeben (Bass) sowie die Philharmonie Südwestfalen unter der Leitung von Kantor Ludwig Wegesin zu Gehör.Eine hochkarätige Besetzung für ein hochkarätiges Werk, das Kenner als „größtes musikalisches Werk aller Epochen“, als „Wunder der abendländischen Musik“ bezeichnen.

2009 04 02 Musik umgreift die Jahrhunderte 195x300 2009 04 02 Musik umgreift die Jahrhunderte

Christoph Scheeben (Bass)

Der Dirigent Günter Jena sagt über die Matthäuspassion: „Bachs Musik umgreift die Jahrhunderte. Sie hat eine tiefe und weltumspannende Wirkung, weil wir uns wiedererkennen. Die Bachsche Passion lebt, weil ihre Musik Fragen, Konflikte und Ängste so lebendig schildert, dass wir uns nicht entziehen können.“

Zu den Mitwirkenden: Der Motettenchor Münster besteht überwiegend aus Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen. Der Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit liegt seit der Gründung im Jahr 1967 auf den großen Werken der Oratorienliteratur. Zuletzt führte das Ensemble das Weihnachtsoratorium und das Magnifikat von Bach sowie den Paulus von Mendelssohn-Bartholdy auf. Auch der Kammerchor Baumberge bringt anspruchsvolle Chorliteratur zur Aufführungsreife, etwa Rossinis „Stabat Mater“ oder Bachs Messe in h-moll. Die vier Solisten haben allesamt zahlreiche Konzertauftritte im In- und Ausland vorzuweisen und begeisterten bei verschiedenen Aufführungen im Dom das Billerbecker Publikum.

Für Heike Hallaschka ist der Auftritt am kommenden Sonntag quasi ein Heimspiel, ist die Sopranistin doch in Havixbeck zu Hause. Die Philharmonie Südwestfalen, die seit 1992 den Titel Landesorchester NRW trägt, lässt auf den großen Konzertpodien der Bundesrepublik, aber auch im europäischen Ausland von sich hören. Eine Tournee führte das Ensemble nach China. Regelmäßig begleitet das Orchester Konzertchöre, Opernkompetenz stellte es als Gastorchester der großen Musiktheater in NRW und in Konzerten mit Stars wie Montserrat Caballe unter Beweis.

Die Aufführung der Matthäuspassion in Billerbeck ist Teil des Veranstaltungsreigens anlässlich des Liudger-Jahres. Als Veranstalter des Konzerts treten die katholische Gemeinde und der Förderverein Domorgel Billerbeck auf, die sich auf zahlreiche Zuhörer freuen.

Karten sind zum Preis von 12, 18 und 23 Euro in der Geschäftsstelle des Billerbe-cker Anzeigers, in der Bücherschmiede und im Rathaus erhältlich.

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Erläuterungen zur Matthäus-Passion

Billerbecker Anzeiger vom 28.03.2009

2009 03 28 Erläuterungen zur Matthäuspassion 200x300 2009 03 28 Erläuterungen zur Matthäuspassion

Kantor Ludwig Wegesin

Billerbeck. Bachs Matthäuspassion, die am 5. April um 17 Uhr im Dom aufgeführt wird, gilt unter Fachleuten als „größtes musikalisches Werk aller Epochen“, wird sogar als „Wunder der abendländischen Musik“, ihr Schöpfer, Johann Sebastian Bach, als „fünfter Evangelist“ bezeichnet. Anlass für die katholische Gemeinde und den Förderverein Domorgel im Vorfeld des Konzerts, das sie anlässlich des Liudger-Jahres veranstalten, einen genaueren Blick auf dieses bedeutende Werk für Chor, Solisten und Orchester zu werfen. Am kommenden Mittwoch (1. 4.) laden sie alle Interessierten zu einem Einführungsabend ein, der um 20.15 Uhr im Pfarrheim beginnt. Referenten sind Kantor Ludwig Wegesin, der die Musiker am 5. April dirigiert, und Dr. Michael Lauble. Wegesin wird über die musikalischen Aspekte der Matthäuspassion informieren, während Lauble die theologische Dimension des Werkes auslotet.

Zu dem Einführungsabend sind alle Interessierten bei freiem Eintritt willkommen.

Für die Aufführung der Matthäuspassion sind noch Karten zum Preis von 12, 18 und 23 Euro in der Geschäftsstelle des Billerbecker Anzeigers, in der Bücherschmiede und im Rathaus erhältlich.

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17.02.2009 Förderverein Domorgel hat neuen Vorsitzenden

Billerbecker Anzeiger vom 17.02.2009

Billerbeck. Der Förderverein Domorgel hat einen neuen Vorsitzenden. Dr. Thomas Perick wurde bei der Jahreshauptversammlung zum Nachfolger von Dr. Hans-Peter Ammann gewählt. Als neue Schriftführerin fungiert ab sofort Martina Heinen. Im Amt bestätigt wurde Schatzmeister Georg Ahlers, dessen Arbeit die Kassenprüferinnen Susanne Pölling und Paula Lefering im Auge behalten werden. Den Vorstand komplettieren die laut Vereinssatzung geborenen Mitglieder, Propst Hans-Bernd Serries, Kantor Ludwig Wegesin, Irene Lippert (Justiziarin) sowie Heinrich Ahlers und Thomas Hertz als Vertreter des Kirchenvorstandes bzw. des Pfarrgemeinderates.
Vorstand 300x155 2009 02 17 Förderverein Domorgel hat neuen Vorsitzenden
Heinrich Ahlers dankte Dr. Ammann für sein langjähriges und erfolgreiches Engagement. Durch seinen unermüdlichen Einsatz sei letztendlich der Neubau der Domorgel ermöglicht worden. Ammann habe nicht nur erfolgreich Spender und Sponsoren geworben und damit die finanzielle Grundlagen für den Orgelneubau geschaffen, sondern habe an der Seite von Kantor Wegesin auch hartnäckig Überzeugungsarbeit für eine neue Orgel geleistet.

In einem kurzen Rückblick berichtete Heinrich Ahlers, dass der Orgelbau auf gutem Weg sei. Bei einem Besuch der beauftragten Orgelbaufirma Fleiter in Nienberge hätten die Billerbeck die ersten Orgelpfeifen schon zum Klingen gebracht. Schatzmeister Georg Ahlers teilte der Versammlung mit, dass die erste Rate für die Orgel in Höhe von 15 000 Euro bereits an die Kirchengemeinde überwiesen worden sei.

Der Rückschau auf 2008 folgte der Ausblick auf 2009. Auch in diesem Jahr sollen wieder viele Veranstaltungen durchgeführt werden. Geplant sind unter anderem die Aufführung der Matthäus-Passion von Bach an Palmsonntag, weitere Besichtigungsfahrten zum Orgelbauer Fleiter, eine Orgelfahrt im Herbst sowie die Fortführung der Orgelvespern jeweils am dritten Sonntag im Monat. Ein besonderes Schmankerl verspricht das „Orgelabschiedskonzert“ zu werden. Während Kantor Wegesin ein Konzert an der alten Orgel spielt, wird die Orgel Stück für Stück von der Firma Fleiter ausgebaut und somit nach und nach verstummen. Die Termine zu den Veranstaltungen werden rechtzeitig in der Presse sowie im Internet bekannt gegeben. Wer das Projekt Domorgel unterstützen möchte, kann auf das Konto Nummer 34545491 bei der Sparkasse Westmünsterland (BLZ 40154530) spenden.

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Matthäuspassion erklingt im Dom

Billerbecker Anzeiger vom 15.01.2009

2009 01 15 Matthäuspassion erklingt im Dom 300x204 2009 01 15 Matthäuspassion erklingt im Dom

Philharmonie Südwestfalen

Billerbeck. Das Jahreskonzert des Propsteichores klingt vielen noch im Ohr, da wirft das nächste große kirchenmusikalische Ereignis bereits seine Schatten voraus. Am Palmsonntag (5. April) erklingt um 17 Uhr im Dom Bachs Matthäuspassion. Dieses berühmte Chorwerk, welches das Leiden und Sterben Jesu Christi nach dem Mathäus-Evangelium zum Thema hat, wird aufgeführt von dem Motettenchor Münster, dem Kammerchor Baumberge, den Solisten Heike Hallaschka (Sopran), Anna Haase (Mezzosopran), James McLean (Tenor) und Christoph Scheeben (Bass) sowie der Philharmonie Südwestfalen. Die Leitung hat Kantor Ludwig Wegesin. Zu den Mitwirkenden: Der Motettenchor besteht überwiegend aus Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen. Der Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit liegt seit der Gründung im Jahr 1967 auf den großen Werken der Oratorienliteratur. Zuletzt kamen unter anderem das Weihnachtsoratorium und das Magnifikat von Bach sowie der Paulus von Mendelssohn-Bartholdy zur Auffürhung. Mit dem Propsteichor Billerbeck führte der Motettenchor 2006 das Verdi-Requiem auf. Chorleiter ist Ludwig Wegesin, der erst vor Kurzem den Kammerchor Baumberge ins Leben gerufen hat. Auch dieses Ensemble bringt anspruchsvolle Chorliteratur zur Aufführungsreife, etwa Rossinis „Stabat Mater“ oder zuletzt Bachs Messe in h-moll.

Heike Hallaschka aus Havixbeck studierte an der Musikhochschule Detmold, war Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes Bayreuth und Schülerin von Barbara Schlick. Sie hat zahlreiche Konzertauftritte im In- und Ausland absolviert, darunter eine Japan-Tournee mit Peter Schreier und dem Dresdner Kreuzchor und eine Liederabend-Tournee in den USA. Anna Haase erhielt ihre musikalische Ausbildung in Kiel und an den Musikhochschulen Hannover und Karlsruhe. Ihre zahlreichen Engagements in Konzert- und Opernproduktionen führten sie in fast alle deutschen Großstädte und ins Ausland. James McLean trat schon mehrfach in Billerbeck auf, zuletzt wirkte er 2007 im Weihnachtsoratorium mit. Der Kanadier, der international unterwegs ist, tritt seit der Spielzeit 2004/2005 auch regelmäßig an den Städtischen Bühnen Münster auf. Vierter im Bunde ist Christoph Scheeben, der seit 1983 als Lied- und Konzertsänger tätig ist. Scheeben arbeitet mit diversen Vokalensembles zusammen und lehrt als Dozent an der Folkwang-Musikhochschule in Essen.

Die Philharmonie Südwestfalen trägt seit 1992 den Titel Landesorchester Nordrhein-Westfalen. 2007 feierte das Orchester sein 50-jähriges Jubiläum. Mit Sitz in Siegen-Wittgenstein (Hilchenbach) ist die Philharmonie in der gesamten Region Südwestfalen mit ihren Programmen präsent. Darüber hinaus gastiert das Orchester regelmäßig auf den Konzertpodien in der Bundesrepublik, aber auch in den Niederlanden, Belgien, der Schweiz und Italien. Tourneen führten in jüngster Zeit nach Frankreich und zum Jahreswechsel und China.Die Philharmonie Südwestfalen pflegt als Konzertorchester das klassische und romantische Repertoire. Traditionell begleitet das Orchester Konzertchöre, Opernkompetenz bewies das Ensemble als Gastorchester der großen Musiktheater in NRW (Düsseldorf, Essen, Köln) und in Konzerten mit Gesangsstars (u. a. Montserrat Caballé ).

Veranstalter des Konzerts in Billerbeck, das anlässlich des Liudger-Jubiläums stattfindet, ist der Förderverein Domorgel Billerbeck und die katholische Kirchengemeinde St. Johann/St. Ludger, die alle Interessierten zum Besuch einladen. Details zum Kartenvorverkauf werden in Kürze bekannt gegeben.

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Orgelbau liegt im Zeitplan

Billerbecker Anzeiger vom 10.01.20092009 01 10 Orgelbau liegt im Zeitplan 300x225 2009 01 10 Orgelbau liegt im Zeitplan

Billerbeck. Die ersten Orgelpfeifen sind fertig, der Spieltisch ist in Arbeit, und die Windladen, die später den Luftstrom zu den Pfeifen steuern, sollen als Nächstes in Angriff genommen werden. „Wir liegen gut in der Zeit“, sagte gestern auf Anfrage unsere Zeitung Eberhard Hilse, Inhaber der Firma Fleiter, die im vergangenen September den Auftrag für den ersten und umfangreichsten Bauabschnitt der neuen Domorgel erhielt.

„Anfang Mai werden wir anfangen, die alte Orgel aus- und sukzessive das neue Instrument aufzubauen“, so Hilse weiter, der hinzufügt, dass die Billerbecker im Liudger-Jahr nicht auf Orgelmusik verzichten müssen. Leihweise wird eine Kleinorgel zur Verfügung gestellt, die im Altarraum ihren Platz findet und die musikalische Begleitung der Gottesdienste sicherstellt. Spätestens im September möchte Hilse mit der Intonation der neuen Orgel beginnen, sodass, wenn alles planmäßig läuft, die Königin der Instrumente Ende des Jahres erklingen kann.

Mit dem ersten rund 622 000 Euro teuren Abschnitt werden etwa zwei Drittel der geplanten französisch-romantischen Orgel verwirklicht. Drei weitere Abschnitte sollen je nach zur Verfügung stehenden Mitteln folgen. Am Ende wird die neue Domorgel, dann aus 71 Registern bzw. 4169 Pfeifen bestehen und das Gotteshaus mit orchestralem Klang erfüllen.

Vorausgesetzt die Firma Fleiter wird auch mit den nächsten Abschnitten beauftragt, wäre die Billerbecker Orgel nach Auskunft von Hilse die zweite Orgel dieser Größenordnung, die das 1872 gegründete Traditionsunternehmen mit Sitz in Nienberge baut. Fleiter baute nach Fertigstellung des Billerbecker Doms auch die erste Orgel, die jedoch wegen Geldmangels nicht ausreichend dimensioniert war – ein Manko, das auch durch Nachrüstung nicht behoben werden konnte. Auch vor diesem Hintergrund betrachtet Hilse den Auftrag, an dem derzeit fünf von zehn Mitarbeitern arbeiten, als besondere Herausforderung.

Für die alte Domorgel, die die Firma Fleiter in Zahlung genommen hat, gibt es laut Hilse mehrere Interessenten. „Einige polnische Gemeinden haben Bedarf signalisiert, erst vergangene Woche hat sich eine Gemeinde aus dem Sauerland die Orgel in Billerbeck angeschaut.“

Damit auch die weiteren Bauabschnitte realisiert werden können, ist die Gemeinde weiterhin auf Spenden angewiesen, die auf das Konto des Fördervereins Domorgel (Nr. 34545491, BLZ 40154530) überwiesen werden können.

VON CHRISTINE TIBRONI

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Erste Orgelpfeifen sind fertig

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v.l. Kantor Ludwig Wegesin, Georg Ahlers (Förderverein), Wolfgang Fritsch-Albert (Westfalen AG), Franz-Josef Daldrup (Kirchenvorstand), Propst Hans-Bernd Serries und Heinrich Ahlers (Kirchenvorstand)

Billerbecker Anzeiger vom 12.12.2008

Billerbeck. Auf gutem Weg ist die neue Domorgel, die in insgesamt vier Abschnitten realisiert werden soll. „Zurzeit ist der Spieltisch in Arbeit, und die ersten Orgelpfeifen sind auch schon fertig“, berichtete gestern Nachmittag Propst Hans-Bernd Serries, der sich optimistisch zeigte, dass der erste und umfangreichste Bauabschnitt planmäßig Ende 2009 fertig gestellt ist, sodass das Ludgerus-Jahr mit neuem Orgelklang ausklingen wird. Der erste Abschnitt umfasst 45 von insgesamt 71 Registern plus Spieltisch. „Damit wird schon eine deutliche Verbesserung erzielt“, so Kantor Ludwig Wegesin. Kosten: 622 000 Euro. Die Finanzierung ist im Wesentlichen gesichert durch eine Großspende von Wolfgang Suwelack, einen Zuschuss der Sparkassenstiftung, Mittel des Fördervereins Domorgel Billerbeck und die Inzahlungnahme der vorhandenen Domorgel durch die beauftragte Orgelbaufirma Fleiter in Nienberge.

Kirchenvorstand und Orgelbauverein freuten sich gestern über eine weitere Spende in Höhe von 7000 Euro, die die Westfalen AG in Münster zur Verfügung stellte. Deren Vorstandsvorsitzender Wolfgang Fritsch-Albert, der gebürtig aus Billerbeck stammt und, obwohl er seit langem in Münster lebt, der Domstadt eng verbunden ist, war von dem Projekt Domorgel so überzeugt, dass er die diesjährige Weihnachtsspende der Propsteigemeinde zukommen ließ. Die Westfalen AG nimmt seit 1990 jedes Jahr zur Weihnachtszeit eine Spende vor, die durch den Verzicht auf Geschenke an die Geschäftspartner zustande kommt. Weitere Spenden sind willkommen, damit auch die weiteren Bauabschnitte in die Tat umgesetzt werden können. Die Gesamtkosten für die Orgel belaufen sich auf 992 000 Euro.

Spendenkonten: Gemeinde St. Johann/St. Ludger: Kontonummer 34000604, BLZ 40154530 oder Kontonummer 1293301, BLZ 40069408. Förderverein Domorgel: Kontonummer 34545491, BLZ 40154530.

VON CHRISTINE TIBRONI

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24.09.2008 Neue Domorgel ist in Arbeit

Billerbecker Anzeiger vom 24.09.2008

Domorgel in Arbeit 300x197 2008 09 24 Neue Domorgel ist in Arbeit

Erörterten gestern im Pfarrhaus die Pläne für die neue Domorgel: (v. l.) Friedhelm Fleiter, Eberhard Hilse (beide Firma Fleiter), Sponsor Wolfgang Suwelack, Kirchenvorstand Heinrich Ahlers, Kantor Ludwig Wegesin, Propst Hans-Bernd Serries und Kirchenvorstand Franz-Josef Daldrup.

Billerbeck. Der Kirchenvorstand der katholischen Gemeinde St. Johann/St. Ludger hat den Auftrag für den ersten und umfangreichsten Bauabschnitt der neuen Domorgel in Auftrag gegeben. Dies teilte gestern Vorsitzender Propst Hans-Bernd Serries mit. Den Zuschlag für das 622 000 Euro teure Vorhaben erhielt die Firma Orgelbau Fleiter aus Nienberge, die bereits an die Arbeit gegangen ist, wie Inhaber Eberhard Hilse berichtete. Bis Ende 2009 soll der Auftrag abgewickelt sein, so dass noch im Jahr des Ludgerus-Jubiläums die neue Orgel erklingen wird.

Mit dem ersten Abschnitt werden laut Kantor Ludwig Wegesin, etwa zwei Drittel der geplanten französisch-romantischen Orgel verwirklicht, die am Ende aus 4169 Pfeifen, die kleinste etwas 6 Millimeter, die größte stolze 8,50 Meter lang, bestehen wird. 71 Register sorgen für orchestralen Klang. „Schon mit dem ersten Abschnitt bekommen wir eine deutlich hörbare Verbesserung“, so Wegesin. Finanziert wird der Orgelbau im Wesentlichen über Spenden.

VON CHRISTINE TIBRONI

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Wie die neue Orgel klingen soll

Billerbecker Anzeiger vom 04.06.2008

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Prof. Wolfgang Seifen

Billerbeck. Prominente Unterstützung erhalten die katholische Gemeinde St. Johann/St. Ludger und der Förderverein Domorgel, die eine neue Orgel für den Dom anschaffen möchten. Der renommierte Organist Professor Wolfgang Seifen gibt am Sonntag (8. 6.) um 18 Uhr ein Konzert in St. Johann, das nach Angaben des Fördervereins vor Ohren führen wird, wie die neue Domorgel klingen soll. „Ganz gelingen kann das nicht, weil die Orgel in St. Johann für Barockmusik ausgelegt ist“, räumt Dr. Hans-Peter Ammann, Vorsitzender des Fördervereins, ein, „aber Professor Seifen ist ein solcher Artist auf der Orgel, dass er deutlich machen wird, wohin die Reise klanglich gehen soll.“ Es handelt sich um ein reines Improvisationskonzert. Zwischendurch können die Zuhörer einen Choral nennen, auf den Prof. Seifen dann improvisieren wird. Nach dem Konzert sind die Gäste zur Diskussion mit dem Orgelfachmann, der auch als Orgelsachverständiger tätig ist, eingeladen. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei, es wird aber um eine Spende zugunsten des Fördervereins gebeten. Wolfgang Seifen ist Organist an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin und Professor für Improvisation und liturgisches Orgelspiel an der Universität der Künste in Berlin.

VON CHRISTINE TIBRONI

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26.05.2008 Neue Domorgel fest im Blick

Billerbecker Anzeiger vom 26.05.2008

2008 05 26 Presse 300x204 2008 05 26 Neue Domorgel fest im Blick
Billerbeck. Eine neue Orgel für den Dom – dieses ebenso ehrgeizige wie umstrittene Projekt, das vor sieben Jahren von Kantor Ludwig Wegesin angestoßen und seither vom eigens gegründeten Förderverein Domorgel vorangetrieben wurde, soll 2009, im Jahr des Ludgerusjubiläums, in die Tat umgesetzt werden. Der Kirchenvorstand der Gemeinde St. Johann/St. Ludger als maßgebliches Entscheidungsgremium hat mit Rückendeckung des Bistums Münster und der Denkmalbehörde grünes Licht gegeben. Voraussetzung: Die Finanzierung ist gesichert. „992 000 Euro soll die neue Orgel laut Angebot der Firma Fleiter, die vor 110 Jahren die erste Domorgel baute, kosten“, berichtete Propst Hans-Bernd Serries gestern im Pressegespräch. Und weiter: „480 000 Euro stehen bereits zur Verfügung, darin enthalten ist eine großzügige Spende über 330 000 Euro von Wolfgang Suwelack.“ Da weder die Gemeinde noch das Bistum Geld beisteuern können, hoffen die Verantwortlichen auf weitere Spenden aus der Bevölkerung. Darüber hinaus sollen Orgelkonzerte – das erste findet am 8. Juni um 18 Uhr in St. Johann statt – der Verkauf der CD „Kirchenmusik in Billerbeck“, erhältlich im Pfarrbüro, in der Sparkasse, in der Bücherschmiede und bei OK Point, und die Mitgliedsbeiträge an den Förderverein Domorgel die Finanzierungslücke schließen. Der Versuch, Fördermittel der Sparkassenstiftung zu bekommen, war laut Serries bisher nicht von Erfolg gekrönt. „Man hat uns aber signalisiert, dass wir nicht mutlos sein sollen“, so Serries.

Bis August sollen mindestens 510 000 Euro bereitliegen, um zumindest den ersten und umfangreichsten Teilabschnitt des Orgelbaus zu realisieren, was nach Angaben von Wegesin „schon eine erhebliche Verbesserung bringen würde.“ Das Problem bei der vorhandenen Orgel: Sie ist für den großen Kirchenraum nicht ausreichend dimensioniert. Nach dem Dombau (1892 bis 1898) fehlte das Geld, um das Gotteshaus mit einer angemessenen Orgel auszustatten. Im Laufe der Jahre wurde immer wieder nachgebessert – mit wenig Erfolg. „Die Orgel klingt nicht, sie schreit“, sagt Wegesin. Auch der Orgelsachverständige des Bischöflichen Generalvikariats in Münster, Ulrich Grimpe, führt in seinem Gutachten eine ganze Reihe von Mängeln auf. Mit dem ersten von insgesamt vier Teilabschnitten, die je nach zur Verfügung stehenden Mitteln umgesetzt werden, könnte hörbar Abhilfe geschaffen werden.

Das Gesamtkonzept sieht eine Orgel mit 68 Registern vor. Das vorhandene denkmalgeschützte Gehäuse, der Prospekt, bleibt erhalten, soll allerdings um ein so genanntes Rückpositiv ergänzt werden, das vor und unterhalb der vorhandenen Orgelbühnenbrüstung installiert werden soll. Auch in komplett neuer Spieltisch ist geplant.

„Mit dem neuen Instrument erfährt die Liturgie eine deutliche Aufwertung“, nennt Propst Serries einen wesentlichen Grund für die neue Orgel. Er ist sich sehr wohl bewusst, dass es in der Gemeinde auch kritische Stimmen gegen das Projekt gibt, die der Ansicht sind, dass es wichtigere Aufgaben gibt. „Andere wichtige Aufgaben werden wir nicht aus den Augen verlieren“, verspricht Serries. Um Verständnis und Unterstützung möchte die Gemeinde am kommenden Sonntag (1. 6.) im Rahmen einer öffentlichen Orgelführung werben, zu der nach dem Abschlusssegen der Hagelfeier (ca. 10.45 Uhr) alle Interessierten auf der Orgelbühne willkommen sind.

Spenden können auf folgende Konten überwiesen werden: Konten der Gemeinde St. Johann/St. Ludger Nr. 34000604 bei der Sparkasse Westmünsterland BLZ 40154530 oder Nr. 1293301 bei der Volksbank Baumberge BLZ 40069408 (Stichwort: Domorgel). Konto des Fördervereins Domorgel Nr. 34545491 bei der Sparkasse Westmünsterland.

VON CHRISTINE TIBRONI

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